Volkswagen Motorsport-Pilot Carlos Sainz scheint zur Höchstform aufzulaufen. Durch seinen zweiten Tagessieg baute er seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Der Spanier war die gesamte Wertungsprüfung über in den Top Platzierungen zu finden. Im Ziel hatte er 30 Sekunden Vorsprung auf Stéphane Peterhansel. Sainz scheinen die engen und harten Strecken zu liegen. Auch sein Co-Pilot Michel Périn scheint ihn sehr gut durch die Prüfungen zu lotsen. Damit gehen jetzt vier der fünf Tagessiege an das Hannoveraner Team.

Peterhansel fährt sein bestes Ergebnis ein., Foto: Repsol
Peterhansel fährt sein bestes Ergebnis ein., Foto: Repsol

Aber auch Mitsubishi hat heute auf sich aufmerksam machen können. Stéphane Peterhansel spielte seine gesamte Erfahrung aus und belegte Rang zwei. Zwischendurch sah es so aus, als hätte der Franzose den Anschluss an die Spitze verloren, kämpfte sich aber wieder nach vorne. Damit fuhr er seinen beste Platzierung bei der diesjährigen Dakar ein. Mit 1:11 Minuten Rückstand erreichte der zweite VW-Motorsport-Fahrer Giniel de Villiers das Ziel. Auch der Südafrikaner hatte sich während der gesamten Zeit in den Top fünf aufhalten können. Diesmal zeigte Mitsubishi eine geschlossene Mannschaftsleistung, denn die Plätze vier und fünf gingen an Luc Alphand und Nani Roma. Während Roma immer wieder in der Spitzengruppe auftauchte, hielt sich Alphand zurück und kämpfte sich erst auf den letzten Kilometern nach vorne.

Eine tolle Leistung zeigte BMW-Pilot Guerlain Chicherit. Der Franzose hatte bei mehreren Wegpunkten das Feld angeführt und damit den Tagessieg bereits vor Augen. Doch gegen Ende ließ er Zeit liegen und erreichte mit 5:03 Minuten Rückstand auf Carlos Sainz das Ziel.

Carlos Sousa fuhr mit seinem Race-Touareg auf den sechsten Platz vor seinem Markenkollegen Mark Miller. Der Amerikaner hatte sogar kurzzeitig die Bestzeit inne. Mit Benoit Rousselot festigt Nissan seine Position unter den ersten zehn. Für Hiroshi Masuoka verlief der Tag heute nicht so erfolgreich wie für seine Teamkollegen. Der Japaner erreichte heute nur die zehntschnellste Zeit.

Chicherit macht weiter auf sich aufmersam., Foto: X-Raid
Chicherit macht weiter auf sich aufmersam., Foto: X-Raid

Chicherits Teamkollegen Nasser Al Attiyah und Jutta Kleinschmidt kamen auf den Plätzen zwölf und 20 ins Ziel. Die Deutsche hat wieder einiges an Zeit verloren und liegt in der Gesamtwertung momentan auf Rang 21, hat aber bereits 2:50:08 Stunden Rückstand auf die Spitze. Der Fünfte aus der Volkswagen Truppe, Ari Vatanen, wurde heute 16. und ist jetzt eher als schneller Service unterwegs.

In der Gesamtwertung hat Sainz seinen Vorsprung auf seinen Teamkollegen Giniel de Villiers von 1:55 Minuten auf 3:36 Minuten ausbauen können. Auch Carlos Sousa kann seine dritte Position noch halten, hat aber schon über elf Minuten Rückstand auf den Spanier. Nani Roma bleibt ebenfalls auf der vierten Position und hat jetzt 4:59 Minuten Rückstand auf Sousa und 16:16 Minuten Rückstand auf Sainz. Bergab ging es allerdings für den Japaner Masuoka. Er büßte 13:30 Minuten ein und rutscht so vom fünften auf den achten Gesamtrang zurück. Auf Platz fünf liegt jetzt Luc Alphand. Guerlain Chicherits gute Leistung wurde belohnt. Der Franzose kann drei Positionen gutmachen und ist jetzt auf dem sechsten Gesamtrang. Auch Peterhansel rutscht durch seinen zweiten Platz in der Tabelle nach oben auf den nun siebten Rang. Jean-Louis Schlesser, der zwei Plätze einbüßte und Mark Miller beenden die Top zehn.

In den Dünen kann viel passieren., Foto: VW
In den Dünen kann viel passieren., Foto: VW

Morgen wird ein interessanter Tag, an dem sich in der Gesamtwertung viel verändern könnte. Die Rallye Dakar betritt Mauretanien und damit auch die ersten längeren Dünen- und Sandfelder. Hier können die "alten Hasen" ihre Erfahrung voll ausspielen. Carlos Sainz ist mit den Dünen noch nicht so vertraut. Es wird interessant, zu beobachten, wie er sich morgen durchschlägt.

Ergebnis 5. Etappe

Platz Fahrer (Fahrzeug) Zeit/Rückstand
1. Carlos Sainz (VW) 03:36:39
2. Stephane Peterhansel (Mitsubishi) + 0:30 Minuten
3. Giniel de Villiers (VW) + 1:41 Minuten
4. Luc Alphand (Mitsubishi) + 4:17 Minuten
5. Nani Roma (Mitsubishi) + 4:32 Minuten
6. Guerlain Chicherit (BMW) + 5:03 Minuten
7. Carlos Sousa (VW) + 6:57 Minuten
8. Mark Miller (BMW) + 7:38 Minuten
9. Benoit Rousselot (Nissan) + 10:10 Minuten
10. Hiroshi Masuoka (Mitsubishi) + 12:30 Minuten