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Legendäres Goodyear-Luftschiff zurück in Europa

Der Blick geht nach oben: Nach fast einem Jahrzehnt ist wieder eines der legendären Goodyear-Luftschiffe am Himmel über Europa zu sehen.

Motorsport-Magazin.com - Wer heute einen Blick in den Himmel über Friedrichshafen am Bodensee wirft, kann Zeuge einer lang herbeigesehnten Premiere werden: Nach fast einem Jahrzehnt ist wieder ein Goodyear-Luftschiff am Himmel über Europa zu sehen. Für Goodyear ist der sogenannte "Blimp" eine Ikone; und seine Rückkehr ist die jüngste in einer Reihe von Investitionen in das Geschäft in Europa.

Diese umfassten mehrere preisgekrönte neue Produkte, ebenso wie die Neustrukturierung des Vertriebsnetzes mit dem Ziel, mit ausgewählten Partnern zu wachsen, die Einführung einer E-Commerce-Plattform in ausgewählten europäischen Märkten, eine neue Medienpartnerschaft und die Rückkehr in den internationalen Motorsport.

"Der Goodyear-Blimp fasziniert die Menschen weltweit seit fast einem Jahrhundert", begeistert sich Mike Rytokoski, Vice-President und Chief Marketing Officer von Goodyear in Europa. "Seine lang ersehnte Rückkehr nach Europa eignet sich perfekt, um unsere Rückkehr in den internationalen Motorsport, unsere neue Medienpartnerschaft mit Eurosport sowie die aktuellsten Produktneuzugänge zu würdigen."

Das aktuelle Luftschiff mit Goodyear-Branding ist ein Zeppelin NT, der von der Deutschen Zeppelin-Reederei GmbH mit Sitz in Friedrichshafen betrieben wird. Es markiert das jüngste Kapitel in einer fast einhundertjährigen Zusammenarbeit von Goodyear und Zeppelin.

Foto: Goodyear

Mit einer Länge von 75 Metern - das entspricht ungefähr der Länge eines dreiviertel Fußballfeldes - und einer Höhe von 18 Metern ist es das derzeit größte halbstarre Luftschiff. Als Markenbotschafter von Goodyear soll es in Europa für einzigartige Luftaufnahmen bei verschiedenen Rennveranstaltungen sorgen. Zudem wird es für touristische Flüge in Deutschland genutzt. In den USA betreibt Goodyear drei weitere Luftschiffe vom gleichen Typ.

"Wir sind stolz darauf, unsere langjährige Zusammenarbeit mit Goodyear fortzusetzen und auszubauen", bekräftigt Eckhard Breuer, Geschäftsführer der Deutsche Zeppelin-Reederei. "Und wir freuen uns darauf, Europa in unseren Kooperationsbereich aufzunehmen und unseren Beziehungen eine neue, internationale Dimension zu überführen."

In den USA sieht man die berühmten Goodyear-Luftschiffe häufig am Himmel, besonders bei großen Sportveranstaltungen wie den NASCAR-Rennen, den Basketballspielen der NBA oder der amerikanischen Golfturnierserie PGA. Doch auch in Europa haben sie als Ikone langjährige Tradition. Erstmals kam ein Goodyear-Blimp im März 1972 nach Europa.

Getauft auf den Namen "Europa", hatte er seinen Erstflug im Juni desselben Jahres im englischen Cardington und schwebte in den darauffolgenden vierzehn Jahren am europäischen Himmel. Er überflog zahlreiche Sport- und Kulturveranstaltungen, darunter der Große Preis von Deutschland am Nürburgring (1985), das French Open im Pariser Stadion Rolland Garros (1986) sowie zwei Hochzeiten des englischen Königshauses.

Foto: Goodyear

In den darauffolgenden Jahren kehrten Goodyear-Blimps wiederholt nach Europa zurück, wenngleich mit dem heutigen Testflug über Friedrichshafen erstmals seit 2012 wieder ein Goodyear-Luftschiff in Europa ist. In den kommenden Wochen wird es die Region Friedrichshafen sowie das weitere Bundesgebiet überfliegen.

In der zweiten Jahreshälfte 2020 soll es zudem Luftaufnahmen bei einigen wichtigen europäischen Motorsportevents liefern und damit dem Comeback von Goodyear im internationalen Rennsport einen wichtigen Schub geben. Der internationale Reifenhersteller wurde bereits zum offiziellen Reifenlieferanten für die LMP2-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), der europäischen Le Mans-Serie (ab 2021), der Britischen Tourenwagenmeisterschaft (BTCC) und - über eine neue Medienpartnerschaft mit dem führenden europäischen Sportsender Eurosport - für den FIA World Touring Car Cup (WTCR) und die Pure ETCR, die erste vollelektrische Mehrmarken-Tourenwagenserie (ab der Saison 2020), ernannt.


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