Die vierte Etappe der Dakar war eigentlich ein weiterer Triumphzug für Marc Coma und KTM. Doch ein tödlicher Unfall ließ die sportlichen Aspekte der Wüstenrallye wieder einmal gänzlich zur Nebensache werden. Um 9:16 Uhr ging eine Alarmmeldung vom Fahrtencomputer des Südafrikaners Elmer Symons ein. Acht Minuten dauerte es, bis der Helikopter den KTM-Piloten gefunden hatte. Das Team des Rettungshubschraubers konnte aber kurz darauf nur mehr den Tod feststellen.
Symons war 29 Jahre alt und das erste Mal als Fahrer bei der Dakar am Start. In den vergangenen beiden Jahren hatte er als Mechaniker an der Wüstenrallye teilgenommen. Trotz seiner ersten aktiven Teilnahme an der Dakar, war Symons ein erfahrener Offroad-Pilot, der bereits seit 1996 an zahlreichen Rennen teilgenommen hatte. 2004 hatte er beispielsweise bei den International Six Days, einem der renommiertesten Enduro-Rennen, die Silbermedaille geholt.

Auf der sportlichen Seite der vierten Etappe waren es KTM und Marc Coma, die den Tag bestimmten. Coma siegte 12:16 Minuten vor seinem Markenkollegen Isidre Esteve Pujol und übernahm damit auch die Führung von seinem spanischen Landsmann. 11:50 Minuten hat Coma Vorsprung auf Esteve Pujol.
Hinter den beiden schnellsten der bisherigen Dakar meldete sich auch der Sieger von 2005, Cyril Despres, wieder im Spitzenfeld zurück. Nachdem er in den vergangenen Tagen mit einigen Problemen zu kämpfen hatte, kam er diesmal recht problemfrei ins Ziel und holte sich mit rund 19 Minuten Rückstand den dritten Etappenrang. Und auch dahinter waren erst einmal nur KTM-Piloten zu finden. David Casteu wurde Vierter, Pal Anders Ullevalseter Fünfter, Chris Blais Sechster und Frans Verhoeven Siebter. Erst Yamaha-Pilot David Fretigne konnte als Achter die Reihe der österreichischen Maschinen durchbrechen.
Diese Überlegenheit spiegelt sich auch in der Gesamtwertung wieder. Wie bereits erwähnt, führt Coma vor Esteve Pujol. Dahinter sind bis Rang sieben wieder nur KTM-Maschinen zu finden. In ansteigender Reihenfolge diese Piloten: Casteu, Blais, Ullevalseter, Despres und Verhoeven. Achter und bester "Außenseiter" ist auch hier David Fretigne, der bereits über 52 Minuten Rückstand auf Coma hat.

Neben dem tragischen Unfall von Elmer Symons gab es während der langen Etappe auch ein paar andere Zwischenfälle, die aber glücklicherweise alle glimpflich verlaufen sind. Bereits auf dem ersten Kilometer stürzte Honda-Pilot Eric Palante, der daraufhin für eine ärztliche Untersuchung gleich zurück zum Biwak gebracht wurde. Auch Alain Duclos, der auf einer KTM unterwegs war, kam schon sehr früh zu Sturz. Nachdem es ihn innerhalb der ersten zehn Kilometer abgeworfen hatte, wurde er ebenfalls wieder zum Biwak zurückgebracht. Weitere Stürze betrafen Pavel Fedorov, der unverletzt blieb und Sylvio Barros. Der KTM-Pilot verletzte sich leider, aber glücklicherweise nicht schwer. Es genügte aber, um ihn zur Aufgabe zu bewegen.
Die anderen Zwischenfälle bei den Zweirädern waren mechanischer Natur. Lorenzo Buratti kämpfte mit kaputten Bremsen, Pascal de Baar hatte nicht genauer definierte mechanische Probleme, Gregory Ramel versagte einfach die Maschine und Gjermond Frostad hatte einen Motorschaden. Angesichts der tragischen Ereignisse des Tages, sind solche Schwierigkeiten aber eigentlich völlig unwichtig.
Ergebnis 4. Etappe - Motorräder Super Production
| Platz | Fahrer (Fahrzeug) | Zeit/Rückstand |
| 1. | Marc Coma (KTM) | 4:27:54 Stunden |
| 2. | Isidre Esteve Pujol (KTM) | + 12:16 Minuten |
| 3. | Cyril Despres (KTM) | + 18:56 Minuten |
| 4. | David Casteu (KTM) | + 23:43 Minuten |
| 5. | Pal Anders Ullevalseter (KTM) | + 26:34 Minuten |
| 6. | Chris Blais (KTM) | + 26:53 Minuten |
| 7. | Frans Verhoeven (KTM) | + 29:31 Minuten |
| 8. | David Fretigne (Yamaha) | + 31:38 Minuten |
| 9. | Janis Vinters (KTM) | + 32:29 Minuten |
| 10. | Michel Marchini (Yamaha) | + 33:50 Minuten |

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