Wie verlief die erste Hälfte der Dakar für Dich?
Marc Coma: Es war ziemlich hart. Marcokko war vielleicht sogar härter als erwartet, außerdem wird es grundsätzlich von Tag zu Tag härter. Aus unserer Sicht ist alles okay, wir sind dort, wo wir sein wollten. Es war wichtig Atar mit Siegchancen zu erreichen und das haben wir geschafft. Natürlich liegt noch die zweite Hälfte vor uns, aber ich bin mit dem Team und dem Bike zufrieden. Der einzige Rückschlag für uns war Villys Unfall, hoffentlich geht es ihm bald schon wieder besser. Nun sind wir nur noch zu zweit, aber das Team ist konstant genug.

Jordi Valdoms Unfall war der Tiefpunkt, was war dann der Höhepunkt zwischen Portimao und Atar?
Marc Coma: Das war wahrscheinlich die Etappe von Rachidia nach Ouarzazate, obwohl es nicht die wichtigste war. Bislang lief für uns alles gut, wir haben unseren Plan eingehalten, aber es ist noch nicht vorbei. Es wird nicht einfach.

Wie funktioniert das Bike?
Marc Coma: Das Bike ist perfekt und läuft die ganze Zeit sehr gut. Wir haben es schon bei vielen WM-Läufen eingesetzt und das hat uns beim Setup geholfen. Bei der Aufhängung, beim Motor und allem anderen fühle ich mich sehr gut - wir hatten ehrlich gesagt kein einziges Problem.

Wie arbeitet das Team?
Marc Coma: Das Team macht tolle Arbeit. Alle Mechaniker arbeiten toll und wir können Villys Ausfall problemlos verkraften. Ich habe schon immer betont, dass wir das beste Team sind. Wir sind sogar mehr als nur ein Team, wir sind Freunde, wir kennen unsere Aufgaben und erledigen sie. Alles geht automatisch und das ist unter so extremen Bedingungen sehr hilfreich.

Wer sind die stärksten Gegner?
Marc Coma: Ich würde keinen von ihnen abschreiben. Außerdem werde ich nicht wie verrückt auf den Gesamtstand starren und ständig die Abstände checken. Es ist wichtig keine Fehler zu begehen und das Rennen so fortzusetzen. Wenn es dann soweit ist, werden wir alles analysieren. Aber ich betone noch einmal: am wichtigsten ist es, keine Fehler zu machen.

Was ist das wichtigste am Ruhetag?
Marc Coma: Es ist ein wichtiger Tag für die Mechaniker, weil sie an den letzten Tagen nicht viel Zeit hatten, um an den Bikes zu arbeiten und wenn, dann nur unter extremen Bedingungen. Dafür werden die Maschinen dankbar sein - genauso wie wir. Hoffentlich kann ich die Erkältung los werden, die mich seit einigen Tagen plagt. Beim Fahren stört es mich nicht, aber ansonsten schon.

Was erwartest Du ab der nächsten Etappe?
Marc Coma: Es stehen drei Tage in Mauretanien an, die sehr hart sein werden. Danach folgen drei wichtige und schwierige Etappen. Die zweite Hälfte wird mindestens genauso hart, wenn nicht noch härter. Ich sagte schon vor dem Start, dass die Rallye in Mauretanien entschieden wird - und so wird es wohl kommen.