Mit einer Rundenzeit von 1:24,093 Minuten sicherte sich David Coulthard am Nürburgring den 10. Startplatz. Dem DTM-Neuling fehlten vier Hundertstel für den Einzug ins Q3. "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Mein Team hat meine Vorschläge nach dem freien Training gut umgesetzt und ich steigerte mich um rund eine halbe Sekunde", erklärte Coulthard. Sein Maßstab ist Markenkollege Jamie Green.

"Jamie ist mein Standard, denn er hat ein vergleichbares Auto. Ein Zehntel weg von seiner Zeit zu sein, ist gar nicht so schlecht. Sicher will man immer mehr, aber wenn ich alles berücksichtige, war das ein vernünftiges Qualifying", sagte der Mercedes-Pilot. Seit dem Saisonauftakt in Hockenheim zeigt die Formkurve bei Coulthard nach oben. "Ich habe mich deutlich gesteigert im Qualifying, aber das Auto ist so anders als ein F1-Auto. Am Anfang habe ich nicht viele Fragen gestellt, sondern mich einfach auf das Team bei der Abstimmung verlassen. Das hat sich jetzt geändert. Ich will einfach mehr wissen", verriet Coulthard.

Sorgen wegen den Reifen

Ins Rennen am Nürburgring geht der Mercedes-Pilot allerdings mit Sorgenfalten, speziell was die Reifen und den niedrigen Grip angeht. "Die Reifen sind hier kritisch und können hier schnell zu Übersteuern führen. Das Auto fühlt sich hier mehr wie ein Rallye-Auto an. Auf den anderen Strecken war die Balance etwas besser. Ich befürchte im Rennen Probleme mit den Hinterreifen. Ich erwarte, dass ich aufgrund des Übersteuerns im Rennen etwas langsamer bin als im Qualifying", sagte der Schotte.

"Das Team hat den niedrigen Grip erwartet. Ich muss damit erst umgehen lernen. Jetzt konzentriere ich mich ganz auf den Start, um mir dabei eine gute Ausgangsposition für das weitere Rennen zu schaffen", fuhr er fort. Beeindruckt zeigte sich Coulthard von seinem Markenkollegen Bruno Spengler, der aus der ersten Startreihe ins Rennen geht. Laut dem Schotten würde Spengler den Titel in dieser Saison verdienen. "Er ist sehr fokussiert, professionell und enthusiastisch. Er hat sehr viel mit dem Team über den Winter gearbeitet und hat hart trainiert. Er würde den Titel verdienen", so Coulthard.