DTM

Astreines Rennen - Werner: Im Winter vom Podium geträumt

Dirk Werner kommt nach seinem ersten Podiums-Platz in der DTM aus dem Strahlen nicht heraus. Motorsport-Magazin.com unterhielt sich mit dem BMW-Piloten.
von Robert Seiwert & Philipp Schajer

Motorsport-Magazin.com - Dirk Werner erlebte beim Saisonauftakt in Hockenheim eine wahrhaftige Berg- und Talfahrt der Emotionen. Am Samstag war der BMW-Pilot über sein Qualifying noch tief enttäuscht, während er am Sonntag als Zweiter jubeln konnte und zum ersten Mal in der DTM den Sprung auf das Treppchen schaffte. "Ich hatte mir über den Winter erträumt, auf dem Podium zu sehen", strahlte Werner im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Wenn man in die letzten Runden geht und auf Platz zwei liegt, ist das Wahnsinn."

Wenn man in die letzten Runden geht und auf Platz zwei liegt, ist das Wahnsinn
Dirk Werner

"Natürlich habe ich nicht damit gerechnet, aber man pusht und versucht immer sein Bestes zu geben", betonte der 31-Jährige, der von DRS und den Option-Reifen mehr als nur profitieren konnte und für die Neuerungen daher viele lobende Worte fand. "Ich denke, der Fan findet es super, wenn sich die Autos auf der Strecke überholen - das war ein astreines 1a-Rennen und ich denke, dass die Fans das auch so sehen."

Vorteil eingedampft

Nach seinem schlechten Qualifying fiel es Werner noch ziemlich schwer, Vorfreude für das Rennen zu entwickeln, da gerade nach der langen Winterpause große Enttäuschung vorherrschte. "Ich war den ganzen Tag schlecht drauf, aber heute Morgen kamen viele Leute von BMW und haben mich aufgebaut. Es hilft einem schon, wenn man Leute hat, die hinter einem stehen", sagte Werner.

Als Schlüssel zum Erfolg stellte sich für den Schnitzer-Piloten die Strategie heraus. Er entschied sich dazu, nach der Safety-Car-Phase die weicheren Option-Reifen aufziehen zu lassen und hatte damit einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. "Der Vorteil der anderen wurde durch das Safety Car eingedampft und ich habe profitiert", schilderte er. "Ich konnte unheimlich lange fahren und am Ende stellten die sechs Runden auf den Prime-Reifen kein Problem dar."


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