Für das BMW X-Raid Team verläuft die Zeit im Zeitraffer: Erst 2002 gründete Sven Quandt das Rennteam - und das gleich mit Erfolg. 2003 wurde man mit dem späteren Dakar-Sieger Luc Alphand Neunter in der Gesamtwertung der Rallye Dakar, ein Jahr später belegte man zusammen mit dem ehemaligen Skistar Platz 4 und gewann den FIA Marathonrallye-Weltcup mit Khalifa Al-Mutawei. 2005 siegte Miguel Barbosa in der portugiesischen Meisterschaft.

Innerhalb von 12 Monaten machte das BMW X-Raid Team den BMW X5 Rallye Raid startklar für einen Einsatz bei der Dakar. Das Fahrzeug wurde so stark wie möglich an den X5 angelehnt und besitzt Angaben des Teams zu Folge "moderne Technik und zahlreiche Innovationen".

Der vierradgetriebene BMW X5s wird von rund 270 PS aus einem Twin-Turbo-Motor befeuert. Einer der großen Vorteile des Aggregats ist der niedrige Spritverbrauch. Dies ermöglicht einen kleineren Tank, der während der langen afrikanischen Etappen einen Gewichtsvorteil von bis zu 200 kg mit sich bringt.

Vor seiner Zeit als X-Raid-Teamboss war Sven Quandt als Fahrer und Beifahrer aktiv und mischte in den 90er Jahren bereits beim GECO Raid Sport Team in der T1-Production Class mit. 1998 gewann er den T1 Marathon Cup mit einem Mitsubishi Pajero. Im selben Jahr holte das GECO Raid Team einen Dreifachsieg in der T1-Klasse der Paris-Dakar. Zwischen 2002 und 2004 war er Motorsportchef bei Mitsubishi. Dann begann sein schneller Aufstieg mit dem BMW X-Raid Team.