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DTM

Neue Streckenführung im Stadion - Neuer Modus im Olympiastadion

Beim zweiten Show-Event der DTM im Münchner Olympiastadion gibt es einen neuen Staffelmodus und eine neue Streckenführung.

Motorsport-Magazin.com - Am 14. und 15. Juli ist es wieder soweit: Die DTM macht Station im Münchener Olympiastadion. Bei der zweiten Auflage des PS-Spektakels in Stadionatmosphäre gibt es nicht nur eine neue Streckenführung, sondern auch zahlreiche Neuerungen im sportlichen Ablauf. Dadurch wird die Veranstaltung für die Zuschauer noch attraktiver und besser nachvollziehbar.

Auf dem gespiegelten Parallelkurs von je 614 Metern Länge treten die DTM-Piloten am Samstag im Team-Staffelmodus um den Herstellertitel gegeneinander an, bevor sie sich am Sonntag in Eins-gegen-Eins-Duellen um den Fahrertitel gegen 21 Konkurrenten durchsetzen müssen. Die beiden Rennmodi sorgen für packende Zweikämpfe, bei denen sich die Fahrer keine Fehler erlauben dürfen.

Spannung ist damit garantiert und die DTM-Fans können sich auf die Beantwortung vieler Fragen freuen: Wer wird bester Hersteller? Machen die etablierten Piloten den Sieg unter sich aus oder zeigen die Neulinge, dass mit ihnen zu rechnen ist? Kann Bruno Spengler seinen Titel aus dem letzten Jahr mit Wiedereinsteiger BMW beim Heimspiel der Münchener verteidigen?

Team-Staffelmodus am Samstag

Der Team-Staffelmodus ist ein absolutes Novum im Motorsport: Zwei Teams pro Hersteller á zwei Fahrer kämpfen im K.-o.-System gegen die Konkurrenz um den Herstellertitel.

Zur Festlegung der markeninternen Duos werden in einem gesonderten Zeitfahren die vier schnellsten Fahrer jedes Herstellers ermittelt (Durchgang eins). Dabei bilden immer der schnellste und der viertschnellste sowie der zweit- und drittschnellste Fahrer ein markeninternes Team.

Im Viertelfinale treten je zwei Teams der Hersteller im Staffelmodus auf zwei Mal drei Rennrunden gegeneinander an.

Während die ersten beiden Fahrer auf der Strecke sind, warten deren Team-Kollegen in der Boxengasse auf ihren Einsatz. Nachdem die erste Hälfte der Renndistanz zurückgelegt ist, biegen die Piloten in die Boxengasse ein und die Wartenden starten in die zweite Rennhälfte. Boxenstopps werden am Samstag nicht absolviert.

Drei Gewinnerpaare erreichen das Halbfinale. Dieses wird durch den sogenannten "Lucky Loser", das schnellste Verliererteam oder das schnellste Duo des Herstellers, der es nicht bis in das Halbfinale geschafft hat, komplettiert.

Im Semifinale müssen die Teams ihr Durchsetzungsvermögen auf zwei Mal vier Runden beweisen. Gleiches gilt für den Kampf um Platz drei. Im Finale gilt es, vier Mal drei Runden als schnellstes Team zu absolvieren.

Einzelwettbewerb: Fahrertitel am Sonntag

Am Sonntag ist jeder DTM-Pilot auf sich allein gestellt. Von der ersten Runde an geht es in direkten Duellen im K.-o.-System bis ins Finale. Kurz verschnaufen dürfen nur der Meisterschaftsführende und die drei besten Fahrer jedes Herstellers (nach aktuellem Stand der DTM-Fahrerwertung). Sie müssen erst ab dem Achtelfinale Gas geben. Wer das Viertelfinale erreicht, muss eine weitere Herausforderung bewältigen; ab dieser Runde ist ein Boxenstopp pro Rennen Pflicht. Hier wird den Teams absolute Perfektion abverlangt, schließlich kann eine Zehntelsekunde beim Boxenstopp rennentscheidend sein.

Schon die erste Runde am Sonntag bietet den DTM-Fans heiße Kopf-an-Kopf-Duelle: Routinier Timo Scheider (Audi) kann seinen durchwachsenen Saisonverlauf mit dem ersten "Titel" zum Positiven wenden. Dafür muss er sich allerdings in Runde eins gegen den aufstrebenden Newcomer Robert Wickens (Mercedes-Benz) aus Kanada durchsetzen. Im Achtelfinale trifft der Sieger auf den aktuellen DTM-Champion Martin Tomczyk (BMW). Auch der ehemalige Formel-1-Pilot Ralf Schumacher (Mercedes-Benz) hat ein schweres Los für seinen ersten Durchgang erwischt: Er wird sich gegen den angriffslustigen Spanier Miguel Molina (Audi) erwehren müssen.

Zwei Achtelfinal-Paarungen stehen aufgrund der Freilose bereits vorab fest: David Coulthard (Mercedes-Benz), der mit ansteigender Form am Norisring sein bestes DTM-Ergebnis einfuhr, trifft auf Edoardo Mortara, dem Samstag-Gewinner in München von 2011. Die deutsche Nachwuchshoffnung von Mercedes-Benz, Christian Vietoris, duelliert sich mit Augusto Farfus (BMW), der es bereits in seinem zweiten DTM-Rennen auf das Podium schaffte, um den Einzug ins Viertelfinale. Auch in allen weiteren Zweikämpfen werden sich die DTM-Piloten nichts schenken.