Auch in Afrika sieht alles nach einem Duell zwischen Volkswagen und Mitsubishi aus. Bisher hatte VW das bessere Ende, wenn man das nach drei Etappen schon sagen kann. Der Südafrikaner Giniel de Villiers holte heute seinen ersten Etappensieg und damit den dritten für Volkswagen. De Villiers übernahm vor dem ersten Kontrollpunkt die Führung und verteidigte diese bis ins Ziel. Sein Teamkollege Carlos Sainz verteidigte mit seinem zweiten Platz die Führung in der Gesamtwertung. Der Spanier lag zu Beginn der Prüfung in der Tageswertung vorne, fiel aber zwischendurch auf Rang drei hinter Stéphane Peterhansel und de Villiers zurück. Auf den letzten Kilometern drehte er noch mal auf und fuhr auf den zweiten Rang vor. Ihm fehlten nur 25 Sekunden auf den Sieg.

Noch muss sich Mitsubishi anstrengen., Foto: Repsol
Noch muss sich Mitsubishi anstrengen., Foto: Repsol

Einen größeren Rückstand, nämlich mehr als drei Minuten, haben Stéphane Peterhansel und Luc Alphand. Die beiden vertreten den Titelverteidiger Mitsubishi an der Spitze und kamen auf den Plätzen drei und vier ins Ziel. Doch hinter ihnen trafen schon die beiden nächsten Volkswagen-Piloten ein. Mark Miller, der die Prüfung auf Rang fünf beendete, lag nach den ersten 35 Kilometern sogar in Führung. Sechster wurde der Fahrer aus dem VW-Kundenteam "Lagos", Carlos Sousa, der damit seine Führung in der Gesamtwertung abgeben muss.

Die Top-8 werden von den weiteren Mitsubishi-Fahrern Hiroshi Masuoka und Nani Roma abgeschlossen. Allerdings haben beide mehrere Minuten eingebüßt. Der Japaner hielt sich während der Prüfung auch in der Spitzengruppe auf, fiel dann aber durch einen Navigationsfehler weiter zurück.

BMW hat die Beobachterposition., Foto: X-Raid
BMW hat die Beobachterposition., Foto: X-Raid

Den Platz des Zuschauers bei diesem Zweierspiel hat das BMW X-Raid Team inne. Guerlain Chicherit kam heute wieder auf den neunten Rang vor seinem Teamkollegen Nasser Al Attiyah. Der Franzose hat acht Minuten eingebüßt und fällt deshalb in der Gesamtwertung zurück. Jutta Kleinschmidt kam auf die 20. Position. Völlig reibungslos verlief die Etappe für die Deutsche nicht. Es kam zu einem plötzlichen Brand im unter dem Auto. Zum Glück konnten Kleinschmidt und Thörner das Feuer schnell löschen und weiterfahren.

Was schon tragisch begann, hat jetzt ein Ende: Ellen Lohr ist raus aus der Rallye Dakar. Auf der Verbindungsetappe von der Prüfung nach Malaga ereilte sie ein Getriebeschaden. Der Renntruck war schon auf der Fähre und der Servicetruck auf einer anderen Route. Er machte sich zwar sofort auf den Weg zum havarierten Mercedes, kam aber zu spät. Eine Stunde später ist die Fähre abgefahren - keine Chance diese nach einer Reparatur zu erreichen. Das Team legt jetzt sein Hauptaugenmerk auf den Renn-Unimog.

So sieht die Konkurrenz Sainz., Foto: VW
So sieht die Konkurrenz Sainz., Foto: VW

Auch in der Gesamtwertung hat Volkswagen Motorsport weiterhin die Nase vorn. Carlos Sainz führt vor seinen Teamkollegen Giniel de Villiers und Carlos Sousa. Mark Miller liegt auf Platz fünf. Nur Stéphane Peterhansel konnte das Volkswagen Quartett sprengen. Auf den Plätzen sechs bis acht lauern Hiroshi Masuoka, Nani Roma und Luc Alphand. Die drei liegen innerhalb von 45 Sekunden eng zusammen. BMW ist zurzeit die drittstärkste Kraft. Mit Rang neun für Guerlain Chicherit und zehn für Nasser Al Attiyah warten sie auf ihre Chance in die Spitzengruppe vorzudringen. Chicherit fehlt nur eine Minute auf den vor ihm liegenden Luc Alphand. Jutta Kleinschmidt hat sich jetzt bereits auf den 23. Platz vorgearbeitet und hat noch eine Stunde Rückstand auf Platz eins.

Ergebnis 3. Etappe

Platz Fahrer (Fahrzeug) Zeit/Rückstand
1. Giniel de Villiers (VW) 02:46:12
2. Carlos Sainz (VW) + 0:25 Minuten
3. Stephane Peterhansel (Mitsubishi) + 3:18 Minuten
4. Luc Alphand (Mitsubishi) + 3:42 Minuten
5. Mark Miller (VW) + 3:55 Minuten
6. Carlos Sousa (VW) + 5:36 Minuten
7. Hiroshi Masuoka (Mitsubishi) + 5:40 Minuten
8. Nani Roma (Mitsubishi) + 9:18 Minuten
9. Guerlain Chicherit (BMW) + 9:20 Minuten
10. Nasser Al Attiyah (BMW) + 12:16 Minuten