Erst vor kurzem haben die Koreaner den neuen Tucson vorgestellt, nun schießen sie direkt die Offroad-Version hinterher – denn ein bisschen Abenteuer darf es immer sein – auch wenn das größte Hindernis im Alltag häufig der Bordstein vor dem Supermarkt ist. Genau für diesen Typ SUV-Käufer bringt Hyundai jetzt den neuen Tucson XRT. Die robustere Variante der fünften Generation erhält zahlreiche optische Details, die das SUV deutlich geländegängiger aussehen lassen. Auf eine echte Offroad-Spezialisierung verzichtet Hyundai allerdings.

Breiter Grill und viel schwarzes Plastik

Besonders auffällig ist die Front. Der Kühlergrill des XRT ist zweigeteilt und deutlich rechteckiger gezeichnet als beim regulären Tucson. Darunter sitzt ein markanter Unterfahrschutz, während schwarze Radlaufverkleidungen dem SUV einen breiteren und kräftigeren Auftritt verleihen.

Die "zivilere" Version des neuen Tucson sieht so aus:

Auch die Räder wurden speziell für den XRT gestaltet. Statt des Hyundai-Logos tragen sie einen XRT-Schriftzug und fügen sich damit in das insgesamt dunklere Erscheinungsbild ein. Die Kunststoffverkleidungen an den Seiten erhalten ein spezielles Muster, das optisch an geschmiedetes Carbon erinnern soll.

Am Heck setzt sich das Konzept fort. Ein spezieller Stoßfänger samt Unterfahrschutz, XRT-Emblem und HTRAC-Schriftzug machen die Variante auch von hinten unverwechselbar. Letzterer weist auf den serienmäßigen Allradantrieb hin.

Mehr Abenteuer auch im Innenraum

Das robuste Thema setzt Hyundai im Interieur fort. Zum XRT gehören beispielweise Gummifußmatten statt aus Stoff für beide Sitzreihen. Dazu kommen spezielle Sitzbezüge mit eigenen Mustern und Zierelementen in dunkler Metalloptik.

Hyundai, Tucson XRT
Foto: Hyundai

Beim Platzangebot profitiert der XRT von den grundlegenden Änderungen der neuen Tucson-Generation. Hyundai hat das SUV 60 Millimeter länger und 40 Millimeter breiter gemacht. Gleichzeitig wächst der Radstand um 30 Millimeter.

Dies kommt vor allem die Passagiere im Fond zugute. Die Kopffreiheit hinten steigt um 29 Millimeter, während sich die hinteren Türen nun deutlich weiter öffnen lassen. Der Öffnungswinkel wächst von 73 auf 83 Grad.

Kantiger und trotzdem aerodynamischer

Spannend ist, dass Hyundai beim neuen Tucson zwei scheinbar gegensätzliche Ziele miteinander verbindet. Die Karosserie wirkt kantiger und robuster, gleichzeitig verbessert sich die Aerodynamik.

Der cW-Wert sinkt von 0,33 auf 0,30. Dazu tragen unter anderem aktive Luftklappen, aerodynamisch optimierte Räder und ein neu gestalteter Dachspoiler bei. Zusätzliche Dichtungen sollen Luftverwirbelungen reduzieren, während ein neuer Unterboden-Spoiler am Heck den Luftstrom verbessert.

Hyundai, Tucson, XRT
Foto: Hyundai

Die Maßnahmen sind nicht nur für den Verbrauch relevant. Hyundai hat auch den akustischen und fahrdynamischen Komfort überarbeitet. Zusätzliche Dämmung im Armaturenbrett soll Motorgeräusche reduzieren, dickere Scheiben in den vorderen Türen Windgeräusche besser abschirmen.

Auch Motor- und Getriebelager wurden überarbeitet, um Vibrationen zu reduzieren. Eine neue Fahrwerksabstimmung soll außerdem unnötige Karosseriebewegungen verringern.

Europastart 2027

In Korea soll der neue Tucson im Oktober 2026 auf den Markt kommen. Preise werden erst zum Marktstart genannt. Auch die Antriebsvarianten für Europa sind bislang nicht vollständig konkretisiert. Für 2027 ist die Markteinführung des neuen Tucson in seiner zivileren Version für Europa vorgesehen. Ob Hyundai den XRT ebenfalls nach Europa bringt, ist derzeit noch offen.