Heute kam es zum offenen Schlagabtausch zwischen Volkswagen Motorsport und Mitsubishi. Auf der 405 Kilometer langen Prüfung wechselten die Fahrer in der Spitzengruppe ständig. Der Sieger hieß aber am Ende Jean-Louis Schlesser. Der Franzose fuhr in seinem selbstgebauten Buggy fast die gesamte Rallye über die schnellsten Zeiten. Doch hinter ihm tobte der Bär.

Mitsubishi war nur selten vorne zu finden., Foto: Repsol
Mitsubishi war nur selten vorne zu finden., Foto: Repsol

Auf den ersten Kilometern fanden sich, neben Schlesser, hauptsächlich Fahrer aus dem Team Volkswagen und BMW in den Top-5. So fanden sich Carlos Sousa, De Villiers, Ari Vatanen, Carlos Sainz, Guerlain Chicherit und Nasser Al Attiyah darin wieder. Doch nach den ersten 51 Kilometer schob sich Stephane Peterhansel Platz um Platz nach vorne und übernahm am CP1 die Führung.

Carlos Sousa wurde zuerst auf Position sechs gewertet. Einige Stunden später wurde das Ergebnis neu ausgegeben. Der Portugiese ist nun Zweiter der Etappe hinter Schlesser und vor Sainz.

Carlos Sainz konnte sich gegen den Rest durchsetzen und Rang drei hinter Schlesser und Sousa übernehmen. Beim Spanier ging es während der Rallye auf und ab - immer wieder erschien er für einige Kilometer in den Top-5. Vierter wurde demnach Nani Roma, von dem man während der Rallye nichts auf den vorderen Plätzen gesehen hatte. Der Spanier hat wohl auf dem zweiten Teil der Etappe voll aufgedreht.

Chicherit bildet wieder die dritte Kraft., Foto: X-Raid
Chicherit bildet wieder die dritte Kraft., Foto: X-Raid

Auch auf den folgenden Plätzen wechseln sich die Volkswagen- und Mitsubishi-Fahrer ab: Nach korrigiertem Ergebnis wurde Giniel de Villiers Fünfter, gefolgt von Hiroshi Masuoka und Luc Alphand. Der BMW-Fahrer Chicherit stellte sein Fahrzeug als dritte Kraft auf den achten Platz. Auch Nasser Al Attiyah lag zwischendurch in der Spitzengruppe, fiel aber am Ende auf die 18. Position zurück. Langsam melden sich auch die Nissans wieder zu Wort; Rousselot wurde Neunter.

Peterhansel hatte auch am 274 km-Punkt und am CP2 die Führung inne. Doch im Anschluss bremste ihn eine verbrannte Kupplung ein und er erreichte erst als Zehnter das Ziel. Auch Jutta Kleinschmidt war wieder vom Pech verfolgt. Die Deutsche hatte am CP2 Probleme mit ihrer Kupplung. Dabei sah es bis dahin mit der zehnten Position recht gut für sie aus. Zum jetzigen Zeitpunkt hat sie die 29. Position inne.

Sousa behält dritte Gesamtposition., Foto: VW Motorsport
Sousa behält dritte Gesamtposition., Foto: VW Motorsport

Letztlich verteidigte Carlos Sainz seine Führung und baute sie sogar noch um etwa 50 Sekunden aus. Auch Volkswagen behält seine Dreifach-Führung in der Gesamtwertung. Hinter Sainz belegen Giniel de Villiers (+1:55min) und Carlos Sousa (+4:20min) die Plätze zwei und drei. Ihnen folgen drei Mitsubishis mit Nani Roma, Hiroshi Masuoka und Luc Alphand. Roma verbessert sich von Rang sieben auf vier, ohne damit allerdings Zeit gutmachen zu können. Auch seine Teamkollegen konnten zeitlich nicht aufholen. Durch seinen Sieg konnte sich Jean-Louis Schlesser auf Rang sieben vorarbeiten. Achter ist nun Chicherit der die Position als dritte Kraft weiter bekräftigt, vor dem vierten Mitsubishi mit Stéphane Peterhansel. Der Franzose hat damit fünf Plätze und rund 18 Minuten verloren. Mark Miller aus dem Volkswagen Team schließt die Top-10 ab.

Ergebnis 4. Etappe (korrigiert)

Platz Fahrer (Fahrzeug) Zeit/Rückstand
1. Jean-Louis Schlesser (Buggy) 03:59:54
2. Carlos Sousa (VW) + 7:52 Minuten
3. Carlos Sainz (VW) + 7:58 Minuten
4. Nani Roma (Mitsubishi) + 8:05 Minuten
5. Giniel de Villies (VW) + 8:51 Minuten
6. Hiroshi Masuoka (VW) + 9:30 Minuten
7. Luc Alphand (Mitsubishi) + 12:09 Minuten
8. Guerlain Chicherit (BMW) + 13:27 Minuten
9. Rousselot (Nissan) + 23:56 Minuten
10. Stephane Peterhansel (Mitsubishi) + 25:56 Minuten