Für das deutsche Rallye-Herz war die fünfte Etappe wieder ein Abschnitt der gemischten Gefühle. Von ganz gut bis nicht ganz so gut reichte heute wieder das Gefühlsspektrum, dass somit auch jedem die verschiedensten Gefühlsregungen offen lässt. Die drei Deutschen bei der Wüstenrallye haben wieder einmal keine Wünsche offen gelassen.

Da war einerseits Dirk von Zitzewitz, der zusammen mit Giniel de Villiers wieder ganz weit vorne mitmischen konnte und damit ein Lächeln auf das Gesicht der Zufriedenen gezaubert haben dürfte. Immerhin Etappenplatz drei war am Ende drin und das nur mit 1:41 Minuten Rückstand auf Carlos Sainz. In der Gesamtwertung bedeutet das die Verteidigung des zweiten Platzes und gute Sicht auf Sainz, der seinen Fahrersitz bislang gerade einmal 3:36 Minuten schneller durch das Gelände kutschiert hat.

Alle Freunde des gepflegten Zweifels oder auch der so genannten Zwischendrin-Stimmung sei ein Blick auf die Tagesplatzierung von Andreas Schulz, dem Beifahrer von Carlos Sousa empfohlen. Heute reichte es für Rang sechs. An sich keine schlechte Position, aber wenn man vorne mitfahren will, auch wieder nicht genug. Da ist dann vielleicht ein leichtes Achselzucken angebracht oder auch ein dezentes verschieben der Mundwinkel. Es ist halt nicht ganz toll, aber eigentlich auch überhaupt nicht schlecht, was da heute wieder geleistet wurde.

Durchaus auch nicht schlecht, aber für die eigenen Anforderungen dann wahrscheinlich doch äußerst unbefriedigend läuft es nach wie vor bei Jutta Kleinschmidt. Also, alle Freunde des gepflegten Meckerns, in österreichischen Breiten auch als Raunzen bekannt, sollen sich den 20. Tages- oder den 21. Gesamt-Platz anschauen und dann entweder in großes Wehklagen ob der Ungerechtigkeit der Welt ausbrechen oder ganz einfach schimpfen, was das Zeug hält. Nur vielleicht bitte nicht über Frau Kleinschmidt selbst, denn bislang konnte sie nur recht wenig für ihren Zeitverlust.