Max Verstappen kommt im Nürburgring-Qualifying bereits vorzeitig in Top-Qualifying 2 zum Einsatz und wird damit nicht am Nachmittag selbst um die Pole Position kämpfen. Der Niederländer wurde nämlich schon im zweiten Segment zum Einsatz gebracht und sicherte seinem Team den Aufstieg in das Einzelzeitfahren. Allerdings wird es auf P6 knapper als erwartet. Die schnellste Zeit geht unterdessen an Nick Yelloly im Abt-Lamborghini.

Das Ergebnis: Max Verstappen bekam im TQ2 zwei Runden Zeit, um sein Können unter Beweis zu stellen. Die erste nutzte der vierfache Formel-1-Weltmeister im #3-Mercedes-AMG (Verstappen/Auer/Gounon/Juncadella) gleich mit Ansage, indem er die schnellste Runde des bisherigen Wochenendes bei den 24h Nürburgring drehte. Seine Zeit war dabei eine 8:14,459. Allerdings reichte diese letztendlich nicht, da am Ende der Session die Zeiten purzelten.

Nick Yelloly sorgte im Huracan GT3 EVO2 #130 (Mapelli/Catsburg/Yelloly) mit Abt für eine Lamborghini-Bestzeit in 8:10,485, gefolgt vom #34-Aston, pilotiert von Christian Krognes (Krognes/Drudi/Thiim/Fernandez Laser) und Ayhancan Güven im Manthey-Porsche (Estre/Güven/Preining/Campbell). Ebenfalls für das Top-Qualifying 3 qualifizierten sich zwei HRT-Mustangs mit der #64 (Maini/Scherer/D. Schumacher/Stippler) und der #67 (Olsen/Mies/Vervisch/Stippler).

Auf P7 schob sich auch Christian Engelhart im #7-Konrad-Lamborghini (Stalidzane/Paul/Engelhart/Lefterov) in das entscheidende Segment. Keine Chance im Kampf um den TQ3-Einzug hatte der BMW M3 Touring mit Connor de Phillippi am Steuer (Klingmann/de Wilde/ de Phillippi/Verhagen), der das Top-Qualifying 2 auf P17 beendete.

Nürburgring 24h - Top-Qualifying 3: Alle Teilnehmer

Nr.TeamAutoFahrer
130Red Bull Team ABTLamborghini Huracan GT3 EVO2Marco Mapelli
Nicky Catsburg
Nick Yelloly
34WalkenhorstAston Martin Vantage GT3 EVOChristian Krognes
Mattia Drudi
Nicki Thiim
Felipe Fernandez Laser
911MantheyPorsche 911 GT3 R Evo26Kevin Estre
Ayhancan Güven
Thomas Preining
64HRTFord Mustang GT3Arjun Maini
Fabio Scherer
David Schumacher
Frank Stippler
67HRTFord Mustang GT3 EVODennis Olsen
Christopher Mies
Frederic Vervisch
Frank Stippler
3Winward
Verstappen Racing
Mercedes-AMG GT3Max Verstappen
Lucas Auer
Jules Gounon
Daniel Juncadella
7KonradLamborghini Huracan GT3 EVO2Patricija Stalidzane
Maximilian Paul
Christian Engelhart
Pavel Lefterov
45REALIZE KONDO RACING
with Rinaldi
Ferrari 296 GT3 Evo26David Perel
Dennis Marshall
Thierry Vermeulen
Thomas Neubauer
16Scherer Sport PHXAudi R8 LMS GT3 evo IIChristopher Haase
Alexander Sims
Ben Green
47KCMGMercedes-AMG GT3Nirei Fukuzumi
Naoya Gamo
Jesse Krohn
David Pittard
1ROWE RacingBMW M4 GT3 EVOAugusto Farfus
Raffaele Marciello
Jordan Pepper
Kelvin van der Linde
84Red Bull Team ABTLamborghini Huracan GT3 EVO2Luca Engstler
Mirko Bortolotti
Patric Niederhauser

Keine Pole-Attacke für Max Verstappen: Formel-1-Superstar startet schon in TQ2

Qualifying-Format: 2026 debütierte ein neues Qualifying-Format, das sich an jenem der Formel 1 orientiert, aber an einigen Punkten komplizierter gestaltet wurde. So waren fünf Autos über die NLS und die Qualifier-Rennen im April bereits automatisch direkt für das entscheidende Top-Qualifying 3 qualifiziert. Ansonsten fuhren sich alle weiteren Autos aus den Klassen SP9 (GT3), SP-X, SP-Pro und ATI die 20 Plätze in TQ2 aus (also alle GT3-Klassen), wo schließlich die sieben ausstehenden TQ3-Plätze verteilt wurden.

Bereits vor dem Beginn des Top-Qualifyings automatisch für TQ3 qualifiziert waren der #45-Kondo-Ferrari (Perel/Marschall/Vermeulen/Neubauer), der #16-Scherer-Audi (Haase/Sims/Green), sowie der #47 KCMG-Mercedes (Fukuzumi/Gamou/Krohn/Pittard) und der #84-Abt-Lamborghini (Engstler/Bortolotti/Niederhauser). Außerdem bereits fix im entscheidenden Segment stand das Vorjahres-Siegerauto #1 ROWE-BMW (Farfus/Marciello/Pepper/K. van der Linde).

BMW-Kombi qualifiziert sich für TQ2

So lief TQ1: Es dauerte nicht einmal bis zur ersten Auffahrt auf die Nordschleife, ehe es schon den ersten Unfall der Session gab. In der Ravenol-Schikane hatte Michele di Martino den #33-Audi von KKrämer Racing (Vazquez-Garcia/Leib/Di Martino/Brück) sein Auto verloren und im Reifenstapel versenkt.

Ebenfalls bevor er überhaupt eine Runde hinlegen konnte, warf auch Kelvin van der Linde das Vorjahres-Siegerauto weg, als er den ROWE-BMW #1 (Farfus/Marciello/Pepper/K. van der Linde) in Brünnchen rausdrehte, allerdings ohne anzuschlagen. Da das Auto ohnehin schon für TQ3 qualifiziert war, hielt sich der Schaden in Grenzen.

Bereits in TQ1 ging mit Kevin Estre einer der größten Nürburgring-Stars auf die Strecke, der damit nicht mehr in TQ3 um die Pole kämpfen kann, da bei Pro-Formationen kein Fahrer zwei Segmente bestreiten darf. Estre stellte den #911-Manthey-Porsche (Estre/Güven/Preining/Campbell) auf P7 und bescherte somit dem Grello locker den TQ2-Aufstieg.

Der Porsche 911 GT3 R Evo26 von Manthey mit Estre/Güven/Preining bei den 24h Nürburgring
Auch der Grello sicherte sich die Teilnahme an TQ3, Foto: IMAGO / Alexander Franz

Für die schnellste Runde des Segments sorgte der #34-Walkenhorst-Aston (Krognes/Drudi/Thiim/Fernandez Laser) gesteuert von Mattia Drudi mit einer Zeit von 8:12,135. Keine Probleme mit dem TQ2-Weiterkommen hatte auch der BMW-Kombi mit der Nummer #81 (Klingmann/de Wilde/de Phillippi/Verhagen) auf P10.

Von den Pro-Formationen scheiterten hingegen der #17-Dunlop-Porsche (Andlauer/Boccolacci/Menzel/Picariello) auf P24, der #55 Dinamic-Porsche (Beretta/Ghiretti/Sturm/Hartog) auf P25 und der #59 Dörr-McLaren (Schädler/Weishar/Naumann/Dörr) auf P31. Alle anderen Pro-Aufstellungen zogen weiter ins zweite Qualifying-Segment. Die drei HWA EVO.R reihten sich auf den Positionen 41 bis 43 ein, wobei Luca Ludwig im #62-Auto (Adelson/Asch/Ludwig/Winkelhock) den internen Dreikampf für sich entschied.

Max Verstappen zittert trotz Blitzrunde

So lief TQ2: Bereits in TQ2 setzte sich Max Verstappen im #3 Winward-Verstappen-Mercedes (Auer/Gounon/Juncadella/Verstappen) ans Steuer. Ein ziemlicher Wermutstropfen für die Fans des Niederländers, denn damit war klar, dass er im entscheidenden Einzelzeitfahren am frühen Nachmittag nicht um die Pole Position mitfahren wird.

TQ2 begann aber mit einem Mercedes-Aufreger, der mit dem Niederländer nichts zu tun hatte. Denn der #80-Ravenol-Winward-Mercedes (Engel/Stolz/Schiller/Martin) mit Maro Engel am Steuer schlug in Hatzenbach in die Leitplanke ein, und zerstörte sich dabei die Aufhängung, wodurch das Qualifying für den mitfavorisierten Mercedes-AMG GT3 beendet war.

Bei Verstappen hingegen saß schon die erste Runde, als er mit einer 8:14,4 eine neue Tages-Bestzeit aufstellte, die zunächst niemand unterbieten konnte. Christian Krognes im Walkenhorst-Aston #34 (Krognes/Drudi/Thiim/Fernandez Laser) kam ihm mit 0,984 Sekunden Rückstand am nächsten. Da die Code-60-Phase für den gecrashten Engel-Mercedes länger anhielt, dauerte es bis zum Ende des Qualifyings, ehe noch einmal Zeitattacken gefahren werden konnten.

Dann allerdings purzelten die Zeiten, als beide Lamborghinis in Form von Nick Yelloly (#130-Abt; Mapelli/Catsburg/Yelloly) und Christian Engelhart (#7-Konrad; Stalidzane/Paul/Engelhart/Lefterov) die Verstappen-Zeit zum Teil deutlich unterboten. Der Niederländer legte nochmal nach, kam allerdings nur auf Zwischenposition 2.

Krognes im #34-Walkenhorst-Aston (Krognes/Drudi/Thiim/Fernandez Laser), Güven im Grello (Estre/Güven/Preining/Campbell) und die beiden HRT-Mustangs #64 (Maini/Scherer/D. Schumacher/Stippler) und #67 (Olsen/Mies/Vervisch/Stippler) schoben sich noch dazwischen. Für Verstappen wurde es damit knapp, P6 reichte aber letztendlich noch für den TQ3-Einzug. Dort wird dann Daniel Juncadella um die Pole Position kämpfen.