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Formel 1 - Deshalb rastete Esteban Gutierrez in Brasilien aus

Streit mit Haas-Teamchef Steiner

Esteban Gutierrez war in Brasilien außer sich. Nach seinem Ausfall geriet der Haas-Pilot mit Teamchef Günther Steiner aneinander.

Motorsport-Magazin.com - Unfälle, Ausritte, emotionale Abschiede: Der Brasilien GP hatte viele denkwürdige Szenen zu bieten, und in einer von ihnen war auch Esteban Gutierrez der Hauptdarsteller. Der Haas-Pilot schied in Runde 47 aufgrund eines Problem mit der MGU-K aus, nachdem er zuvor in Schlagdistanz zu den Top-10 gelegen war, und war danach emotional so aufgewühlt, dass er in der Box mit Teamchef Günther Steiner aneinander geriet.

Günther ist einfach auf mich zugekommen, da war ich noch nicht bereit nach diesem Ende...
Esteban Gutierrez

Gutierrez und Steiner lieferten sich ein Wortgefecht, nach dem der Mexikaner wutentbrannt davon stürmen wollte, jedoch von Steiner am Arm gepackt und zurückgehalten wurde, sodass ihm der Südtiroler noch ein paar weitere Worte mit auf den Weg geben konnte.

"Jeder Fahrer wäre nach so einem Rennen verärgert gewesen. Heute war es für mich definitiv möglich, die ersten Punkte zu sammeln, aber dann hatte ich ein Elektronikproblem und es wurde immer schlimmer und schlimmer, bis ich aufgeben musste", erklärte Gutierrez, nachdem er sich ein wenig beruhigt hatte, im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Günther ist einfach auf mich zugekommen, da war ich noch nicht bereit nach diesem Ende..."

Gutierrez verhandelt mit Sauber und Manor

Dass es um Gutierrez Nervenkostüm dieser Tage nicht sonderlich gut bestellt ist, ist durchaus nachvollziehbar. Seit Freitag steht offiziell fest, dass er Haas nach einem Jahr wieder verlassen muss und Kevin Magnussen in der nächsten Saison an seiner Stelle beim US-Team fahren wird. Somit steht in den Sternen, ob Gutierrez auch 2017 in der Formel 1 an den Start gehen wird, denn viele freie Cockpits gibt es nicht mehr.

Fährt Gutierrez 2017 für Sauber oder Manor? - Foto: Sutton

Um genau zu sein sind es noch deren vier, nämlich die beiden bei Sauber und Manor. Und mit genau diesen Rennställen steht der 25-Jährige momentan auch in Verhandlungen. "Ich bin in Gesprächen mit beiden Teams", bestätigte Gutierrez. "Mal sehen, was die nächste Woche bringt."

Während bei Marcus Ericsson vermutlich bei Sauber bleiben wird, könnte Felipe Nasr, trotz der Punktefahrt in Brasilien, das Team verlassen. Als Kandidat bei Sauber gilt ebenso wie bei Manor aber auch Pascal Wehrlein, der somit ein Konkurrent von Gutierrez ist, dem die Felle zusehends davon zu schwimmen zu drohen.

"Für nächstes Jahr gibt es noch einen Platz bei Sauber und einen bei Manor. Und natürlich führt Mercedes diesbezüglich die Gespräche", verriet der Wehrlein gegenüber Motorsport-Magazin.com. Nach der Absage von Force India, das 2017 auf Esteban Ocon setzt, sind dem Deutschen die Hände hinsichtlich seiner F1-Zukunft gebunden. "Es liegt nicht an mir."


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