ADAC GT Masters

Schubert Motorsport setzt in Zandvoort positiven Trend fort

Starke Pace bei der fünften Saisonveranstaltung des ADAC GT Masters. Christopher Dreyspring und Giorgio Maggi überzeugen mit tollen Aufholjagden.

Motorsport-Magazin.com - Was sich mit dem ersten Junior-Podium auf dem Nürburgring andeutete, setzte das Honda Team Schubert Motorsport an diesem Wochenende fort. Der ADAC GT Masters-Tross reiste zur fünften Station 2018 nach Zandvoort. Auf dem mitten in den Dünen gelegenen, hochanspruchsvollen Kurs machte das Fahrerduo Christopher Dreyspring und Giorgio Maggi erneut eine gute Figur.

Mit den Plätzen 16 und 22 in den beiden Rennen gelang Honda Team Schubert Motorsport zwar keine Wiederholung der Punkteplatzierung, die Pace des Honda NSX GT3 war allerdings über weite Strecken des Wochenendes wieder konkurrenzfähig. Die Entwicklung des Supersportwagens aus der Schmiede Hondas, einer der Kernaufgabe des Honda Team Schubert Motorsport in dieser Saison, verläuft nach Plan.

Dies bestätigten die starken Rundenzeiten des Fahrerduos. Im ersten Freien Training am Freitag belegte der Honda NSX GT3 mit der Startnummer 9 einen starken achten Platz. Im zweiten Training fehlte Honda Team Schubert Motorsport durch einen vorzeitigen Abbruch wertvolle Zeit. Dennoch schaffte der 20-Jährige Dreyspring mit Platz 17 eine hervorragende Ausgangslage für den Kampf um ein weiteres Top-Ergebnis in den Punkten.

Im Samstagsrennen lieferte Dreyspring eine tadellose Performance ab, präsentierte sich einmal mehr zweikampfstark und lag vor dem Fahrerwechsel bereits auf Rang elf. Jedoch verlor das Team beim Stopp etwas an Boden und Maggi kam als 14. zurück auf die Strecke. Der Schweizer lieferte sich harte Zweikämpfe, hatte in seinem Stint mit Untersteuern zu kämpfen. Die Ziellinie überquerte er als 16.

Am Sonntag zeigte sich einmal mehr, wie dicht und hart umkämpft das Fahrerfeld im ADAC GT Masters ist. Maggi belegte im Qualifying mit etwas mehr als einer Sekunde Rückstand Rang 32. Im Renntrimm präsentierte sich das Fahrerduo erneut stark. In der 13. Runde übergab der Schweizer den Honda NSX GT3 auf Rang 29 an seinen Teamkollegen Dreyspring. Wie am Vortag fuhr der Franke wie entfesselt und machte Position für Position gut. Die Zielflagge sah Dreyspring schließlich als 22.

Tolle Aufholjagden des Honda Team Schubert Motorsport-Fahrerduos - Foto: Gruppe C Photography
Teammanager Frank Link: "Ich bin etwas zwiegespalten. Nach einem tollen Wochenende auf dem Nürburgring sind die Plätze 16 und 22 in Zandvoort natürlich nicht das, was wir uns erwartet hatten. Die Pace und das Potenzial, die in unserem Honda NSX GT3 stecken, spiegeln sich nicht in den Ergebnissen wider, stimmen uns aber positiv. Christopher hatte in seinem Qualifying etwas Pech. Er war auf einer schnellen Runde, die für P10 gereicht hatte, als die Session plötzlich abgebrochen wurde. In beiden Rennen hat er eine tadellose Leistung gezeigt. Auch Giorgios Qualifying war richtig gut. Wenn man berücksichtigt, dass ihm gerade einmal 1,3 Sekunden auf die Pole gefehlt haben, dann sieht man, wie unglaublich eng das Fahrerfeld tatsächlich ist. Hut ab vor unseren zwei Junioren. Wenn wir daran anknüpfen und den positiven Trend fortsetzen, sollten wir am kommenden Rennwochenende am Sachsenring gut dastehen."

Christopher Dreyspring (Startnummer 9): "Grundsätzlich war das Wochenende ganz okay, gemessen daran, dass ich zuvor noch nie in Zandvoort unterwegs gewesen bin. Wir haben gesehen, dass die Pace passt. Das hat Platz acht im ersten Training auf gebrauchten Reifen deutlich gezeigt. Der vorzeitige Abbruch des letzten Trainings kostete uns wertvolle Zeit in der Vorbereitung für das Qualifying. Da war Startplatz 17 als Ergebnis ganz gut, zumal die Abstände nach vorne recht knapp waren. Im ersten Rennen hatte ich einen Topstart und übergab das Auto auf Platz elf liegend. Leider mussten wir das zweite Rennen von weiter hinten starten. Dennoch gelangen mir auch am Sonntag ein paar tolle Manöver."

Giorgio Maggi (Startnummer 9): "Ich war vorher noch nie in einem GT-Auto in Zandvoort unterwegs. Unser Fokus lag daher zunächst, sich fahrerisch auf die Strecke einzuschießen. Das gelang uns von Session zu Session immer besser. Auch für das Team war es mit dem Honda NSX GT3 das erste Mal auf der Strecke. Da hat jeder einzelne einen tollen Job gemacht, um Christopher und mir ein konkurrenzfähiges Auto hinzustellen. Beide Rennen waren sehr zweikampfbetont und meine Reifen haben recht schnell abgebaut. Daher hatte ich viel mit Untersteuern zu kämpfen. Alles in allem sind wir auf einem guten Weg."


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