ADAC GT Masters - Aufstieg ins ADAC GT Masters nach vier Jahren im Porsche Markenpokal

Jeffrey Schmidt fährt 2017 für Land-Motorsport

Jeffrey Schmidt und Christopher Haase bilden Fahrerduo im Audi R8 LMS mit der Startnummer 2.

Motorsport-Magazin.com - Nach vier Jahren im Porsche Carrera Cup Deutschland und dem Porsche Mobil 1 Supercup folgt für den Schweizer Rennfahrer Jeffrey Schmidt der nächste logische Schritt in seiner Laufbahn. Bereits im Januar bot sich dem 22-Jährigen die Möglichkeit, für Land-Motorsport am legendären 24-Stunden-Rennen von Daytona teilzunehmen. Schmidt hat die Feuerprobe bestanden und wurde vor kurzem als einer von vier hochkarätigen Fahrern im Meister-Audi R8 LMS des vergangenen Jahres bestätigt. Der Schweizer teilt sich das Cockpit mit Christopher Haase, dem allerersten Meister des ADAC GT Masters. Im Schwesterauto sitzen die amtierenden Champions Connor De Phillippi und Christopher Mies.

Damit befindet sich Schmidt in illustrer Gesellschaft. Der Schweizer hat in den vier Jahren in beiden Porsche Markenpokalen fünf Poles, vier Siege und 18 Podestplätze eingefahren. 2015 wurde Schmidt Dritter in der Fahrerwertung des hart umkämpften Porsche Carrera Cup Deutschland.

Mit Montaplast by Land-Motorsport hat der Schweizer eine neue Heimat gefunden. Das Team aus Niederdreisbach sorgte in seiner ersten vollen Saison im ADAC GT Masters für Furore. Das Zweigespann Connor De Phillippi und Christopher Mies holte 2016 zwar nur einen Rennsieg. Aber die Konstanz aus sechs Podestplätzen und weiteren regelmäßigen Punkteankünften war der Schlüssel zum Erfolg. Mit einem weiteren Platz unter den besten Drei verhalf auch das Schwesterauto Montaplast by Land-Motorsport zum Gewinn der Teamwertung.

Mit seinem neuen Dienstwagen, dem Meisterauto Audi R8 LMS, hat der Schweizer im Vergleich zum Porsche 991 GT3 Cup aus der Vergangenheit wesentlich mehr Power zu bändigen. Der Audi bringt mit 585 PS satte 125 Pferdestärken mehr Leistung als der Porsche. Die "Liga der Supersportwagen" wird auch 2017 im Fernsehen übertragen. SPORT1 hat sämtliche Rennen des ADAC GT Masters live im Programm und zeigt sie zusätzlich im Livestream auf SPORT1.de. Die neue Saison startet am Wochenende vom 28. bis 30. April in der Motorsport Arena Oschersleben.

Jeffrey Schmidt bei den Testfahrten in Oschersleben - Foto: Gruppe C GmbH
Drei Fragen an Jeffrey Schmidt

Jeffrey, Gratulation zum wohlverdienten Aufstieg ins ADAC GT Masters. Wie fühlst du dich?
Ich freue mich sehr, kommende Saison für Land-Motorsport in einer der stärksten GT-Rennserien der Welt an den Start zu gehen. Nachdem ich im Januar die Ehre hatte, mit dem Team am 24 Stunden Rennen von Daytona teilzunehmen, kann ich es jetzt kaum erwarten, dass die Saison endlich beginnt. Ich bin Teamchef Wolfgang Land sehr dankbar, dass er mir die Chance gegeben hat, meine erste GT-Saison in so einem stark besetzten Team bestreiten zu dürfen. Neben den sieben Rennwochenenden im ADAC GT Masters sind weitere Einsätze in anderen Rennserien geplant.

Wie stehen deine Chancen im ADAC GT Masters 2017?
Ein kurzer Blick auf das Starterfeld genügt, um zu erkennen, dass die Saison 2017 im ADAC GT Masters die wahrscheinlich am härtesten umkämpfte GT-Meisterschaft überhaupt sein wird. Das Fahrerfeld besteht aus vielen Werksfahrern, erfolgreichen DTM-Fahrern, WEC-Piloten, und unzähligen ADAC GT Masters-Rennsiegern. Die Saison wird also eine riesige Herausforderung für mein Team und mich werden. Im gesamten Feld gibt es etwa 20 Autos, die allesamt um den Sieg mitfahren können. Wir müssen dieses Jahr einfach alles geben. Mein erklärtes Ziel ist eine Top-5-Platzierung in der Meisterschaft.

Du hast den Audi R8 LMS bereits in Daytona kennengelernt. Wo siehst du die größten Unterschiede zum Porsche 991 GT3 Cup?
Hinter den beiden Autos stecken zwei völlig unterschiedliche Philosophien. Beim Porsche sitzt der Motor im Heck, der Audi hingegen hat einen Mittelmotor. Das Fahrgefühl zwischen beiden Autos unterscheidet sich daher grundlegend. Der Porsche hat auf der Hinterachse jede Menge Traktion. Der Audi hingegen ist durch den Mittelmotor etwas ausgeglichener, was das Gripniveau angeht. Auch das Lenkverhalten im Audi ist wesentlich direkter, jeder noch so kleiner Lenkeinschlagist unmittelbar spürbar. Der Audi ist einfach ein tolles Rennauto. Ich freue mich auf die bevorstehende Saison.


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