Die Rallye Dakar 2007 hält jeden Tag eine neue Herausforderung für die Teilnehmer bereit. Auf der gestrigen Etappe von Zouerat nach Atar entpuppte sich ein etwa 15 Kilometer langes Dünenfeld als größte Hürde. "Da quälten sich gleichzeitig mindesten 30 LKWs und Autos durch, die alle immer wieder feststeckten und sich freischaufeln mussten", sagt Unimog-Fahrer Darko Goriup. "Dort haben auch wir sicher zwei Stunden verloren. Es war sehr anstrengend, zumal einem die bisherige Belastung ja auch schon in den Knochen steckt und die Navigation durch einen Sandsturm zusätzlich erschwert wurde. Aber wir sind durchgekommen!" In der Gesamtwertung steht die Crew zur Rallye-Halbzeit auf Rang 48.

"Ich bin echt stolz auf unseren ‚kleinen´ Unimog und die zwei Jungs im Cockpit", sagt Ellen Lohr. "In den Top 50 zu rangieren, ist eine klasse Leistung. Schließlich ist der Unimog ja in erster Linie als Servicefahrzeug konzipiert worden - und nun schlägt er sich auch als ‚Racer´ gut."

Am traditionellen Ruhetag der Wüstenrallye steht der große Service auf dem Programm. Mitten in Mauretanien, am Rande der Wüstenstadt Atar, wird der ad-truckdrive-Unimog komplett durchgecheckt und für die zweite Halbzeit vorbereitet. Unter anderem werden Stoßdämpfer gewechselt und neue Sandbleche montiert. Wie an jedem der großen Serviceplätze werden Darko Goriup und sein Beifahrer Janez Krivic dabei von der Crew des Service-Actros unterstützt. Dabei hat auch das Trio in der mobilen Team-Werkstatt – mit Fahrer Udo Heidenreich und den beiden Mechanikern Andre Jokusch und Thomas Auerbach - rund 4.000 Kilometer hinter sich, davon etwa zwei Drittel auf unbefestigten Straßen.

Am Ende des morgigen Wettbewerbstages, der mit der längsten Wertungsprüfung der Rallye über 589 Kilometer von Atar nach Tichit führt, ist das Unimog-Duo auf sich gestellt. Auf der so genannten Marathonetappe, die am Folgetag (15. Januar) dann über weitere 494 Wertungsprüfungskilometer nach Nema führt, ist kein Service gestattet. Die Route des Actros führt direkt ins Etappenziel Nema.