Vierter Etappensieg und weiterhin eine Dreifach-Führung – für Volkswagen läuft es auch nach fünf von 15 Wertungstagen der Rallye Dakar gut. Carlos Sainz/Michel Périn gewannen die fünfte Etappe von Ouarzazate nach Tan Tan in Marokko 30 Sekunden vor Mitsubishi-Pilot Stéphane Peterhansel. Damit sicherten sie sich ihren zweiten Etappensieg, für Volkswagen war es der vierte der Rallye. In der Gesamtwertung baute das spanisch-französische Duo im Race Touareg seinen Vorsprung auf der 768 Kilometer langen Etappe um mehr als eineinhalb Minuten auf 3.36 Minuten aus. Zwei Markenkollegen komplettieren hinter dem zweimaligen Rallye-Weltmeister die Dreifach-Führung: Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz, in der Tageswertung Dritte, bleiben Gesamtzweite. Das portugiesisch-deutsche Gespann Carlos Sousa/Andreas Schulz, im Race Touareg aus dem Lagos-Team Tagessiebte, wahrte Gesamtrang drei. Seit der ersten Etappe führt Volkswagen die 29. Ausgabe des Wüsten-Klassikers an.
In zwei weiteren blauen Race Touareg im Red-Bull-Design beendeten Mark Miller/Ralph Pitchford und Ari Vatanen/Fabrizia Pons die fünfte Wertungsprüfung auf den Plätzen acht und 16. Steinige und staubige Wege mit Passwegen im marokkanischen Atlasgebirge belasteten Mensch und Material deutlich: Ari Vatanen wie auch Mark Miller beklagten jeweils drei Reifenschäden.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor):
"Im hohen Atlas-Gebirge haben unsere Fahrer und Beifahrer eine schwierige Prüfung gut gemeistert, denn der Staub hat die Konzentration erschwert. Trotzdem haben wir den Vorsprung auf Mitsubishi vergrößert. Noch aber liegen 4.000 Kilometer vor uns. Schade, dass zwei unserer Fahrer jeweils gleich drei Reifenschäden beklagten. Wir werden auch auf den nächsten Etappen nicht locker lassen und bleiben voll konzentriert und motiviert."
Giniel de Villiers, 3. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung:
"Wir haben rasch auf Jean-Louis Schlesser aufgeholt, der uns allerdings etwa 100 Kilometer lang blockierte. Man musste sehr aufpassen, denn die Strecke war kurvig und felsig. Es gab viele Autos mit Reifenschäden, aber wir blieben verschont. Auch am Donnerstag erwarte ich eine schnelle Strecke, denn noch fahren wir nicht auf den klassischen Wüsten-Prüfungen."
Carlos Sainz, 1. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung:
"Das war ein guter Tag: Der Race Touareg lief auf der steinigen Etappe fehlerfrei und wir wurden durch nichts aufgehalten. Der Etappensieg und die Führungsposition sind natürlich positiv. Ab der sechsten Etappe aber beginnt der wirklich harte Teil der Rallye."
Mark Miller, 8. Platz Tages- / 10. Platz Gesamt-Wertung:
"Heute haben wir Höhen und Tiefen erlebt: Am Anfang war unsere Zeit sehr gut, doch dann folgten zwei Reifenschäden binnen 20 Kilometern. Also mussten wir Räder wechseln und ich fuhr deutlich langsamer. 50 Kilometer vor dem Ziel erhöhten wir das Tempo noch einmal, doch dann platzte ein dritter Reifen. Da wir nur drei Ersatzräder dabei hatten, fuhr ich nur noch vorsichtig ins Ziel."
Ari Vatanen, 16. Platz Tages- / 72. Platz Gesamt-Wertung:
"Gleich zu Beginn hatte ich einen Reifenschaden. Die Schrauben saßen sehr fest, weshalb der Akkuschrauber nicht ausreichte und wir manuell arbeiten mussten. Später traten noch zwei schleichende Reifenschäden auf. Einen Pneu haben wir bei zwei Gelegenheiten wieder aufgepumpt, der andere hielt die Luft ganz gut bis ins Ziel. Gegen Ende halfen wir noch einem Motorradfahrer, der gestürzt und zwischen Maschine und Boden eingeklemmt war."

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