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McLaren - MP4-30

Diskussionsforum über Teams und Motoren in der Formel 1.
Beitrag Montag 9. Februar 2015, 22:28

Beiträge: 8027
Tja, das Lesen ist das Eine, das Verstehen immer noch das Andere... Wo sagt Allison dass er ein Auto baut das mehr zum Übersteuern neigt???
Was ist an der Aussage mit dem neutralen Auto nicht zu verstehen??? Auch Kimi wäre voll zufrieden wenn er ein neutrales Auto bekommt! Kimis Problem war/ist dass er bestimmte "Probleme" am Auto nicht so einfach "umfahren" kann wie es z.B. Alonso oder auch Hamilton können, die sich einfach auf bestimmte Situationen besser einstellen können. Sollte es Ferrari also gelungen sein anstatt der letztjährigen Gurke ein halbwegs ausbalanciertes Auto auf die Räder gestellt zu haben (was man gemeinhin als "verbessertes Fahrverhalten" bezeichnet - siehe Allison) wird dieses zweifellos auch besser zu "Kimis Fahrstil" passen - heißt aber noch lange nicht dass man es "speziell dafür" entwickelt hat!

Beitrag Dienstag 10. Februar 2015, 17:23

Beiträge: 39661
nachdem ich gestern schon die etablierten drei Hersteller unter die Lupe genommen habe, gibt's jetzt auch noch eine Analyse zum bisherigen Honda-Auftritt bei den Tests:

An vier Tagen spulte McLaren gerade einmal 350 Kilometer ab, nachdem man schon im November in Abu Dhabi einen wahren Stotterstart erlebte. Wie fundamental sind die Probleme beim neuen Partner und Rückkehrer Honda wirklich? Es gibt positive und negative Indizien.

Auch die anderen Hersteller erlebten bei den ersten Probefahrten mit den V6-Turbo-Hybrids vor einem Jahr eine faustdicke Überraschung, als sie die Boliden kaum zum Laufen brachten. Jetzt ergeht es Honda genauso. Mit einem Unterschied: Renault hatte 2014 beispielsweise vor allem Probleme mit dem Temperatur-Management. Immer wieder musste Red Bull Teile der Verkleidung wegschneiden, damit der Antriebsstrang besser gekühlt werden konnte. Bei Honda gibt es derartige Schwierigkeiten offenbar nicht. Hier scheinen die einzelnen Steuergeräte nur noch nicht richtig miteinander zu kommunizieren. Das lässt sich normalerweise leichter beheben.

Soweit die positiven Signale. Aber es gibt auch schlechte Indizien. Honda müsste eigentlich weiter sein, als die Hersteller vor einem Jahr. Partner McLaren arbeitete 2014 mit Mercedes zusammen, dem Klassenprimus. Die eine oder andere bedeutende Information erlebte man da aus erster Hand mit. Honda konnte anscheinend davon nicht profitieren, oder wollte es auch nicht. Aus dem Umfeld der Japaner hört man, man wollte alles etwas anders machen. Der McLaren MP4-30 zeigt sich im Heckbereich wesentlich schmaler als der Vorgänger, man ging offenbar ein großes Risiko ein.

Honda will noch mehr nachbessern dürfen


Auch hat Honda anders als Mercedes, Renault und Ferrari im Vorjahr bereits in Abu Dhabi testen können – und für die Auswertung der ersten Testdaten damit zwei Monate Zeit. Im Januar absolvierte man den ersten von zwei Filmtagen in Silverstone, an denen man 100 Kilometer fahren darf, mit gewissen Einschränkungen. Den zweiten will man auch schon aufbrauchen, am 18. Februar in Barcelona.

Wegen den Problemen mit Honda will McLaren-Chef Ron Dennis wieder eisern Politik betreiben. Er konnte ja bereits durchboxen, dass auch Honda als Neueinsteiger anders als vom Reglement vorgesehen während der Saison weiterentwickeln darf. Bisher einigte man sich darauf, dass Honda den Mittelwert an Tokens zugestanden bekommt, den sich die anderen Hersteller noch für die Saison aufheben. Dennis will nun noch mehr: Er will die Höchstzahl an Tokens, die ein Hersteller aufspart.

Die Rundenzeiten von McLaren waren bei den Jerez-Tests beängstigend. Jenson Button war 6,8 Sekunden, Fernando Alonso gar 14,7 Sekunden langsamer als die Spitze. Mclaren sagt, man war noch nie unter Volllast unterwegs. Das ist einerseits ein gutes Zeichen, weil man davon ausgehen darf, dass McLaren also durchaus noch flotter sein wird, andererseits ist es aber auch ein schlechtes Zeichen, weil unter Volllast auch weitere Probleme auftauchen können – vielleicht auch im schwierigen Bereich des Temperatur-Managements.

Kein Angebot an Horner

Eine gute Nachricht gibt es dennoch für die Fans: Bei den Tests war der Honda-Motor lauter als die Triebwerke der Konkurrenz. Das könnte etwa am Turbolader von IHI liegen. Die Motoren wurden aber wohl allgemein etwas lauter, wegen Veränderungen am Auspuffsystem.

Dennis räumte kürzlich indes noch mit zwei Gerüchten auf: Erstens hätte es kein Angebot an Christian Horner gegeben. Angeblich sollte er als Teamchef von Red Bull zu McLaren wechseln. Zweitens ist auch ein Transfer von Fernando Alonso zu Mercedes für 2016 ausgeschlossen, weil der Spanier keine Ausstiegsklausel im Vertrag verankert haben soll.

Beitrag Mittwoch 11. Februar 2015, 15:37

Beiträge: 179
Nochmal zum Auslegen eines Rennwagens:
Es gibt technisch gesehen ein Optimum was das Fahrverhalten eines Fahrzeugs betrifft. Dieses wird man aber in der Realität nie erreichen. Zum einen, weil Werkstoffe nicht beliebig steif sind und man einfach sehr viele Zielkonflikte hat, zum anderen weil die Simulationen die Realität eben auch nicht perfekt abbilden können.
Letztlich wird ein Auto konstruiert und im Verlauf sowie nach der Fertigstellung geschaut, wo die Unzulänglichkeiten sind. Dann kann man daran noch weiter rumoptimieren. Meist geht aber mit der Verbesserung in einem Bereich eine Verschlechterung in einem anderen einher. Oft genug führt auch eine vermeintliche Verbesserung zu einer Verschlechterung in allen Bereichen.

Wenn man jetzt festgestellt hat, dass sowohl Kimi als auch Seb auf nicht optimales Fahrzeugverhalten in einer bestimmten Situation besonders allergisch reagieren bzw. aus optimalem Fahrverhalten an der Stelle überdurchschnittlich viel Zeit rausholen, dann kann man bei den Optimierungen einen Fokus darauf legen.
Das bedeutet aber meist, dass der Bereich eh schon echt richtig schlecht war (was beim F14-T jetzt niemanden wundern sollte) und man daran generell arbeiten sollte.

Mit das wichtigste bei einem Rennwagen ist das vorhersehbare und konsistente Verhalten. Selbst wenn das Auto in einem Bereich schlecht ist, ist es für den Fahrer halbwegs zu managen, wenn das ganze vorhersehbar ist. Wenn man wiederum nicht weiß, was das Fahrzeug bei einem gegebenen Fahrzustand und Fahrerinput macht, dann ist's vorbei. Genau das hat ja auch Seb am RedBull, insbesondere am BBW, letztes Jahr bemängelt.

Fakt ist also, dass man grundsätzlich versucht ein optimales Fahrzeug zu bauen und, wenn überhaupt, nur die Optimierungen eines eher schlechten Chassis zuerst an den Stellen angreifen lässt, die fahrerspezifisch wichtig sind. Das würde ich aber mehr unter der Saison sehen als bei einem neuen Fahrzeug für die nächste Saison. Da kann man dann die großen Schritte machen die das Fahrzeug insgesamt verbessern. Auswirkungen der quick fixes fließen dabei natürlich in die Entwicklung mit rein.

Zu den aktuellen Problemen bei McLaren Honda:
Der Bereich des Thermomanagements ist in meinen Augen nicht kritisch. Ob man Volllast oder nur höhere Teillast fährt ist für das Validieren der Simulationen total egal. Der gesamte Raum unter der Verkleidung wird bei so einem Test, insbesondere nach Renaults Erfahrungen im letzten Jahr, einfach mit Thermoelementen vollgepflanzt und dann sieht man ganz genau, wie sich das ganze verhält. Die Unterschiede zwischen Teil- und Volllast sind auch sehr sehr leicht zu skalieren. Interessant ist vor allem, ob das ganze grundsätzlich so funktioniert, wie man sich das vorgestellt hat und ob man irgendwo eine Wärmequelle oder -senke übersehen hat und das zu Problemen führt. Genau das war ja bei RedBull im letzten Jahr der Fall.
Ließe sich das ganze nicht sinnvoll skalieren, wären die Tests im kalten Jerez für das Thermomanagement ja komplett hinfällig.
Die Zeiten halte ich beim jetzigen Stand für vollkommen irrelevant. Selbst wenn sie 50 Sekunden daneben hingen wäre es unter den gegebenen Umständen egal. Man kann zur Zeit noch nicht das Potential der PU ausschöpfen und genau das ist jetzt einfach das Ziel. Wenn man mal eine Runde am Anschlag fahren kann, dann wird's interessant.
Die meisten Probleme die unter Volllast auftreten können, kann man übrigens auf Prüfständen wunderbar nachfahren. Interessant wird es im hochdynamischen Bereich und bei "ungewöhnlichen" Fahrzuständen bzw. Input-Kombinationen. Man kann als Ingenieur einfach nicht alles Testen, was die blöden Fahrer in der Karre auf der Strecke machen ;)

Wie schon gesagt, würde ich Honda noch nicht abschreiben. Bislang sehen die Probleme nach den üblichen "teething troubles" aus, nicht mehr und nicht weniger. Jetzt kommt es darauf an, dass man diese schnell und nachhaltig beheben kann. Und genau das ist von außen relativ schwer zu beurteilen. Alles was offiziell bekannt gegeben wurde, hört sich nach vergleichsweise simplen Problemen an. Wobei zB das Wasserleck durchaus auch komplexe Ursachen haben könnte. Dann wäre es aber wahrscheinlich nicht so schnell behoben gewesen.

Beitrag Mittwoch 11. Februar 2015, 18:34

Beiträge: 8027
Na mal schauen ob er Dir mehr glaubt als mir - oder wie lange es dauert bis das Märchen mal wieder hervorgezerrt wird... Auf jeden Fall schön ausführlich und detailliert erklärt!
Auch Deine Einschätzung zu Honda sehe ich ähnlich - wobei es für mich schon ein wenig unprofessionell wirkt wie große Automobilfirmen ein solches Millionenprojekt angehen. Ich weiß nicht ob man sich da im Allgemeinen zu sehr auf Prüfstände und Simulationen verläßt - aber ich hätte wohl schon irgendwie versucht so ein Ding in ein Formel Nippon Chassis zu basteln und ein paar Tage mit 80% in Suzuka im Kreis zu fahren - und wenn's bloß wäre um mir diesen anfänglichen Negativ-Kick zu ersparen...

Beitrag Mittwoch 11. Februar 2015, 22:15

Beiträge: 39661
Früher hat man das öfter gemacht das stimmt. Vielleicht liegts am enger gestrickten Reglement, das ja viele Sachen in Sachen Tests verbietet (sollte hier nicht das Problem sein), vielleicht liegt's an der Komplexität der heutigen F1-Technik, vielleicht liegt's aber auch daran, dass man lieber noch ein paar Wochen länger entwickelt um auf den neuesten Stand zu sein, als zu früh schon zu testen.

Beitrag Donnerstag 12. Februar 2015, 02:14

Beiträge: 179
Ein bisschen von allem würde ich vermuten.
Letztlich ist es immer ein Trade-Off Szenario. Wenn man länger entwickelt, sind die Teile besser. Wenn man früher anfängt zu testen, sind die Teile zuverlässiger.
Im Allgemeinen gilt im Motorsport aber nach wie vor die Aussage "Es ist einfacher ein schnelles Auto zuverlässig zu machen als ein zuverlässiges schnell."
Das Einbauen der ganzen Sachen in ein anderes Chassis wäre mit einem immensen Zeitaufwand verbunden und hätte nur sehr sehr beschränkte Vorteile. Man müsste die komplette Motor- und Getriebeanbindung inklusive Antriebswellen usw. vom weißen Blatt Papier aus neu gestalten. Wenn man dann auch noch einen modernen Formel-Wagen als Plattform benutzt, muss man auch das Fahrwerk noch komplett neu auslegen und bauen (Fahrwerk ist ja am Getriebe angebunden), was vom Package her bestimmt erstmal nicht passen wird. Ebenso müsste der Kabelbaum vermutlich komplett neu, da man einfach ne Menge Knöpfe am Lenkrad braucht, noch ein Haufen zusätzlicher Steuergeräte dazu kommt etc.
Realistisch sitzt man da mehrere Wochen dran mit nem Team von 10-15 Leuten, selbst wenn man rund um die Uhr arbeitet und alles nur nach dem Motto "muss irgendwie funktionieren und nicht auseinanderfallen, scheiß auf Gewicht und Performance" designt. Damit steckt man dann die Zeit wirklich lieber in die Entwicklung des echten Autos. Wenn man unbedingt Testen möchte, nimmt man sich halt nen Filmtag.
Die wirklich wesentlichen Probleme findet man übrigens auch sehr wunderbar auf modernen Prüfständen hinaus. Die Möglichkeit den Motor samt Getriebe, Hybridsystem und Teilkabelbäumen aus dem Fahrzeug sollte jeder Hersteller auf einem Prüfstand aufbauen können. Andererseits hat Renault das letztes Jahr nicht auf die Reihe bekommen, was für mich nach wie nicht im geringsten nachzuvollziehen ist.
Was man auch machen kann, wenn man wie Ferrari zB das Geld investiert, ist ein Rollenprüfstand, auf dem das fertige Auto (oder zumindest der hintere Teil) steht und die Kühlung per Gebläse realistisch angeströmt wird (anders als auf einem Powertrain-Prüfstand, wo das Kühlwasser und Öl üblicherweise konditioniert wird und auf alles andere gezielt Gebläse gerichtet werden). Das ist wiederum selbst für F1 Standards sehr teuer und allein die Inbetriebnahme von so einem Prüfstand ist realistisch nicht in unter nem Monat zu machen, egal wieviel Geld man auf den Tisch legt (normal sind eher so 3-4). Inbetriebnahme heißt, dass die gesamte Hardware aufgebaut ist, nur noch Fehlerbehebung, Kalibrierung, Einrichtung der vorgefertigten Software usw.
Letztlich kann man alles, was einem die Saison komplett vermiest auf vergleichsweise preiswerten, und im Regelfall bei Motorsportabteilungen vorhandenen, Prüfständen abprüfen. Sachen wie EMV-Verträglichkeit und Probleme auf nem Bus oder mit der Temperatur von Steuergeräten lassen sich nur recht schwer ohne Fahrzeug reproduzieren und sind andererseits mit den passenden Tools und guten Leuten oft vergleichsweise gut und schnell an der Strecke zu beheben.
Das sieht immer blöd aus und man wird in der Presse und von Leuten die den Ablauf eines solchen Projekts nicht kennen als ähm... hingestellt. Das ändert aber nichts daran, dass das die sinnvolle Herangehensweise ist. Damit ist der Test für McLaren Honda sicher nicht toll gelaufen. Mit etwas Glück oder mehr Erfahrung auf dem Bereich wären die Probleme nicht aufgetreten und man hätte mehr machen können, was auf jeden Fall besser gewesen wäre. Es war aber etwas, womit sie, und sicherlich auch die anderen Teams und viele viele Fachleute, gerechnet und geplant haben.

Beitrag Samstag 14. Februar 2015, 12:47

Beiträge: 4337
Hier Leute, hab ich im Netz gefunden, der neue McLaren Honda im Retro Style. Quelle unbekannt, es wird nur von einem Virus gewart wenn man das Bild runterladet. Ich bins umgangen & habs trotzdem Heruntergeladen, ohne Probleme. Hier Bitte.

Bild
Bin nicht weg ... aber auch nicht da.

Beitrag Samstag 14. Februar 2015, 16:20

Beiträge: 39661
Ist aber leider nur eine Fan-Version :wink:

Beitrag Donnerstag 19. Februar 2015, 06:30

Beiträge: 4337
Egal Michael von wem das ist, schaut net schlecht aus diese Lackierung :wink:
Bin nicht weg ... aber auch nicht da.

Beitrag Donnerstag 19. Februar 2015, 14:38

Beiträge: 39661
Das stimmt natürlich, nur wird sie leider so nicht kommen. :(

Beitrag Sonntag 22. Februar 2015, 23:30

Beiträge: 19558
Komisch dass McLaren nichts konkretes zur Unfallursache bei Alonso sagt. Auch komisch, dass sie trotz der relativ leichten Beschädigungen am Auto nicht wieder auf die Strecke gegangen sind mit Button am Nachmittag.

Auf dieser sowie der Konkurrenzseite wird jedenfalls geschrieben, dass McLaren wohl gute Gründe hat nicht in Details zu gehen. Sei es nun Unklarheit oder ein grundlegendes Problem mit der Technik.

Laut Zeugenaussagen war Alonso jedenfalls nicht schnell und deutlich unterm Limit....
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Beitrag Sonntag 22. Februar 2015, 23:37

Beiträge: 39661
In der Tat ist das alles irgendwie seltsam. Aber ich freu mich jetzt einfach mal, dass Alonso relativ unbeschadet den Zwischenfall überstanden hat

Beitrag Montag 23. Februar 2015, 18:51

Beiträge: 19558
Okay jetzt gab es ein Statement von McLaren.

Es war demnach ein Fahrfehler, vermutlich gepaart mit einer starken Windböe....
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Beitrag Dienstag 24. Februar 2015, 11:43

Beiträge: 39661
Komisch aber, dass Alonso dann so langsam unterwegs war. Passt irgendwie nicht zu Vettels Darstellungen...

Beitrag Dienstag 24. Februar 2015, 16:45

Beiträge: 1039
MichaelZ hat geschrieben:
Komisch aber, dass Alonso dann so langsam unterwegs war. Passt irgendwie nicht zu Vettels Darstellungen...


Nicht unbedingt, wenn er den fahrfehler in Turn 2 gemacht hat, kommt er schlecht aus der Kurve raus, dadurch weniger Geschwindigkeit und dann die starke Windboe in Turn 3.

Beitrag Dienstag 24. Februar 2015, 19:20

Beiträge: 2662
Der Wind, der Wind, das himmlische Kind....

Ich weiß nicht. Ich betrachte die Aussagen bezüglich des Alonso-Unfalls
mit großer Skepsis. Will sagen: ich glaube nicht an das, was uns da erklärt wird.
Irgendwas ist da ziemlich im argen, und man kann/darf es nicht der Öffentlichkeit preisgeben.
Da paßt es auch ganz gut ins Bild, das Fernando sich nicht erinnern kann/darf....oder wie ihr wollt.
Wenn McLaren-Honda an den letzten Tests ab Donnerstag nicht mehr teil nimmt, dann wißt ihr bescheid.
Irgendwas versucht man doch zu vertuschen.

Nebenbei: ich kuriere gerade meine Grippe aus. Bin auf dem weg der Besserung.
Hab richtig übelst flach gelegen. So mit allem drum und dran.
War also ein scheiß Geburtstag den ich letzte Woche Donnerstag erlebt habe.
Den ihr übrigens alle vergessen habt. Ich war so sauer und enttäuscht darüber,
das ich nur gedacht habe....was sind das alles HONKS hier im Forum....
:lol: :lol:
BildBild

Beitrag Dienstag 24. Februar 2015, 19:54

Beiträge: 19558
@Kay: Herzlichen Glückwunsch nachträglich und gute Besserung! :D)

Zum Alonso-Unfall:

Auf AMS ist ein guter Bericht dazu. Demzufolge dürfte die Darstellung von McLaren korrekt sein, auch wenn sie ziemlich spät kam.

Alonso soll vor dem ersten Einschlag noch bei Bewusstsein gewesen sein, denn er hat gebremst, gelenkt und sogar runter geschaltet. Durch den ersten Einschlag soll er dann kurz bewusstlos gewesen sein und es kam zu einen weiteren Einschlag.

Sicher bleibt ein gewisser Beigeschmack, denn wir Fans können die Telemetriedaten nicht einsehen und müssen glauben, was McLaren sagt. Merkwürdig ist auch, dass es wohl TV-Bilder aus 2-3 Perspektiven gibt, diese aber nicht veröffentlicht werden.
Zuletzt geändert von formelchen am Dienstag 24. Februar 2015, 20:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag Dienstag 24. Februar 2015, 20:05

Beiträge: 2662
formelchen hat geschrieben:
@Kay: Herzlichen Glückwunsch nachträglich
Nö, zu spät.... :lol:

formelchen hat geschrieben:
...und gute Besserung! :D)
Danke.

Zu Alonso: ich bleib dabei. Alles nicht ganz koscher. Irgendwas ist da faul.
So zumindest meine Vermutung. (welche ja nicht richtig sein muß)
BildBild

Beitrag Mittwoch 25. Februar 2015, 19:01

Beiträge: 19558
Der_KaY hat geschrieben:
Zu Alonso: ich bleib dabei. Alles nicht ganz koscher. Irgendwas ist da faul.
So zumindest meine Vermutung. (welche ja nicht richtig sein muß)



Hm ja, so langsam bekomme ich auch wieder größere Zweifel an der McLaren-Aussage. Allein die Tatsache, dass Alonso 3 Nächte im Krankenhaus war und es bisher keine TV-Bilder gibt, finde ich schon sehr auffällig...
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Beitrag Donnerstag 26. Februar 2015, 08:54

Beiträge: 179
formelchen hat geschrieben:
Der_KaY hat geschrieben:
Zu Alonso: ich bleib dabei. Alles nicht ganz koscher. Irgendwas ist da faul.
So zumindest meine Vermutung. (welche ja nicht richtig sein muß)


Hm ja, so langsam bekomme ich auch wieder größere Zweifel an der McLaren-Aussage. Allein die Tatsache, dass Alonso 3 Nächte im Krankenhaus war und es bisher keine TV-Bilder gibt, finde ich schon sehr auffällig...


Also bei einer Gehirnerschütterung und evtl. Schleudertrauma wundert mich die Zeit im Krankenhaus nicht ganz so sehr.
Gerade die Gehirnerschütterung kann einen je nach Stärke schon einige Tage massiv einschränken, bei meiner heftigsten war ich auch mehrere Tage nur im Bett und erst nach so 1-1,5 Wochen wieder sinnvoll klar im Kopf und für mehr als nur ein paar Stunden zu gebrauchen. Und da war ich 12, also mit vermeintlich besserer Heilung als jetzt...
Auch ein Schleudertrauma bzw. jede Weichteilverletzung/-versteifung in der Halswirbelsäule ist extrem unangenehm und geht oft nicht ganz so schnell weg.
Tendenziell tut nach so einer Verletzung jede schnellere Bewegung des Kopfes weh und ist auch schädlich für das Gehirn.

Man muss auch bedenken, dass das ganze in Spanien ist. Ich weiß jetzt nicht wie weit das von Alonsos Heimat ist, aber grundsätzlich dürfte er da etwas weniger Drang haben so schnell wie möglich abzuhauen. Außerdem gibt es nicht den krassen Zeitdruck wie vielleicht während der Saison.

Die Informationspolitik von McLaren wiederum ist wirklich sehr sehr merkwürdig. Die schießen sich ja selber ins Knie damit, verstehe ich überhaupt nicht. Ich glaube nicht, dass Alonso ein körperliches Problem vor dem Crash hatte oder irgendwas mit ERS oder so passiert ist. Das wäre doch irgendwie eine recht plumpe Lüge von McLaren dann. Warum es keine Bilder gibt von der FIA kann ich nicht wirklich verstehen. Man müsste zumindest sagen, dass es die gibt und dass man sich die angeschaut hat und es bestätigen kann. Dass man die nicht zwingend zeigen möchte, gerade von McLaren aus, ist aber auf menschlicher Ebene auch zu verstehen. Das gehört sich nicht wirklich. Zumindest sollte vorher Alonso fit sein und das ganze freigeben müssen. Vielleicht ist das ja noch nicht geschehen, wer weiß. Aber da kann man auf jeden Fall besser mit der Öffentlichkeit kommunizieren.

Mal als Ausschlag in die etwas andere Richtung ;)
Krankenhausaufenthalt wie gesagt nicht allzu besonders, Informationspolitik von McLaren und FIA unglücklich und misstrauenserregend, nicht nachzuvollziehen.

Beitrag Montag 16. März 2015, 21:42

Beiträge: 19558
Plötzlich backen McLaren und Honda deutlich kleinere Brötchen als vor wenigen Monaten.

Aufgrund dieser Situation erwartet Boullier bald einen größeren Sprung. "Ab wann wir ordentliche, konkurrenzfähige Ergebnisse einfahren können weiß ich aber noch nicht", musste der Franzose zugeben. Doch will Boullier die schlechte Leistung nicht nur auf das Auto schieben. "Ich glaube nicht, dass wir ein siegfähiges Auto haben und uns nur der Motor daran hindert", gibt er offen zu. Das Auto sei noch ein Konzept und benötige noch einige Monate zur Entwicklung.

Yasuhisa Arai, Chef des Honda-Motorenprogramms, ist zuversichtlich, das die Schwierigkeiten gelöst werden können, will aber auch keinen Zeitplan nennen: "Wir wissen was die Probleme sind und können sie Schritt für Schritt lösen. Ein Zieldatum gibt es aber nicht."


Die Realität kann so hart sein....
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Beitrag Dienstag 17. März 2015, 01:35

Beiträge: 2591
Förmchen, jetzt mach doch mal eine kleine Pause und lass die Mclaren Jungs mal machen :D)

Button sagte, der Wagen sei gut zu fahren gewesen und sie waren in Australien bei der Abstimmung des Motors, Spritverbrauch, elektrische Komponenten etc. In der Ruhe liegt die Kraft mein Freund. Vettel wir eh nix mit Ferrari reißen, das kannst du dir abschminken eher Alonso mit Mclaren :lol:

Die sind mit geringer Leitung gefahren, das musst du doch schon an der Motordrehzahl herausgehört haben... Einem Experten, wie dir müsste das doch sofort auffallen.

Also ich hab keine Eile... wenn die bis zur Saisonmitte mit Ferrari und Williams Kämpfen können, wäre das schon klasse.
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 07:31

Beiträge: 19558
formel@ hat geschrieben:

Also ich hab keine Eile... wenn die bis zur Saisonmitte mit Ferrari und Williams Kämpfen können, wäre das schon klasse.


Klar, Ferrari und Williams stellen die Entwicklung so lange ein, bis McLaren-Honda aufgeholt hat. :lol:
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Beitrag Dienstag 17. März 2015, 13:58

Beiträge: 39661
Das Honda-Debakel:

Im Qualifying fehlten mehr als 16 Stundenkilometer in der Topspeedwertung und fast fünf Sekunden auf der Uhr auf Mercedes-Star Lewis Hamilton: Das Comeback-Rennen von Honda mit McLaren war ein Debakel. Scheinbar hat man Probleme mit den hohen Temperaturen gehabt.

Besonders hart traf es Kevin Magnussen. Er ist nur für den Australien-GP als Fahrer vorgesehen gewesen. Bis Malaysia sollte Stammfahrer Fernando Alonso wieder einsatzbereit sein. Magnussen kam aber nicht mal in die Startaufstellung. Er musste seinen McLaren Honda eine halbe Stunde vor Rennbeginn mit qualmendem Heck abstellen!

Auch Daniil Kvyat (Getriebe) und Valtteri Bottas (Rückenschmerzen) starteten das Rennen erst gar nicht. So etwas gab es zuletzt beim USA-GP 2005, als gleich alle 14 von Michelin bereiften Fahrer nach der Einführungsrunde aus Sicherheitsgründen das Rennen aufgaben. Beim Belgien-GP 1998 mussten nach dem größten Massenunfall der F1-Geschichte Rubens Barrichello (Stewart Ford), Olivier Panis (Prost Peugeot), Mika Salo (Arrows) und Ricardo Rosset (Tyrrell Ford) beim Re-Start passen. Beim Spanien-GP 2002 fehlten die beiden Minardi-Fahrer Mark Webber und Alex Yoong wegen eines Problems mit dem Heckflügel und Rubens Barrichello wegen Getriebeschadens. Doch den letzten vergleichbaren Fall gab es 1982 beim Grand Prix in Las Vegas, als Ferrari-Pilot Patrick Tambay krank, Roberto Guerrero Probleme mit dem Ford-Motor in seinem Ensign hatte und Osella-Pilot Jean-Pierre Jarier crashte.

Aber auch, wenn man das bisher letzte schlechtere Quali-Ergebnis von McLaren suchen will, muss man weit in die Geschichte zurück: Beim Monaco-GP 1983 konnten sich Niki Lauda und John Watson damals nicht qualifizieren! Im Rennen sah es dann für McLaren etwas besser aus: Jenson Button kam wider Erwarten über die Distanz, seine Schnelle Rennrunde war nur noch 2,4 Sekunden langsamer als die von Lewis Hamilton und bei der Höchstgeschwindigkeit fehlten nur noch rund zehn km/h. Aber auch das ist natürlich nicht der Anspruch von McLaren und Honda.

Offenbar ginge es aber auch schneller. Nur hat man derzeit noch Probleme mit den hohen Außentemperaturen. Der Honda-Motor wurde daher nicht voll ausgedreht, sondern etwas gedrosselt. Für den Malaysia-GP sind das keine guten Vorzeichen: Da werden nochmal gut und gerne zehn Grad höhere Außentemperaturen erwartet. Man arbeitet fieberhaft an den Problemen: In Australien wurde bereits einer von zwei Joker zur Brechung der Sperrstunden-Regeln gezogen. So konnten die Mechaniker länger am Auto arbeiten.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 21:46

Beiträge: 19558
Interessant finde ich, dass der Honda-Motor deutlich kompakter sein soll als die der Konkurrenz. Deshalb überhitzt der Motor derzeit noch und bringt damit auch Teile zum Schmelzen.

Auch der Sound soll sich deutlich unterscheiden von den anderen Motoren.



Offenbar geht man radikale Wege und damit natürlich auch hohes Risiko. Das ist einerseits mutig, kann allerdings auch mittelfristig ordentlich nach hinten losgehen, wenn man die Probleme nicht in den Griff bekommt.

Wenn Honda das Ding zuverlässig bekommt und die Leistung des Motors auch passt, könnte McLaren sicher weiter vorne landen. Vor allem hat man durch den kompakten Motor offenbar auch aerodynamisch mehr Spielraum als die anderen Teams.

Button verteidigt den Ansatz von McLaren-Honda. Klar, was soll er auch anderes sagen?!

Jenson Button, der schon in den Jahren 2003 bis 2008 mit Honda zusammenarbeitete, verteidigt die aggressive Strategie des japanischen Antriebsherstellers. "Honda hätte vielleicht einen Motor bauen können, der besser ist als der, den wir im Moment haben. Dann wäre es aber nicht möglich gewesen, die führenden Hersteller in Zukunft herauszufordern. Mit diesem Motor können wir das schaffen", ist der Routinier aus Großbritannien überzeugt.

Laut Button müsse man dem Projekt McLaren-Honda einfach Zeit geben. "Das gesamte Team würde nicht derartige Anstrengungen unternehmen, wenn wir nicht daran glauben würden", verweist der Weltmeister des Jahres 2009 auf den Arbeitseifer im japanischen Sakura und im britischen Woking.

Die Leute von Honda seien "nicht zurückgekommen, weil sie dafür bezahlt werden, sondern weil der Rennsport ihre Leidenschaft ist. Sie freuen sich genauso auf die Zukunft wie ich es tue", sagt Button

Beim Saisonauftakt am vergangenen Wochenende in Melbourne sah Button überraschend die Zielflagge und auch die beim zweiten Saisonlauf in Sepang zu erwartende Hitzeschlacht macht ihm keine Sorgen. "Wir haben zwei Wochen Zeit, um ein paar Teile hinsichtlich der Kühlung zu verbessern. Was das Thema Kühlung beim nächsten Rennen betrifft, bin ich unbesorgt", so der McLaren-Pilot.



Es bleibt auf jeden Fall spannend, ob und wie schnell Honda sich steigert. Die Leistung kann man bisher ja kaum beurteilen....
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