Das sechste Saisonrennen in Zandvoort ist der erste Lauf des Jahres (abgesehen von Hockenheim), bei dem die Hersteller mit dem selben Material an den Start gehen wie im Jahr zuvor. Denn vor einem Jahr setzte die DTM mit ihren Herstellern weltweit ein Zeichen: Um die Budgets zu entlasten, wurde die Technik der DTM-Fahrzeuge eingefroren. Seit dem 17. August 2009 gilt in der DTM ein Entwicklungsstopp.

Für Kopfzerbrechen sorgt bei den Teams dagegen eine neue Reifengeneration, die von Dunlop an den Start gebracht wurde. Der einzige Unterschied im Vergleich zum Vorjahr scheint vor allem Audi zu schaffen zu machen, denn die Ingolstädter konnten bisher nur ein Rennen gewinnen und liegen in der Meisterschaft weit zurück.

Audi langsam unter Druck

Gerade im Qualifying bot man zuletzt immer wieder unzureichende Teamleistungen, auch wenn beispielsweise mit Mattias Ekström am Nürburgring ein Audianer auf der Pole-Position stand - hinter ihm kam lange nichts, abgesehen von Sternen.

Im Zeittraining machte Audi in Zandvoort in den letzten Jahren immer eine gute Figur. Bei den vergangenen drei Holland-Auftritten holte man mit Timo Scheider, Mattias Ekström und Oliver Jarvis die Pole-Position.

"Wir sind immer sehr gern nach Zandvoort gekommen, weil wir immer wussten, dass unser Auto dort gut funktioniert. Diesmal müssen wir weiter an unserer Leistung arbeiten", berichtet Hans-Jürgen Abt, der Teamchef der Meistermannschaft Abt Sportsline. "Aber speziell in Zandvoort wird sich zeigen, ob wir zurückfinden zu unserer Performance. Wir müssen es mit aller Kraft und Engagement angehen und versuchen, Mercedes so viele Punkte wie möglich wegzunehmen, damit die Meisterschaft weiter spannend bleibt."