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ADAC GT Masters

Müssen zurzeit hinterher fahren - MS Racing kämpft in Spielberg mit stumpfen Waffen

Viel gegeben, wenig genutzt - so könnte man das Wochenende der MS Racing-Piloten zusammenfassen. Die Hoffnung ruht nun auf einer Korrektur des BoP.

Motorsport-Magazin.com - Das MS RACING Team hat zum Start in die zweite Saisonhälfte des ADAC GT Masters alles gegeben, zu einer Platzierung in den Punkten reichte es wegen der für Audi ungünstigen Balance of Performance auf dem Red Bull Ring in Österreich allerdings nicht. Titelverteidiger Sebastian Asch und sein Partner Florian Stoll verpassten als 14. und 12. zweimal nur knapp die Punkteränge. Dem Schwesterauto mit dem Österreicher Daniel Dobitsch und Aditya Patel aus Indien fehlten am Samstag sogar nur weniger als 0,5 Sekunden auf Platz zehn. Am Sonntag musste das Duo nach einem unverschuldeten Ausritt ins Kiesbett mit anschließendem Folgeschaden vorzeitig aufgeben.

Der Ausfall war am Sonntag unglücklich und sehr ärgerlich.
Pascal Böttner

Pascal Böttner von MS RACING war nach dem Rennwochenende daher nicht ganz zufrieden: "Wegen der für unsere Audi ungünstigen Balance of Performance müssen wir zurzeit einfach hinterher fahren. Das ist sehr schade, denn mit den anderen Audis sind wir auf Augenhöhe. Der Ausfall war am Sonntag unglücklich und sehr ärgerlich. Wir mussten nach einem Dreher eines Rivalen in den Kies, wobei unser Auto beschädigt wurde und eine Weiterfahrt nicht möglich war."

In den freien Trainingssitzungen am Freitagvormittag hatten sich die MS RACING Duos noch im vorderen Mittelfeld einsortiert. Asch und Stoll fuhren mit 1:32.945 Minuten die achtschnellste Zeit im 26-köpfigen Starterfeld der "Liga der Supersportwagen". Mit der exakt gleichen Zeit belegten Dobitsch und Patel Rang neun.

Im anschließenden Qualifying am Nachmittag, als alle Konkurrenten die Karten auf den Tisch legten, lief es dann leider nicht mehr ganz so rund. Stoll (1:32.834 Minuten) fuhr zunächst Startplatz 18 ein. Asch (1:32.888 Minuten) stellte den Audi im zweiten Teil des Qualifying auf Position 23. Für Dobitsch reichten 1:32.533 Minuten zu Startplatz 13. Teamkollege Patel (1:32.396 Minuten) belegte im orangefarbenen "kfzteile24" Audi R8 mit der Startnummer "100" den 18. Platz.

Spätestens nach dem Zeittraining war klar, dass die Audis in Spielberg wegen der ungünstigen Balance of Performance quasi chancenlos sein würden. Die MS RACING Autos reihten sich ein in prominente Audi-Gesellschaft und standen dabei immerhin noch vor dem ehemaligen DTM Piloten und FIA GT1-Weltmeister Markus Winkelhock.

Asch/Stoll & Dobitsch/Patel: Keine Punkte am Alpenrand

Im Samstagsrennen sahen die Zuschauer auf dem Alpenkurs von Beginn an ein sehr spannendes und enges Rennen. Bis zum Fahrerwechsel lagen die Autos im Feld in den einzelnen Gruppen dicht zusammen. In der dramatischen Schlussphase ging es turbulent zu. Davon profitierten auch die beiden MS RACING Audis. Dobitsch zeigte bei seinem Heimspiel ebenso wie Patel eine einwandfreie Leistung. Am Ende betrug der Rückstand auf Rang zehn weniger als 0,5 Sekunden. Auch Asch und Stoll verbesserten sich: Auf Position 13 blieben aber auch sie ohne Punkte.

Am Sonntag musste sich Asch von Startplatz 23 nach vorne kämpfen. Kontinuierlich und mit geschickten Manövern verbesserte sich der 27 Jahre alte Maschinenbau-Student im Feld nach vorne. Nach dem Fahrerwechsel setzte Stoll die Aufholjagd fort und überquerte schließlich als 12. die Ziellinie.

Für Dobitsch und Patel lief es nicht optimal. Nach nur 16 Runden musste Dobitsch nach einem spektakulären Dreher eines Konkurrenten ins Kiesbett ausweichen und beschädigte sich dabei sein Fahrzeug. Eine Weiterfahrt war anschließend nicht möglich gewesen.

In der Fahrerwertung belegen Asch/Stoll mit jeweils 14 Punkten den 23. Platz. Dobitsch/Patel (je acht Punkte) rangieren auf Position 30.

Das Rennen um die ADAC-Krone wird vom 30. August bis 1. September auf dem Lausitzring fortgesetzt. "Wir hoffen vor dem Rennen auf dem Lausitzring auf eine dringend nötige Korrektur der Balance of Performance. Dann werden wir sehen, was dort passiert", blickt Böttner zuversichtlich nach vorne. Anschließend stehen bis zum Saisonende vier weitere Wertungsläufe auf dem Slovakia Ring bei Bratislava in der Slowakei (13. bis 15. September) und auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (27. bis 29. September) auf dem Programm.


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