Formel 1 - Gefahrenstelle Bahrain: Kerb sorgt für Ärger

Air-Kimi & Knalldonado

Vorsicht vor Kurve 4 in Bahrain! Kimi Räikkönen und Pastor Maldonado machten unliebsame Bekanntschaft mit den Kerbs. Flugeinlagen könnten Folgen haben.
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Motorsport-Magazin.com - Gefahrenstelle Kurve 4: Dieser Bereich sorgte am Freitag in Bahrain für das größte Aufsehen. Im 1. Training flog Kimi Räikkönen spektakulär mit den Vorderrädern durch die Luft, nachdem der Ferrari-Pilot ausgangs der vierten Kurve zu weit auf die hohen Kerbs gefahren war.

Im 2. Training erwischte es Pastor Maldonado, der seinen Lotus zu hart über die diskutablen Kerbs bugsierte und sich dabei einen Schaden am Auto zuzog. "Der Unterboden ging kaputt", sagte der Venezolaner nach seiner unfreiwilligen Flugeinlage. "Vielleicht war ich an der falschen Stelle, oder der Kerb ist ziemlich hoch. Wir müssen davon weg bleiben."

Wir müssen davon weg bleiben.
Pastor Maldonado

Kerb wird wohl entfernt

Normalerweise sollen die Streckenbegrenzungen Fahrer davon abhalten, über die Markierung der Piste hinauszubrettern - in Bahrain könnte sich das Überfahren der Kerbs allerdings als fatal herausstellen. Gut möglich, dass hier vor dem 3. Training und dem Qualifying am Samstag noch einmal Hand angelegt wird. Die Kerbs in Kurve 4 waren ein großes Thema beim Fahrer-Briefing mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting am Freitagabend.

"Dieser Kerb macht keinen Sinn", sagte Daniil Kvyat gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Ich denke schon, dass überlegt wird, ihn zu entfernen. Wenn er bleibt, müssen wir schauen, dass wir nicht drüber fahren - das sieht ziemlich gefährlich aus. Es war sicherer auf der Strecke, als er noch nicht da war." Für die Streckenverantwortlichen sollte es ein Leichtes sein, besagten Randstein abzubauen - weitere Zwischenfälle könnten scharfe Kritik nach sich ziehen.

Das sieht ziemlich gefährlich aus.
Daniil Kvyat

Keine Gefahr

Jean-Eric Vergne hatte unterdessen eine vermeintlich einfache Lösung parat: einfach nicht drüberfahren. "Das ist kein Sicherheitsproblem", spielte der Toro-Rosso-Pilot das Kerb-Problem herunter. "Es kann doch alles zum Sicherheits-Problem werden: Wenn du eine Mauer siehst und direkt darauf zufährst, kann das auch gefährlich sein."

Sergio Perez entging am Freitag zwar einem Kerb-Unglück, doch glücklich war der Force-India-Pilot nicht mit der Lösung. "Das gefällt keinem Fahrer", sagte der Mexikaner. "Das ist ein harter Schlag für das Auto, den Fahrer und das Rückgrat - auf jeden Fall ein Fehler." Es sei ziemlich leicht, in Kurve 4 über diese Kerbs zu fahren, weil das Auto automatisch dorthin geleitet werde. Perez: "Hoffentlich sehen wir am Sonntag zum Wohle der Autos und der Show keinen solchen Unfall."


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