Formel 1 - Piloten uneins: Ist die Beleuchtung hell genug?

Wenn die Nacht zum Tag wird

In Bahrain wird erstmals unter Flutlicht gefahren. Während einige Piloten über die Umstellung klagen, bemerken andere gar keinen Unterschied.
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Motorsport-Magazin.com - Das helle Lichterband, das sich durch die Wüste von Bahrain schlängelt, stößt nicht bei allen Fahrern auf uneingeschränkte Begeisterung. Daniil Kvyat etwa bemängelte, dass die Teams aus dem ersten Freien Training, das bei Tageslicht und somit völlig anderen Bedingungen als Qualifying und Rennen stattfindet, nur wenige Schlüsse ziehen können. "Es ist eine größere Herausforderung, aber wahrscheinlich wollten sie das so", meinte er.

Es ist ein totaler Neuanfang.
Nico Rosberg

Er würde es befürworten, das erste und auch das dritte Training nach hinten zu verschieben. "Dann kommen wir näher an die Singapur-Zeiten heran", begründete er. In dem Stadtstaat beginnen das erste und das dritte Training jeweils um 18 Uhr, das Rennen wird am Sonntag um 20 Uhr Ortszeit gestartet. Teamkollege Jean-Eric Vergne findet die beiden Trainings in Bahrain allerdings auch zu den bisherigen Uhrzeiten sinnvoll. "Jedes Fahren ist wichtig und hilfreich, um Dinge zu testen", argumentierte er.

Mercedes-Pilot Nico Rosberg gesteht, dass die Uhrzeiten für die Fahrer wie ein Jetlag sind. Sie bleiben bis ein Uhr nachts auf und schlafen lange. "Es ist auch viel kälter, da muss man sich anpassen. Normalerweise hat es tagsüber 35 Grad und jetzt sind es nur noch 25 oder 20 Grad", sagte er nach dem zweiten Freien Training. Damit sei die Strecke auch kühler, was für das Auto und die Reifen völlig anders sei. "Man muss sich total anpassen und das Setup komplett neu aufbauen. Es ist ein totaler Neuanfang", schilderte er die Umstellung.

Man denkt nicht, dass es Nacht ist.
Jenson Button

Auch wenn er zugibt, dass die beleuchtete Strecke sowohl für die Fahrer als auch die Zuschauer beeindruckend aussieht, bemängelte er die Sicht. Die Red Bull- und McLaren-Piloten sind dagegen wunschlos glücklich. "Es stehen genug Lampen da, es ist genug ausgeleuchtet. Es ist keine Riesen-Umstellung", meinte Sebastian Vettel. "Die Organisatoren haben einen guten Job gemacht, die Strecke zu beleuchten. Es ist auf jeden Fall genug Licht da - mehr als genug", fügte Teamkollege Daniel Ricciardo hinzu. Der Australier betonte, dass es schön gewesen sei, nachts zu fahren, da sich der Speed etwas schneller anfühle und eine gute Atmosphäre herrsche.

"Man denkt nicht, dass es Nacht ist", erklärte Jenson Button. "Die Drehzahl-Lichter auf dem Display sind einfach nur heller." Auch Kevin Magnussen bezeichnete die Beleuchtung als sehr gut. "Natürlich sieht man am Himmel, dass es dunkel ist, aber es sieht cool aus."


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