ADAC Formel 4

Starkes Debüt für Niklas Krütten in der ADAC Formel 4

Auftakt in die ADAC Formel 4-Saison für BWT Mücke Motorsport-Pilot Niklas Krütten. Drei Top-10-Ergebnisse und ein Rookie-Sieg in Oschersleben.

Motorsport-Magazin.com - Sonne, Regen, Wind und mittendrin Niklas Krütten. Das Auftaktwochenende der ADAC Formel 4 in Oschersleben vor 25.000 Zuschauern hatte für den 15-jährigen Rookie wirklich alles zu bieten. Von allen Wetterkapriolen ließ sich der BWT Mücke Motorsport-Pilot an seinem ersten Rennwochenende in der deutschen Formel 4 aber nicht aus der Ruhe bringen. Er fuhr in allen drei Läufen des Wochenendes in die Top-10 und feierte im dritten Rennen seinen ersten Sieg in der Rookie-Wertung. So reist Krütten als Führender im Klassement für Neulinge in der ADAC Formel 4 aus Oschersleben ab.

Bereits die Trainings und die beiden Qualifyings am Freitag waren gezeichnet von den schwierigen Bedingungen und immer wieder einsetzendem Regen. Ungeachtet dessen qualifizierte sich Krütten als bester Pilot seines Teams auf den Positionen 14 und 12 für die ersten beiden Rennen. Im ersten Lauf herrschten erneut wechselhafte Bedingungen, der Rookie behielt einen kühlen Kopf und fuhr auf Rang neun ins Ziel - die ersten Punkte im ersten Rennen.

Am Samstagabend startete der zweite Lauf bei diesmal sonnigem und warmem Wetter. Während die meisten Piloten in der zweiten Rennhälfte 1:26er-Zeiten fuhren, blieb Krütten - ähnlich wie der spätere Sieger - lange im 1:25er-Bereich und machte Sekunde um Sekunde gut. Lediglich ein paar Runden hätten gefehlt, um ihn noch auf Platz acht nach vorne zu spülen und sich so für das dritte Rennen mit Reverse-Grid die Pole Position zu sichern.

Doch auch von Startplatz neun aus gelang Krütten ein starkes drittes Rennen. Er kämpfte sich sensationell bis auf Rang fünf nach vorne und war bestplatzierter Rookie. Somit durfte der BWT Mücke Motorsport-Pilot schon an seinem ersten Rennwochenende in der ADAC Formel 4 an einer Siegerehrung teilnehmen.

Bereits am kommenden Wochenende (20. bis 22. April) hat Krütten bei der ersten Saisonstation der italienischen Formel 4 auf dem Adria Raceway die Chance, den Schwung mitzunehmen und an seine ersten Erfolge anzuknüpfen.

Vier Fragen an Niklas Krütten

Glückwunsch zum gelungenen Einstand in der ADAC Formel 4. Rookie-Sieg im dritten Rennen und Führung in der Rookie-Wertung. Wie fühlt sich das an?
Ganz hervorragend. Es war ein tolles erstes Wochenende. Ich habe mich von Session zu Session gesteigert. Der Abschluss mit dem Rookie-Sieg war natürlich sehr schön. Es war eine tolle Erfahrung, zum ersten Mal auf dem Podest zu stehen. Das Rennen ist sehr gut gelaufen, mein Speed war super. Dass ich in der Rookie-Wertung führe, gibt mir einen Motivationsschub für die nächsten Rennen.

Wie schwierig waren denn die Bedingungen das gesamte Wochenende über?
Es war äußerst wechselhaft am Samstag und sonnig am Sonntag. Die beiden Zeittrainings liefen grundsätzlich ganz gut. Gleichzeitig weiß ich, dass sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Für das Qualifying fehlte mir etwas das Gefühl mit neuen Reifen, da die Trainingssessions immer wieder durch rote Flaggen und Regen unterbrochen waren. In der zweiten Session war ich sogar auf Kurs in die Top-10, als es plötzlich nass wurde. Sonst wären für beide Rennen ein paar Startplätze weiter vorne möglich gewesen. Die Bedingungen waren auch das Thema im ersten Rennen. Viele Fahrer sind übermütig geworden und ins Kiesbett gerutscht. Genau das wollte ich verhindern. Am Anfang war ich deshalb vielleicht etwas zu vorsichtig, aber am Ende hat sich diese Strategie mit Rang neun komplett ausgezahlt.

Im zweiten Lauf ist dir wieder ein Top-10-Ergebnis gelungen und du bist zweitbester Rookie gewesen...
In diesem Rennen hatte ich einen guten Start und habe sofort eine Position gutgemacht. Leider hat vor mir ein langsamerer Fahrer komplett blockiert und ich habe lange gebraucht, bis ich an ihm vorbei war. Deshalb war der Abstand auf die Gruppe vor mir schon auf fünf Sekunden angewachsen. Ich musste wirklich pushen, um da wieder ranzufahren. Die Zeiten waren super und die Reifen haben im Vergleich zur Konkurrenz deutlich weniger abgebaut. So wurde es am Ende Platz neun. Das ist natürlich gut, aber ich habe immer nur Rang acht und damit die Pole Position für Reverse-Grid-Rennen drei vor Augen gehabt. Mit ein paar Runden mehr hätte ich das noch schaffen können!

Du bist ja bereits am kommenden Wochenende (20. bis 22. April) wieder im Einsatz. Wie bereitest du dich auf den Saisonstart in der italienischen Formel 4 vor?
Ich werde mich genauso vorbereiten wie auf das Wochenende in Oschersleben. Mein Ziel ist, auch in der italienischen Formel 4 einen Rookie-Sieg einzufahren und vielleicht sogar den Sprung auf das Gesamtpodium zu schaffen. Ich habe auf dem Adria Raceway bereits getestet und meine Rundenzeiten waren vielversprechend.


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