Das war wahrlich ein Start mit Hindernissen! Er hat gezeigt, dass man schon auf der allerersten Etappe ein Riesenpech haben kann. Aber von vorn. Punkt 9:40 Uhr sind wir heute früh in Lissabon von der Startrampe gerollt. Die Begeisterung der Menschen hat schon etwas ganz Spezielles hier in Portugal. Egal, ob direkt beim Start, auf allen Autobahnbrücken zwischen Lissabon und Portimao, am Straßenrand und natürlich vor allem am Rand der Wertungsprüfung - überall jubelnde Menschen. Toll.

Wir waren ganz gut unterwegs, als "es" dann passierte: Im tiefen Sand einer Kurve stand ein Baumstumpf. Er war definitiv nicht zu sehen. Und er hat sich ganz exakt im Dreieck des unteren Querlenkers unseres M-Klasse-Prototypen verhakt. Der Untergrund war eigentlich insgesamt eher untypisch für Portugal - das war schon ein Vorgeschmack auf die Wüste in Afrika! Und es war bereits eine sehr, sehr anspruchsvolle Prüfung. Unser Problem war, dass es in diesem tiefen weichen Sand unglaublich schwer war, das Auto aus der Lage wieder zu befreien. Meine Beifahrerin Antonia und ich haben dafür etwa eindreiviertel Sunden gebraucht - und nebenbei gezeigt, dass wir echt anpacken können.

Riesenpech ist natürlich, dass wir dadurch gleich am allerersten Rallyetag so viel Zeit verloren haben. Aber wir hatten auch Glück im Pech, denn unser Rallyeauto ist unbeschädigt. Wir werden also morgen früh guter Dinge in die zweite Etappe starten. Die führt uns nach einer 67 Kilometer langen Wertungsprüfung dann in einer langen Schleife durch Spanien. In Malaga gehen wir auf die Fähre und dann heißt es: Afrika, wir kommen!