Mit Mike Rockenfeller und Alexandre Prémat haben es gleich zwei Jahreswagenpiloten in den letzten Qualifyingabschnitt geschafft. Rockenfeller und Polesetter Timo Scheider trennten nur drei Zehntel. Miguel Molina unterstrich mit seinem achten Platz die starke Performance der 2008-Boliden.

Durch die Strafversetzung von Markenkollege Martin Tomczyk rückt er auf P7 nach vorne. "Es hätte vielleicht besser laufen können, aber ich war in Q3 in meiner letzten Runde zu schnell unterwegs. In Sektor eins und zwei habe ich dann bärenstarke Fehler gemacht, aber ich bin wieder in den Top-8. Das ist ein gutes Resultat für uns", sagte Molina.

Ob die Jahreswagen im Regen einen Vorteil hatten, konnte er schwer beantworten. "Vielleicht ja. Mike und Alex sind auch weit vorne. Die Pace des Autos war heute gut. Vielleicht haben wir einen Vorteil, aber Timo steht immer noch auf Pole", erklärte der Spanier. Prémat sieht hingegen keinen Vorteil bei sich.

"Wir waren am Freitag im Trockenen auch schon schnell. Es gibt mehr Agilität, das Auto ist nicht mehr so aggressiv - anders als im Trockenen. Im Trockenen arbeitet das Auto mit mehr Downforce, aber auch im Trockenen hätten wir mit der Pace der 2009er-Autos mitgehen können", betonte der Audi-Pilot.

Dank geht an Wettergott

Rockenfeller widersprach etwas seinem Markenkollegen. "Im Regen waren die Jahreswagen schon immer vorne dabei - es ist einfacher als im Trockenen. Unter regnerischen Bedingungen haben die Neuwagen nicht den Vorteil mehr Abtrieb zu haben, womit Neu- und Jahreswagen fast identisch sind", verriet er. Und auch Markus Winkelhock war ganz zufrieden mit dem Wettergott. "Das Wetter hat uns auf jeden Fall in die Karten gespielt. Wir hatten Glück", betonte der Deutsche.

Wie das Wetter im Rennen sein wird, konnte er nicht sagen. "Es könnte nass sein, es könnte trocken sein. Mir ist es egal, denn wenn ich einen guten Start habe, dann könnten auch im Trockenen Punkte drin sein", meinte Winkelhock. Auch Prémat geht davon aus, dass er im Rennen konkurrenzfähig ist. "Wir haben eine Session im Trockenen gemacht und Mike und ich waren da die schnellsten Audi-Piloten. Wir haben ein gutes Feedback bekommen und können mit Sicherheit um das Podium kämpfen", sagte Prémat.

Ralf Schumacher war nicht überrascht von der Stärke der Jahreswagen. "Das ist wenig überraschend, denn 25 Kilogramm machen im Regen viel aus. Wenn es morgen trocken sein sollte, kann sich das wieder umdrehen", meinte der Mercedes-Pilot.