DTM

Schumacher-Brüder geben DTM-Gastspiel auf dem Nürburgring!

Während die F1-Fans in die sandige Wüste von Bahrain starren, freuen sich die DTM-Fans auf ein Schumacher-Gastspiel in der grünen Hölle!
von Stephan Heublein am 1. April

Motorsport-Magazin.com - Nicht erst seit in der Deutschen Tourenwagen Masters ein Zufluss an Ex-Formel 1-Piloten eingesetzt hat, schwinden die Grenzen zwischen den einzelnen Rennserien immer mehr.

So besitzt in der DTM nicht nur jeder der drei alten Hersteller Mercedes, Opel und Audi seinen eigenen Ex-F1-Star, sondern plant auch Neueinsteiger MG Rover mit Johnny Herbert einen ehemaligen Fahrer aus der Königsklasse des Motorsports in eines der noch immer unbesetzten Cockpits zu setzen.

Doch die Briten, deren DTM-Einstieg das wohl am schlechtesten gehütete Geheimnis der Tourenwagenwelt darstellte, gehen sogar noch einen Schritt weiter - und hierbei lassen die ehemaligen DTM-Champions der 80er Jahre tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes eine Bombe platzen!

Denn bis zum heutigen 1. April konnten die MG-Mannen ihren größten Superdeal geheim halten, bevor motorsport-magazin.com für Sie, liebe Leserschaft, die DTM-Knallernachricht des Jahres 2005 enthüllte: Der siebenfache Formel 1 Weltmeister Michael Schumacher wird beim siebten DTM-Lauf dieser Saison auf dem Nürburgring als Gaststarter für MG Zytek an den Start gehen!

Damit folgt der Ferrari-Serienchampion dem Beispiel vieler anderer Motorsportchamps wie DTM-Meister Mattias Ekström, der regelmäßige WRC-Auftritte vorzuweisen hat, oder Motorrad-Ass Valentino Rossi, der neben einigen Rallye-Teilnahmen auch schon einmal Michael Schumachers F2004 in Fiorano gestet hat.

Ein Schumacher ist nicht genug

Aber dem ist noch nicht genug: Neben Michael Schumacher wird auch Toyota-Neuzugang Ralf Schumacher für die Engländer in der grünen Hölle an den Start gehen!

Damit leistet MG, deren neues Auto bislang noch keinen Testkilometer hinter sich gebracht hat und dessen Einsatz beim Saisonstart noch unklar ist, seiner Ankündigung folge bei einigen Rennen ein zusätzliches Auto mit einem lokalen Helden an den Start zu bringen.

In der Eifel werden dies unweit der Heimat der beiden Kerpener F1-Superstars nun sogar zwei weitere grün-schwarze Boliden sein, die das Starterfeld vom 5. bis 7. August komplettieren. Für die beiden F1-Piloten kommt dieser Termin perfekt gelegen, da er inmitten der mittlerweile fast schon 'traditionellen' dreiwöchigen F1-Sommerpause liegt.

Die Kontakte zwischen den beiden Rheinländern und den Briten knüpfte, wie könnte es anders sein, Schumacher-Manager Willi Weber, dessen weiterer rennfahrender Klient Timo Scheider bis vor wenigen Wochen noch in Verhandlungen um eines der MG-Stammcockpits stand. "Als die MG Leute zum angekündigten Termin keine konkreten Aussagen machen konnten, habe ich mich nach reiflichem Abwägen des Für und Wider und langen Telefonaten mit meinem Manager Willi Weber in Malaysia für Maserati entschieden", gestand Scheider seinerzeit ein. Dass hier auch ein Deal über zwei sich in der Gluthitze von Sepang befindliche Weber-Schützlinge stattfand, verschwieg er damals aber wohlweislich noch...

Bruderduell & Häkkinen-Revival

Die Tatsache, dass sich Michael und Ralf Schumacher eigentlich geschworen hatten niemals im gleichen Team anzutreten, da dann immer einer als "Verlierer" von der Strecke gehen würde, stört die Schumacher-Brüder bei ihrem Spaß-Gastspiel in der Heimat überhaupt nicht. Schließlich, so meint Ralf mit seinem gewohnt ironischen Unterton, wären in der DTM ohnehin beide Verlierer, die hinterher fahren würden.

Dass dies nicht immer so sein muss, bewies zumindest Kimi Räikkönen, der bei einem so genannten "Spaß-Test" in Hockenheim im letzten Jahr erstaunlich schnelle Rundenzeiten in den Asphalt brannte.

Ein anderer Finne ist hingegen der Antrieb für Michael Schumachers zeitlich begrenzten Serienwechsel: Mika Häkkinen. Denn am Nürburgring treffen die beiden großen Rivalen der Jahre 1998 bis 2001 noch einmal aufeinander, wobei der siebenfache F1-Weltmeister nie einen Hehl aus seinem großen und ehrlichen Respekt vor dem finnischen Doppelweltmeister gemacht hat.

Vielleicht lässt dieses packende, neu auflebende Duell mit richtigen Überholmanövern und viel Rennaction auf der Strecke den amtierenden F1-Champion ja in Kombination mit der Zuschauerfreundlichkeit der DTM auch gar nicht wieder los?

Weitere Informationen zu dieser sensationellen Entwicklung in der DTM-Szene finden Sie am morgigen 2. April hier bei Ihrem Motorsportportal motorsport-magazin.com.


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