ADAC Formel 4 - Mücke Motorsport-Fahrer überzeugen durch Rennspeed

Aufholjagd in Rennen 3: Lirim Zendeli mit beeindruckendem Rennspeed

Viertes Rennwochenende der ADAC Formel 4 in der Motorsport Arena Oschersleben. Sophia Flörsch fährt zweimal in die Top-10.

Motorsport-Magazin.com - Vergangenes Wochenende machte die ADAC Formel 4 ihren vierten Saisonhalt - zum zweiten Mal 2017 in der Motorsport Arena Oschersleben. Die Formel-Nachwuchspiloten von BWT Mücke Motorsport stellten in jedem der drei Läufe einmal mehr ihren hervorragenden Speed im Renntrimm unter Beweis. Sophia Flörsch und Lirim Zendeli fuhren dreimal unter die besten Zehn und konnten über die Renndistanz die Rundenzeiten der Spitze problemlos mitgehen.

Im Qualifying lief es auf der modifizierten Strecke für die fünf Nachwuchstalente nicht ganz rund. Umso beeindruckender waren die Aufholjagden in den Rennen. Flörsch kämpfte sich im ersten Rennen von Startplatz zwölf auf den achten Rang nach vorne, Teamkollege Zendeli überholte im dritten Lauf ebenfalls vier Piloten und verbesserte sich von Platz elf auf Rang sieben.

Auch Oliver Söderström machte vor allem im Renntrimm verlorenen Boden gut. In den drei Rennen überholte der Schwede insgesamt sechs Konkurrenten. BWT Mücke Motorsport-Neuzugang Olli Caldwell zeigte an seinem zweiten Rennwochenende eine steile Lernkurve und konnte das Tempo seiner direkten Konkurrenten problemlos mitgehen. Ähnlich verhielt es sich mit Tom Beckhäuser, der im zweiten Lauf die Top-3 der Rookies nur knapp verpasste. "Wir waren von Anfang an gut mit dabei und auf jeden Fall konkurrenzfähig für die Top-Ten", sagt Teamchef Peter Mücke. "Im Qualifying hat es nicht so gut geklappt. Es ist aber auch schwierig, wenn es alle möglichen Störungen wie Rotphasen gibt. Der Speed war auf jeden Fall da."

Die zweite Saisonhälfte wird am Nürburgring eingeläutet. Vom 04. bis 06. August reist BWT Mücke Motorsport für das fünfte Rennwochenende 2017 an den Traditionskurs in der Eifel.

Die Highlights in Oschersleben

Zweimal unter den besten Zehn: Mit zwei Plätzen unter den Top-10 zeigte Flörsch einmal mehr ihr Potenzial und beeindruckte mit Mut und Weitsicht. In den ersten beiden Läufen verbesserte sich die BWT Mücke Motorsport-Pilotin aus Grünwald um mehrere Positionen - kein Positionsgewinn war geschenkt, sondern hart erarbeitet. Platz acht im ersten Rennen bedeutete Startplatz drei für den letzten Lauf. Diesen konnte Flörsch nach gutem Start halten. Im Rennverlauf übte sie regelmäßig Druck auf den Zweitplatzierten aus. Ein technischer Defekt beendete die Podiumsambitionen frühzeitig. "Sophia hat gezeigt, dass sie an der Spitze mitfahren kann", so Teamchef Peter Mücke. "Leider ist sie ausgefallen, was mir fürchterlich leidtut. Ein Elektronik-Bauteil hat nicht funktioniert. Das ist nichts, wofür Sophia oder das Team irgendetwas können."

Aufholjagd unter erschwerten Bedingungen: Durch die neue Streckenführung der Motorsport Arena in Oschersleben wurde die erste Kurve etwas entschärft. Der 90-Grad-Knick ist einer flüssigeren Kurvenkombination gewichen, wodurch der Strecke eine essenzielle Überholmöglichkeit genommen wurde. Dennoch schafften es die BWT Mücke Motorsport-Piloten, im Rennen Boden gutzumachen. "In den Rennen lief es erwartungsgemäß gut", so Söderström. "Ich konnte einige Plätze gutmachen und hatte ein paar richtig coole Zweikämpfe. Weil die Streckenführung geändert wurde, ist Überholen in Oschersleben mittlerweile sehr schwierig geworden."

Teamkollege Zendeli kam hingegen von Anfang an gut klar mit dem modifizierten Streckenverlauf. "Die Kurvenkombination eins und zwei macht jetzt viel mehr Spaß", so der Bochumer. "Man wird als Fahrer einfach mehr gefordert. In den meisten Sessions war ich im ersten Sektor am schnellsten unterwegs. Ich habe mich da einfach von Anfang an getraut, es fliegen zu lassen." Im dritten Lauf gelang Zendeli ein fantastischer Start und legte damit den Grundstein für sein bestes Rennergebnis des Wochenendes.

Steile Lernkurve: Für Rookie Tom Beckhäuser und Team-Neuling Olli Caldwell hieß die Devise auch am vierten respektive zweiten Rennwochenende: Lernen, lernen und lernen! Die Lernkurve der beiden Youngster zeigt dabei steil nach oben. Kleine Fehler gehören zum Prozess dazu, um sich als Rennfahrer weiterzuentwickeln. "Für mich ist vor allem positiv, dass ich mich als Rennfahrer von Session zu Session und von Rennen zu Rennen spürbar verbessere", so Beckhäuser. "Der Fokus in meiner ersten Saison liegt ganz klar darauf, immer wieder dazuzulernen und mich entsprechend zu verbessern." Das sieht auch Teamchef Peter Mücke so: "Tom ist am Feld dran. Bei ihm muss man auch berücksichtigen, dass er noch nie zuvor im Motorsport unterwegs gewesen ist. Fehler gehören zum Lernprozess dazu, aber er ist trotzdem gut. Auch unser Teamneuling Olli hat sich trotz seiner geringen Erfahrung gut gesteigert."


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