Zum 29. Mal treten die Teilnehmer zum Rennen durch Europa und Afrika an. Zum zweiten Mal war Lissabon der Startpunkt. Wie letztes Jahr ging die erste Etappe von der portugiesischen Hauptstadt nach Portimao. 117 Kilometer Prüfung und 464 Kilometer insgesamt galt es am ersten Tag zu bewältigen.

Die Dakar Organisation ASO sollte und wollte den Piloten keinen leichten Einstieg gönnen. Noch nicht mal in Afrika, trafen die Fahrer schon auf den ersten Sand und dabei ging die Strecke nicht einmal am Strand entlang. Dazu noch Korkeichenwälder. Insgesamt erinnerte die erste Etappe mehr an eine WRC-Strecke. Kleine Unfälle und Zwischenfälle waren zu erwarten und traten auch auf.

Alle VW-Fahrer ganz vorne!, Foto: VW
Alle VW-Fahrer ganz vorne!, Foto: VW

Volkswagen Motorsport hat sich den Gesamtsieg auf die Fahnen geschrieben und dominierte die erste Etappe. Alle fünf Race-Touaregs fanden sich an der Spitze wieder. Der Portugiese Carlos Sousa feierte einen sehr guten Einstand im Dakar Team von Volkswagen und entschied die erste Etappe für sich. Ihm folgen Giniel de Villiers, Carlos Sainz, Ari Vatanen und Mark Miller.

Überraschend gut platzierte sich das BMW X-raid Team. Guerlain Chicherit spielte seine WRC-Erfahrungen aus und platzierte sich damit sogar noch vor den Mitsubishis. Auf Platz neun findet sich der zweite BMW mit Nasser Al-Attiyah wieder. Pech hatte allerdings Jutta Kleinschmidt. Die Siegerin von 2001 wurde durch ein Elektronikproblem rund 30 Minuten zurückgeworfen. Wäre sie normal durchgekommen, hätte sie sich durchaus zwischen die Touaregs von Volkswagen Motorsport schieben können.

Mitsubishi wartet noch ab., Foto: Mitsubishi
Mitsubishi wartet noch ab., Foto: Mitsubishi

Noch eher zurückhaltend präsentierten sich die Mitsubishi. Nani Roma und Stephan Peterhansel erreichten die Plätze sieben und acht, Hiroshi Masuoka landete auf zehn, Luc Alphand sogar nur auf Platz 17. Dem Franzosen fehlen rund zehn Minuten auf die Spitze.

Eine gute Dakar-Premiere feierte der Franzose Yvan Muller. Der WTCC-Pilot landete mit seinem Buggy auf Rang elf. Jean-Louis Schlesser musste sich kurzfristig alleine auf den Weg machen. Ihm fehlten Sponsorengelder, um einen zweiten Buggy an den Start gehen zu lassen. Er beendete den ersten Tag auf dem 18. Rang.

Doch wir befinden uns erst in Europa, von daher haben diese Zahlen noch nicht viel zu sagen. Zumal es an der Spitze noch sehr, sehr eng zugeht. Vatanen und Sainz sind zum Beispiel zeitgleich über die Ziellinie gekommen und Nani Roma liegt nur eine Sekunde hinter Guerlain Chicherit. Die Etappe morgen bietet wieder Vorteile für die ehemaligen WRC-Piloten. Ein gutes Zeichen für Carlos Sainz und die beiden BMW-Fahrer Al-Attiyah und Chicherit.

Ergebnis 1. Etappe

Platz Fahrer (Fahrzeug) Zeit/Rückstand
1. Carlos Sousa (VW) 1:20:38
2. Giniel de Villiers (VW) + 2:31 Minuten
3. Carlos Sainz (VW) + 2:38 Minuten
4. Ari Vatanen (VW) + 2:38 Minuten
5. Mark Miller (VW) + 3:56 Minuten
6. Guerlain Chicherit (BMW) + 4:52 Minuten
7. Nani Roma (Mitsubishi) + 4:53 Minuten
8. Stephan Peterhansel (Mitsubishi) + 5:17 Minuten
9. Nasser Al Attiyah (BMW) + 6:00 Minuten
10. Hiroshi Masuoka (Mitsubishi) + 7:16 Minuten