Cadillac startet nach Maß in das Rennwochenende bei den 24 Stunden von Le Mans 2025. Der #38-Prototyp von Jota belegte im ersten Training Rang 1. Für den größten Schreckmoment der Session sorgt aber ein GT3-Mercedes. Der Australier Stephen Grove verunfallt vor der Dunlop-Kurve schwer, bleibt dabei aber glücklicherweise unverletzt. Mick Schumacher verpasst die Top 10.
Das Ergebnis: Bei Temperaturen von 30 Grad Celsius - voraussichtlich die heißesten Bedingungen des Wochenendes - sorgte Sebastien Bourdais im #38 Jota-Cadillac (Bourdais/Bamber/Button) für die Bestzeit. Der Franzose drehte seine Runde etwas mehr als eine halbe Stunde vor dem Ablauf der Zeit mit einer Zeit von 3:25,148.
Le-Mans-Training extrem schnell: Cadillac verpasst Vorjahres-Pole nur knapp
Damit stellte er den #50-Ferrari (Fuoco/Molina/Nielsen) auf dem 13,626-Kilometer langen Circuit de la Sarthe um 0,154 Sekunden in den Schatten. Nicht nur das, mit seiner Zeit scheiterte Bourdais auch nur um eine Zehntelsekunde an der Qualifying-Bestzeit des Vorjahres. Ein Grund für die schnellen Zeiten: Seit der letzten Le-Mans-Ausgabe ist die Strecke in Teilen neu asphaltiert worden. Das betrifft die Tertre-Rouge-Schikane auf dem Weg zur langen Mulsanne-Geraden sowie den Kurvenausgang von der Arnage-Schikane hin zur ersten der zwei Porsche-Kurven.
Die dritte Position ging an den Porsche #6 (Campbell/Estre/L. Vanthoor), der auf seiner schnellsten Runde etwa vier Zehntelsekunden Rückstand aufriss. Dahinter folgte der #8-Toyota (Buemi/Hartley/Hirakawa) vor dem nächsten Porsche in Form des 963ers mit der #5 (Andlauer/Christensen/Jaminet).
Platz 6 belegte der #12-Jota-Cadillac (Stevens/Nato/Lynn) vor dem #4-Porsche (Nasr/Tandy/Wehrlein). Der beste BMW fuhr in Form der #15 (D. Vanthoor/Marciello/Magnussen) auf die achte Position, während dessen Schwesterauto #20 (Rast/Frijns/S. van der Linde) Rang 12 belegte.
Der #35-Alpine (Chatin/Habsburg/Milesi) und der #99-Proton-Porsche (Jani/Pino/Varrone) rundeten die Top 10 ab. Mick Schumacher steuerte den #36-Alpine (Schumacher/Makowiecki/Gounon) auf den 14. Rang. Noch keine Rolle auf den ersten Positionen spielte erwartungsgemäß Aston Martin. Der schnellere der beiden Valkyrie #007 (Tincknell/Gamble/Gunn), die ihr Debüt in Le Mans geben, landete auf P17 direkt vor dem Schwesterauto #009 (Riberas/Sorensen/De Angelis).
24h Le Mans 2025: Ergebnis 1. Training (Hypercar)
| Pos. | Auto | Fahrer | Rückstand |
|---|---|---|---|
| 1 | #38 Cadillac | Bamber, Button, Bourdais | 3:25.148 |
| 2 | #50 Ferrari | Fuoco, Molina, Nielsen | +0.154 |
| 3 | #6 Porsche | Vanthoor, Estre, Campbell | +0.420 |
| 4 | #8 Toyota | Buemi, Hartley, Hirakawa | +0.554 |
| 5 | #5 Porsche | Andlauer, Christensen, Jaminet | +0.596 |
| 6 | #12 Cadillac | Lynn, Nato, Stevens | +0.784 |
| 7 | #4 Porsche | Nasr, Tandy, Wehrlein | +0.814 |
| 8 | #15 BMW | D. Vanthoor, Magnussen, Marciello | +0.874 |
| 9 | #35 Alpine | Chatin, Habsburg, Gounon | +0.972 |
| 10 | #99 Proton-Porsche | Jani, Pino, Varrone | +1.076 |
| 11 | #7 Toyota | Conway, Kobayashi, De Vries | +1.123 |
| 12 | #20 BMW | Sheldon van der Linde, Frijns | +1.276 |
| 13 | #101 Cadillac | J. Taylor, R. Taylor, Albuquerque | +1.401 |
| 14 | #36 Alpine | Mick Schumacher, Milesi, Makowiecki | +1.624 |
| 15 | #51 Ferrari | Pier Guidi, Calado, Giovinazzi | +1.716 |
| 16 | #311 Cadillac | Aitken, Drugovich, Vesti | +1.750 |
| 17 | #007 Aston Martin | Tincknell, Gamble, Gunn | +1.920 |
| 18 | #009 Aston Martin | Riberas, Sorensen, De Angelis | +2.243 |
| 19 | #83 AF-Corse-Ferrari | Ye, Hanson, Kubica | +2.287 |
| 20 | #93 Peugeot | Vergne, Di Resta, Jensen | +3.613 |
| 21 | #94 Peugeot | Vandoorne, Duval, Jakobsen | +3.979 |
In der LMGT3-Klasse setzte sich der #78-Akkodis-Lexus (Robin/Hawksworth/Gehrsitz) durch. Auf Platz 2 landete der AF-Corse-Ferrari#54 und auf P3 der #10-Aston-Martin von Racing Spirit of Leman (Deboer/Hasse Clot/E. Barrichello). Der #46-WRT- BMW von Valentino Rossi reihte sich auf Klassenposition 11 ein (Rossi/Al-Harthy/K. van der Linde).
24h Le Mans 2025: Ergebnis 1. Training LMGT3 (Top-5)
| Pos. | Auto | Fahrer | Rückstand |
|---|---|---|---|
| 1 | #78 Akkodis-LEXUS | Barnicoat, Robin, Gehrsitz | 3:57.248 |
| 2 | #54 AF Corse FERRARI | Flohr, Castellacci, Rigon | +0.047 |
| 3 | #10 Spirit of Leman ASTON MARTIN | Deboer, Barrichello, Hasse-Clot | +0.096 |
| 4 | #193 Tempesta FERRARI | Froggatt, Hui, Cheever | +0.213 |
| 5 | #21 AF Corse Ferrari | Heriau, Mann, Rovera | +0.309 |
24h Le Mans 2025: Ergebnis 1. Training LMP2 (Top-5)
| Pos. | Auto | Fahrer | Rückstand |
|---|---|---|---|
| 1 | #16 RLR M Sport | Jensen, Cullen, Pilet | 3:36.888 |
| 2 | #43 Inter Europol Competition | Smiechowski, Dillmann, Yelloly | +0.237 |
| 3 | #45 Algarve Pro Racing | Kurtz, Catsburg, Quinn | +0.454 |
| 4 | #48 VDS Panis Racing | Gray, Masson, Perera | +0.489 |
| 5 | #29 TDS Racing | Sales, Beche, Novalak | +0.844 |
Mercedes-Crash sorgt für Schreckmoment
Die Zwischenfälle: Das erste Training in Le Mans hatte einen groben Unfall zu verzeichnen. Der Australier Stephen Grove verunfallte im Iron-Lynx-Mercedes #63 (S. Grove/B. Grove/Stolz) etwas weniger als zwei Stunden vor Ablauf der Zeit eingangs der Dunlop-Kurve schwer. Nachdem er am Boxenausgang stark in die Wand eingeschlagen hatte, wurde er für vorsorgliche Untersuchungen ins Medical Center gebracht. Mercedes gab kurze Zeit später Entwarnung, dass Grove unverletzt geblieben war. Wie es zu dem Unfall kam, wurde von den TV-Kameras nicht aufgeklärt.
Eine zweite rote Flagge wurde etwa eine halbe Stunde später ausgelöst. Diesmal war kein Fahrzeug involviert, aber in der Mulsanne-Kurve lagen offenbar Trümmer auf der Strecke, dementsprechend dauerte die Unterbrechung nur wenige Minuten. Kies auf der Strecke hatte zuvor bereits nach acht Minuten für eine erste Gelbphase gesorgt.
Für einen kurzen Schreckmoment sorgte der Cadillac #38, der sich mit Earl Bamber am Steuer in der letzten Schikane ins Kies drehte und anschließend vor einem GT3-Auto auf die Strecke zurückkehrte, das nur knapp einen Unfall vermeiden konnte. Da zu diesem Zeitpunkt die gelbe Flagge draußen war, ist unklar, ob das heranfahrende Fahrzeug nicht ausreichend verlangsamt hatte, oder ob der Cadillac gefährlich auf den Kurs zurückgekehrt wäre.
Ein Dreher von Riccardo Agostini im Ferrari 296 GT3 von Richard Mille #150 (Toledo/Wadoux/Agostini) sorgte kurz vor der Trainingshalbzeit für eine längere Gelbphase, da Agostini in der Folge im Kies stecken blieb. Weitere kurze Gelbphasen gab es für Trümmer oder Kies auf der Strecke.



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