ADAC GT Masters

Sebastian Asch zeigt starke Aufholjagd auf dem Red Bull Ring

Sebastian Asch und Teamkollege Luca Stolz machen im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters 13 Positionen gut. Asch bestreitet 140. Rennen im ADAC GT Masters.

Motorsport-Magazin.com - Vom 08. bis 10. Juni reiste der Tross des ADAC GT Masters an den Red Bull Ring zum zweiten Auslandsgastspiel der Saison 2018. Für Sebastian Asch ein besonderes Rennwochenende, denn der Ammerbucher feierte am Samstag sein 140. Rennen in der Liga der Supersportwagen. Gemeinsam mit seinem Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing und Teamkollege Luca Stolz wollte Asch seinen bisherigen drei Podiumsplätzen in der Steiermark einen weiteren hinzufügen.

Am Sonntag erreichte der 32-Jährige dieses Ziel nach einer sensationellen Aufholjagd von Startplatz 18 bis auf Rang fünf beinahe. Im starken Regen spielte der zweifache Champion des ADAC GT Masters seine gesamte Erfahrung aus und hielt den Mercedes-AMG GT3 auf Slick-Reifen bravurös bis zum Fahrerwechsel auf der Strecke. Nach einem insgesamt schwierigen Wochenende sicherten sich er und Stolz mit diesem Ergebnis zehn wichtige Punkte für die Meisterschaft und belegen nach drei Rennwochenenden Gesamtrang zehn.

Glückwunsch zur gelungenen Aufholjagd im zweiten Rennen. Wie ist es euch gelungen, von Startplatz 18 bis in die Top-5 zu fahren?
Das Wetter kam uns natürlich entgegen. Wir sind relativ lange auf Slicks draußen geblieben, obwohl es recht stark geregnet hat. Damit haben wir uns einen Stopp gespart. Es war schon recht viel Wasser auf der Strecke und auf den Geraden kam Aquaplaning dazu. Glücklicherweise gab es zwei trockene Stellen, wodurch ich die Reifentemperatur halten konnte. Wir sind genau im richtigen Moment an die Box gekommen, als es die gesamte Strecke nass war und die Reifentemperatur in den Keller ging. Für mich war zu diesem Zeitpunkt der Wechsel auf Regenreifen absolut richtig. Im Nachhinein hätten wir bei abtrocknender Strecke auf Slicks vielleicht sogar gewonnen, aber das konnte niemand vorhersehen. Wir sind schon zuvor auf Risiko gegangen. Mit diesem Ergebnis bin ich wirklich happy, denn von 18 auf fünf fährt man in diesem engen Feld nicht einfach so. Eine Position haben wir durch die Strafe für den BMW vor uns noch gewonnen, wodurch Luca den Sieg in der Junior-Wertung eingefahren hat und wir noch einen Pokal mitnehmen konnten.

Im ersten Rennen habt ihr euch von Platz 18 auf Rang 13 gesteigert. War das das Maximum?
Absolut. In der Startphase ging es etwas hin und her und Luca ist zwischen 18 und 16 gependelt. Wir mussten immer auf Fehler der anderen hoffen, denn aus eigener Kraft war ein Angriff nach vorne nicht möglich. Wir haben keine Fehler gemacht, hatten einen super Boxenstopp und somit war Rang 13 das Maximum. Insgesamt war es ein sehr turbulentes Rennen mit vielen Unfällen und Safety-Car-Phasen. Wir haben bis zum Schluss gekämpft und gehofft, dass vor uns noch etwas passiert und wir so vielleicht doch noch den Sprung in die Top-10 schaffen. Leider hat das nicht geklappt.

Wie fällt dein Fazit zum Wochenende insgesamt aus?
Das Sonntagsrennen war natürlich gut, aber insgesamt können wir mit dem Wochenende nicht zufrieden sein. An beiden Tagen war Platz 18 im Qualifying das Maximum, obwohl Luca und ich beide eine fehlerfreie und unserer Meinung nach gute Runde gefahren sind. Trotzdem waren die Top-10 außer Reichweite. Daraus müssen wir lernen und uns im Zeittraining deutlich verbessern. Die Rennpace war über die gesamte Saison meist recht gut, darauf lässt sich aufbauen - wenn das Qualifying passt.

Jetzt habt ihr knapp zwei Monate Zeit, bis es vom 03. bis 05. August auf dem Nürburgring weitergeht. Was erwartest du von der Strecke?
Ich kenne die Strecke sehr gut und denke, dass sie unserem Mercedes-AMG GT3 gut liegen sollte. Natürlich müssen wir abwarten, wie wir dort in diesem Jahr zurechtkommen, denn Vergleiche zur Vergangenheit sind durch die Fahrzeugeinstufung nicht ganz einfach. Ich bin auf dem Nürburgring im ADAC GT Masters bereits achtmal auf dem Podium gestanden und habe vergangenes Jahr gemeinsam mit Lucas Auer dort gewonnen. Die Vorzeichen stehen also grundsätzlich gut. Es ist zudem das Heimrennen meines Teams Zakspeed und ich hoffe, dass wir dort wieder weiter vorne angreifen können.


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