Formel 1 - Räikkönen: Ferrari-Setup bereitet Sorgen

Simulator-Hilfe? Nö!

Kimi Räikkönen hadert mit dem Setup seines Ferraris - hat die Scuderia das Problem rechtzeitig in den Griff bekommen? Motorsport-Magazin.com hat sich umgehört.
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Motorsport-Magazin.com - Typisch Kimi Räikkönen. Auf die Frage, ob er mit Fahrten im hauseigenen Ferrari-Simulator dabei helfen würde, die Setup-Probleme des F14 T in den Griff zu bekommen, antwortete der Eismann lediglich: "Nein." Damit sorgte der Finne während der offiziellen Pressekonferenz vor dem Malaysia Grand Prix zwar für Schmunzeln bei seinen Fahrerkollegen und im Publikum, doch Räikkönen selbst dürfte in diesen Tagen nur bedingt nach Lachen zumute sein.

Fakt ist: Der Ferrari will noch nicht so, wie es Räikkönen gern hätte. Das machte sich in Melbourne bemerkbar, als er beim Auftaktrennen nicht über Platz sieben hinauskam und mit der Performance seiner Roten Göttin haderte. Zunächst wurde angenommen, dass das komplizierte Brake-by-Wire-System Probleme bereitete, doch Räikkönen wies diese Annahmen nun entschieden zurück. "Mit dem System ist nichts falsch", so der Ferrari-Pilot. "Ich weiß nicht, wo es herkam, aber das war nicht das Problem."

Räikkönen hadert mit Setup

Räikkönen: Unfall in Australien - Foto: Sutton

Nicht das aufwendige Bremssystem, sondern die allgemeinen Einstellungen des F14 T-Boliden bereiten Räikkönen weiter Kopfzerbrechen. Schon im Australien-Qualifying lief es alles andere als rund, zum Ende des Q2 parkte er das Auto unsanft in der Streckenbegrenzung und musste von Platz zwölf starten. Ferrari hatte nun knapp zwei Wochen Zeit, um den roten Renner weiter zu entwickeln und auf Räikkönens Stil zuzuschneiden. Ob die Zeit gereicht hat?

"Es ist vor allem das Setup - also, das Auto so hinzubekommen, wie ich es gern fahre", bestätigte er. "Ich bin sicher, dass es einfacher wird und ich ein besseres Gefühl für die Front bekomme, wenn wir daran arbeiten." Räikkönen klang zuversichtlich, was den Fortschritt mit den neuen Auto anging, gleichzeitig wusste er aber, dass Ferrari keine Zeit verlieren darf - besonders nicht in der kritischen Phase, in der es gilt, Platzhirsch Mercedes einzufangen.

Herbert: Ferrari fährt hinterher

Wir haben viele gute Leute, die rund um die Uhr arbeiten.
Kimi Räikkönen

"Ferrari fehlt es noch an Rennpace", sagte der frühere Formel-1-Fahrer Johnny Herbert an diesem Donnerstag im Interview mit Motorsport-Magazin.com "Es ist möglich, das aufzuholen, aber sie müssen eine größere Lücke schließen als McLaren oder Williams." Räikkönen räumte ein, dass der Ferrari-Start ins neue Jahr nicht ideal gewesen sei, doch zumindest habe das Team aus den Problemen in Melbourne gelernt.

Räikkönen vor dem zweiten Rennwochenende der Saison in Sepang: "Darauf können wir jetzt aufbauen. Wir haben viele gute Leute, die rund um die Uhr arbeiten. Wir haben zwar noch einiges zu tun, aber ich bin sicher, dass wir weiter Fortschritte erzielen werden."


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