Der Countdown läuft: Am Samstag beginnt die 29. Ausgabe der Rallye Dakar. Die beiden Favoriten sind bereit dafür: Sowohl VW als auch Mitsubishi haben die Technische Abnahme am Donnerstag problemlos hinter sich gebracht. Am Tag zuvor stand für VW noch ein letzter Roll-out auf dem Programm. Die Dakar beginnt am Samstag mit einer 117 Kilometer langen Wertungsprüfung südlich von Lissabon und endet am 21. Januar in Dakar im Senegal.

"Ich bin der Titelverteidiger und deshalb sagen viele, dass ich der Favorit bin und viel Druck haben werde, aber dem stimme ich nicht zu", betonte Luc Alphand vor dem Start in den Wüstenklassiker. "Ich fühle keinen Druck und werde mein Bestes geben. Wir haben ein tolles Team und können erneut gewinnen."

Ex-Dakar-Sieger Stephane Peterhansel freute sich derweil über eine zweiwöchige Pause, in der er sich ohne jeglichen Druck vorbereiten konnte. "Ich bin mit den Änderungen an der Route zufrieden; das wichtigste ist die Streckensicherheit." Gleich danach folgt die Konkurrenzfähigkeit des neuen Mitsubishi Pajero MPR13, die Hiroshi Masuoka hoch einschätzt. "Die Aufhängung, das Handling, alles ist besser."

Aber auch beim großen Herausforderer VW geht man optimistisch in die erste von insgesamt fünfzehn Etappen. "Wir sind gespannt auf die Rallye Dakar 2007. Wir wissen auch, dass wir uns verbessert haben. Wir haben die Logistik optimiert, die Piloten und Copiloten arbeiten besser zusammen, außerdem wurde der Race Touareg 2 konsequent weiter entwickelt", so Motorsportdirektor Kris Nissen. "Wenn wir unser Ergebnis aus dem vergangenen Jahr um nur einen Platz verbessern könnten, wären wir wirklich sehr zufrieden." Schließlich würde dies den Sieg bedeuten.

2006 fuhr Giniel de Villiers jenen 2. Platz für VW ein. Jetzt freut er sich auf die Neuauflage. "Das Team hat in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet, doch wir brauchen in den nächsten zwei Wochen auch viel Glück. Die Rallye wird hart, und die Konkurrenz ist sehr stark. Wir wollen versuchen, Druck auf unseren Hauptgegner Mitsubishi auszuüben. Natürlich sind nach unserem zweiten Platz 2006 die Erwartungen sehr hoch - schließlich möchte jeder im Team, dass am Ende ein blaues Auto vorne ist."

Für Ex-WRC-Star Carlos Sainz wird es die zweite Dakar. "Zwar habe ich jetzt mehr Erfahrung in der Wüste, bin aber trotzdem noch ein Neuling in diesem Sport", betont er. "Nachdem ich 2006 nach den ersten beiden Tagen vorne lag, möchte ich mir wieder auf den Prüfungen in Portugal eine gute Ausgangslage für die erste Afrika-Etappe schaffen." Mark Miller geht da schon aggressiver heran: "Mein Ziel ist, die Dakar 2007 zu gewinnen", sagt der Amerikaner. "Unser letzter Test in Tunesien war viel versprechend, das Auto ist schneller, Fahrwerk, Bremsen und Motor sind besser. Doch die Rallye Dakar 2007 wird schwierig, denn jeder gute Fahrer sitzt auch in einem guten Fahrzeug. Ich bin davon überzeugt, dass dies das hochkarätigste Starterfeld der Geschichte der Veranstaltung ist. Wenn man eine Dakar gewinnen will, sollte man bei dieser siegen. Noch nie war ich so auf ein Ziel fokussiert wie in diesem Jahr."