Stellantis, der Mutterkonzern von 14 Automarken, darunter Peugeot, Opel, Fiat und Jeep, hat mit „STLA AutoDrive 1.0“ sein erstes selbst entwickeltes automatisiertes Fahrsystem präsentiert. Das System bietet Funktionen auf SAE-Level 3, darunter „Hands-Free“ (freihändiges Fahren) und „Eyes-Off“ (Fahren ohne Blickkontakt), die den Fahrer in bestimmten Situationen entlasten sollen. „STLA AutoDrive“ ist Teil der Technologiestrategie von Stellantis, zu der auch „STLA Brain“ und „STLA Smart Cockpit“ gehören, und soll die Fahrzeugintelligenz, Automatisierung und Benutzerfreundlichkeit erheblich verbessern.

Automatisiertes Fahren für den Stadtverkehr
„STLA AutoDrive“ wurde speziell für den Stop-and-Go-Verkehr in urbanen Gebieten entwickelt. Es erlaubt automatisiertes Fahren bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h, wodurch Pendler im dichten Verkehr entlastet werden. Fahrer können sich während der Fahrt mit anderen Dingen beschäftigen, wie dem Lesen von E-Mails oder dem Ansehen eines Films. Dabei sorgt das System stets für die Einhaltung von Sicherheitsabständen, Geschwindigkeitsanpassungen und eine reibungslose Steuerung.

Intelligente Sensorik und kontinuierliche Weiterentwicklung
Das System nutzt eine Kombination aus Kameras, Radar und Sensoren, um die Umgebung präzise zu erfassen und ein sicheres Fahren zu gewährleisten – auch bei Nacht oder schwierigen Wetterbedingungen. Ein automatisiertes Reinigungssystem hält die Sensoren frei, um eine zuverlässige Funktion zu garantieren. Stellantis plant zudem regelmäßige Over-the-Air-Updates, um das System stetig zu verbessern und zukünftige Funktionen zu integrieren, wie z. B. freihändiges Fahren bei höheren Geschwindigkeiten bis zu 95 km/h.

Marktstart und Verfügbarkeit
Das System soll in den kommenden Jahren schrittweise in verschiedenen Modellen von Stellantis-Marken eingeführt werden. Die Markteinführung orientiert sich an der Nachfrage der jeweiligen Länder und den lokalen Vorschriften zum autonomen Fahren. Fahrzeuge mit „STLA AutoDrive“ werden so konzipiert, dass sie jederzeit die Kontrolle an den Fahrer zurückgeben können, wenn dies erforderlich ist.
Zukunft des autonomen Fahrens und Mitbewerber
Die Automobilbranche treibt das autonome Fahren weltweit voran. Neben Stellantis setzen auch andere Hersteller auf innovative Systeme: Mercedes-Benz bietet bereits ein Level-3-System für bestimmte Modelle an. Tesla entwickelt mit „Full Self-Driving“ (FSD) eine Software, die künftig autonomes Fahren ermöglichen soll. Aber auch BMW und Audi arbeiten an fortschrittlichen Assistenzsystemen, die schrittweise Richtung Autonomie gehen. Waymo (Google) testet beispielsweise autonome Robotaxis in den USA, während General Motors mit „Cruise“ ebenfalls in diesem Bereich aktiv ist.

Die Zukunft des autonomen Fahrens hängt selbstverständlich stark von regulatorischen Entwicklungen und der gesellschaftlichen Akzeptanz ab. Stellantis geht mit „STLA AutoDrive“ einen wichtigen Schritt in Richtung sicherer und effizienter Mobilität und bleibt so ein ernstzunehmender Akteur im Wettbewerb um die fahrerlose Zukunft.

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