Jetzt liegt auch die mit 817 Kilometern längste Etappe hinter den Teilnehmern der Dakar. Für die Mitsubishi-Truppe hielt die Reise von Tan Tan nach Zouérat unterschiedliche Erlebnisse bereit. In der Gesamtwertung führt nun Luc Alphand vor Stéphane Peterhansel das Mitsubishi-Quartett als Vierter an. Nani Roma und sein Beifahrer Lucas Cruz rutschten hingegen auf Rang 7 ab. Sie verloren über 20 Minuten als sie Guerlain Chicherit bei seinem Unfall halfen und später noch einen Reifenschaden hatten. Auch Hiroshi Masuoka musste eine Notreparatur an seinem Pajero durchführen, nachdem er Kupplungsprobleme bekam.
Teammanager Dominique Serieys sah die Vorgaben dennoch erfüllt. "Wir haben den Rückstand auf die VW und die Buggies verkürzt - das war unser Ziel", sagte er. "Die Durchschnittsgeschwindigkeiten waren heute sehr hoch. Für fast 400 km haben die Spitzenautos weniger als drei Stunden gebraucht." Auf der nächsten Etappe möchte Serieys jetzt so viel Zeit wie möglich gutmachen, "um für den Rest der Rallye einen guten Kampf" vorzubereiten.
Stéphane Peterhansel:
Meine Etappenzeit war nicht schlecht. Die Etappe war sehr schnell und wir kamen in der ersten Stunde auf 157 km/h! Aber wir sind in den High-Speed-Sektionen nicht so schnell wie einige andere Autos. Hoffentlich kommen wir jetzt in Mauretanien in einige große Dünen. So bekomme ich vielleicht die Chance, einiges an Zeit zurück zu gewinnen. In den letzten beiden Jahren lag die morgige Etappe unserem Team, also warten wir es ab.
Luc Alphand:
Wir müssen Dreiviertel der Etappe mit Vollgas gefahren sein. Ich habe im Kamelgras alles gegeben und trotzdem zwei Minuten auf Stéphane vor dem ersten Kontrollpunkt verloren. Vielleicht war mein Reifendruck etwas unter der idealen Einstellung. Der letzte Teil der Etappe war sehr sandig, mit etwas Kamelgras und kleinen Dünen. Ich muss meine Pace weiter aufrechterhalten und morgen alles geben. Denn die anderen pushen auch.
Nani Roma:
Das war kein guter Tag für uns. Kurz nach dem Start hat uns Chicherits BMW an der schnellsten Stelle überholt. Danach fuhren wir über Kamelgras und ich holte ihn wieder ein, weil wir dort schneller waren. Plötzlich hat er sich vor uns zweimal überschlagen - das war spektakulär. Wir haben natürlich angehalten, um zu helfen, denn das erste Auto, das am Unfallort ankommt, muss anhalten. Nachdem wir die Organisatoren gerufen hatten, blieben wir einige Minuten bei ihnen. Wir erhalten die verlorene Zeit zurück, aber das Schlimmste sollte erst noch kommen. Sousa und Miller hatten uns überholt und wir konnten sie nicht wieder überholen bis zu einer Offroad-Sektion. Sobald wir es geschafft hatten, hatten wir einen Reifenschaden und beim Wechseln gab es ein Problem mit der Hydraulik des Wagenhebers. Dadurch haben wir noch mehr Zeit bei der Reparatur verloren.
Hiroshi Masuoka:
Alles lief sehr gut. Dann hatten wir ein Problem mit der Kupplung und mussten anhalten und sie austauschen.



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