Ein Elektro-SUV für unter 20.000 Euro? Geely macht genau das jetzt möglich. Der neue E2 kann in Deutschland ab sofort reserviert werden und soll ab September ausgeliefert werden. Der Einstiegspreis liegt bei 19.990 Euro. Damit greift der Chinese direkt die günstige Elektro-Klasse an, allen voran Modelle wie den BYD Dolphin Surf.

Dabei ist der E2 keineswegs ein unbekanntes Experiment. In China wird das Modell als Galaxy Xingyuan verkauft und hat dort bereits beeindruckende Verkaufszahlen erreicht. 2025 wurden laut den vorliegenden Marktdaten 465.775 Exemplare verkauft. Damit war der Geely das meistverkaufte Elektroauto Chinas. Auch im ersten Halbjahr 2026 blieb er mit rund 194.000 Einheiten an der Spitze.

Geely, e2
Foto: Geely

Klein, aber kein Kleinstwagen

Mit einer Länge von 4,14 Metern bewegt sich der E2 eher in der Größenordnung eines Renault 4 als eines klassischen Kleinstwagens. Der Radstand beträgt 2,65 Meter, der Kofferraum fasst 375 Liter und wächst bei umgelegter Rückbank auf bis zu 1.320 Liter. Zusätzlich gibt es einen 70 Liter großen Frunk.

Geely, e2
Foto: Geely

Optisch präsentiert sich der Geely eher rundlich als aggressiv. Auffällige Elemente sind die dreieckig abgerundeten Scheinwerfer und die versenkten Türgriffe. Unter der Karosserie steckt die Global Smart New Energy Architecture (GEA).

Ungewöhnlich für diese Preisklasse: Der E2 hat Heckantrieb. In der Basisversion leistet der Elektromotor 60 kW beziehungsweise 82 PS und 150 Nm. Der Sprint auf 100 km/h dauert 14,2 Sekunden, bei 130 km/h ist Schluss.

Geely, e2
Foto: Geely

Die stärkere Variante kommt auf 85 kW beziehungsweise 116 PS und benötigt 11,5 Sekunden für den Standardsprint. Auch hier beträgt die Höchstgeschwindigkeit 130 km/h.

Bis zu 345 Kilometer Reichweite

Geely bietet zwei LFP-Akkus mit 35,4 und 47,1 kWh an. Damit sind nach WLTP 252 beziehungsweise 345 Kilometer möglich. Die größere Batterie ist ab 23.990 Euro erhältlich. Die Basisversion mit kleinem Akku kostet 19.990 Euro. Darüber rangiert das Topmodell Ultra für 26.990 Euro.

Geely, e2
Foto: Geely

Beim Laden zeigt sich allerdings die größte Schwäche des E2. Gleichstrom ist mit maximal 60 beziehungsweise 80 kW möglich. Von zehn auf 80 Prozent soll der Ladevorgang jeweils rund 26 Minuten dauern. Das ist für ein neues Elektroauto kein besonders beeindruckender Wert.

Wer hauptsächlich zu Hause lädt, dürfte damit weniger Probleme haben. Die vollständige AC-Ladung dauert laut Geely je nach Akku 5,3 beziehungsweise 7,1 Stunden.

Viel Auto für wenig Geld

Innen versucht der E2 dagegen, nicht wie ein Billigauto zu wirken. Ein 14,6-Zoll-Touchscreen dominiert das Cockpit, dazu kommt ein 8,8-Zoll-Instrumentendisplay. Je nach Ausstattung gibt es unter anderem Klimaautomatik, Ambientebeleuchtung, kabelloses Smartphone-Laden, eine elektrische Heckklappe und ein Soundsystem mit sechs Lautsprechern.

Geely, e2
Foto: Geely

Auch bei der Sicherheit fährt Geely groß auf. Sieben Airbags und moderne Assistenzsysteme sollen die Voraussetzungen für fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest schaffen. Eine V2L-Funktion ist ebenfalls an Bord.

Konkurrenz für BYD und Dacia?

Der spannendste Gegner dürfte der BYD Dolphin Surf sein. Der Geely startet offiziell günstiger, allerdings wird der BYD derzeit ebenfalls mit Rabatt angeboten. Der Dolphin Surf ist zudem rund 15 Zentimeter kürzer und stärker auf das Kleinwagensegment zugeschnitten. Der E2 könnte deshalb eine interessante Nische besetzen: ein günstiges Elektroauto, das bereits in Richtung kleines Familien-SUV geht.

Geely, e2
Foto: Geely

Wer jetzt reserviert, erhält zusätzlich einen 500-Euro-Ladegutschein von EnBW sowie zwölf Monate kostenlosen Zugang zum mobility+ Ladetarif L.