ADAC Formel 4

Italienische Formel 4: Krütten drittbester Rookie 2018

Neuntes Rookiepodium für den BWT Mücke Motorsport-Piloten beim Saisonfinale. Starke Aufholjagd im ersten Rennen von Mugello.

Motorsport-Magazin.com - Am vergangenen Wochenende schloss Niklas Krütten seine erste Saison in der Formula 4 Italian Championship mit einem Erfolg ab. In den drei Rennen auf dem Autodromo Internazionale del Mugello erkämpfte sich der BWT Mücke Motorsport-Pilot trotz harter Konkurrenz Rang drei in der Rookiemeisterschaft.

Im ersten Rennen am Samstag feierte Krütten sein insgesamt neuntes Podium im Klassement für Neulinge im Formelsport. Zudem gelang ihm eine tolle Aufholjagd von Startplatz zwölf auf Rang sieben. Somit sammelte der Trierer weitere Punkte für die Rookiewertung.

Das zweite Rennen am Sonntagmorgen fand auf nasser Strecke statt. Das Feld startete hinter dem Safety Car, erst nach ein paar Runden wurde das Rennen freigegeben. Vor Krütten kam es zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen. Der 16-Jährige reagierte schnell, fand glücklicherweise eine Lücke und wich ins Kiesbett aus, um eine Kollision zu vermeiden. Dort blieb er allerdings stecken und so war sein Rennen frühzeitig beendet.

Starker Regen machte auch das dritte Rennen in Mugello zu einer Herausforderung. Der Start erfolgte erneut hinter dem Safety Car und das Rennen wurde nur für wenige Runden freigegeben. Da der Regen immer stärker wurde, beschloss die Rennleitung schließlich, den Lauf abzubrechen. Trotz der kurzen Renndistanz gelang es Krütten, sich von Startplatz 19 bis auf Rang elf nach vorne zu arbeiten und als viertbester Rookie ins Ziel zu kommen.

Vier Fragen an Niklas Krütten

Herzlichen Glückwunsch zu Platz drei in der Rookiewertung!
Niklas Krütten: Danke! Ich bin mit dem Abschluss zufrieden. Es war in der italienischen Formel 4 nicht einfach, weil es 19 Rookies und einen harten Konkurrenzkampf gab. Zudem waren wir leider manchmal von der Pace her nicht ganz bei der Musik. Dennoch habe ich in der Rookiewertung insgesamt neun Podestplätze erzielt.

Wie hast du im ersten Rennen die tolle Aufholjagd auf Platz sieben gemeistert?
Niklas Krütten: Mir sind zum einen ein paar starke Überholmanöver gelungen und zum anderen habe ich von Ausfällen vor mir profitiert. Wir hatten keinen so starken Reifenabbau wie die Konkurrenz. Während die anderen ihre Reifen schonen mussten, konnten wir noch richtig pushen. Das war unser großer Vorteil.

In den anderen beiden Rennen herrschten mit starkem Regen schwierige Bedingungen. Wie ist es dir ergangen?
Niklas Krütten: Im zweiten Rennen am Sonntagmorgen hatte ich Glück. Das war schon ziemlich knapp. Als die Autos vor mir kollidierten, habe ich die einzige Lücke genutzt und konnte gerade noch ins Kiesbett ausweichen. Leider bin ich dort stecken geblieben und daher war mein Rennen frühzeitig beendet. Im dritten Rennen konnte ich durch die Gischt der vor mir fahrenden Autos kaum etwas sehen. Ein paar Piloten vor mir sind ausgefallen, ich habe aber auch einige überholt und war mit meiner Regenpace zufrieden. Am Ende war es dann aber schon sinnvoll, dass die Rennleitung bei den Bedingungen das Rennen abgebrochen hat.

Auf einem der Fotos aus Mugello ist ein Schriftzug auf der schmalen Plexiglasscheibe hinter dem Lenkrad deines Autos zu sehen. Stammt er von dir? Was bedeutet er?
Niklas Krütten: Ja, den habe ich selbst draufgeschrieben. Der Satz lautet "Andiamo signora rosa!!!" und bedeutet übersetzt so viel wie: Auf geht's, pinke Lady! Das ist also ein Motivationsspruch. Dahinter habe ich den Namen des Autos geschrieben, in Mugello war es Helena. Ich gebe jedem Auto einen eigenen Namen.


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