Formel 1 - Montoya: Ferrari war nur mit Schumi stark

Nur ein Gespräch in sechs Jahren

Ist Ferrari überbewertet? Das zumindest glaubt Ex-Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya, der der Mythosmarke ohne Michael Schumacher die Klasse abspricht.
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Motorsport-Magazin.com - Seit Kimi Räikkönens Weltmeisterschafts-Triumph 2007 und dem Gewinn der Konstrukteurswertung im folgenden Jahr wartet Ferrari sehnlichst auf einen weiteren Titel. Geht es nach Ex-Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya, ist der Grund für die lange Wartezeit des legendären italienischen Rennstalls nur allzu deutlich.

Ferrari hatte nur mit Michael Schumacher zuletzt gute Jahre
Juan Pablo Montoya

"Ferrari hatte nur mit Michael Schumacher zuletzt gute Jahre", ist sich der Kolumbianer sicher. Nachdem Schumacher am Ende der Saison 2006 erstmals zurücktrat, sei die Dominanz Ferraris verlorengegangen. Trotz eher unglücklichen Comebacks bei Mercedes von 2010 bis 2012 sei Schumacher über alle Kritik erhaben. "Dass Schumacher bei Mercedes keinen Erfolg hatte ist einzig und alleine Schuld des Teams, denn Michael hat ja nicht einfach das Fahren verlernt in der Pause."

Trotz der warmen Worte für seinen einstigen Rivalen stellt Montoya klar, dass er nie mit Schumacher befreundet war. "Die Formel 1 ist in jeglicher Hinsicht sehr verschlossen. Als McLaren-Fahrer konnte ich niemals einfach ins Ferrari-Motorhome gehen um mich dort mit Leuten zu treffen oder zu unterhalten. Mit Michael habe ich in unseren sechs gemeinsamen Jahren nur einmal gesprochen."

Als McLaren-Fahrer konnte ich niemals einfach ins Ferrari-Motorhome gehen um mich dort mit Leuten zu treffen
Juan Pablo Montoya

Montoya, der nach seiner aktiven Zeit in der Formel 1 in die amerikanische Nascar-Serie wechselte und nun bei den Indycars fährt, zeigt zudem wenig Interesse an seiner alten Wirkungsstätte. "Ich habe seit sieben Jahren eigentlich überhaupt keine Formel 1 mehr geschaut, denn sie interessiert mich nicht. Vielleicht maximal ein bis zwei Rennen pro Jahre sehe ich zufällig."

Redaktionskommentar:

Motorsport-Magazin.com meint: Schon seit jeher ist Juan Pablo Montoya eher durch unbedachte Sprüche ohne Substanz aufgefallen als durch fahrerisches Können. Sich ein Urteil über die Formel 1 und Ferrari anmaßen zu wollen, obwohl er die Serie seit sieben Jahren nicht mehr verfolgt, ist schlicht lächerlich und eine gigantische Frechheit. Ein Studium der Geschichtsbücher würde ihm sicherlich gut tun. Bereits in Schumachers letzten beiden Jahren bei Ferrari unterlag er Fernando Alonso im Renault. Anschließend sicherte sich Räikkönen die WM und Massa scheiterte 2008 so knapp wie nur irgend möglich. Seitdem verlor Alonso unglücklich zwei Meisterschaften mit viel Pech im letzten Rennen. Die Resultate sind zwar nicht da für Ferrari, der Rennstall aber unbestritten fast durchgehend eine wahre Größe in der Formel 1. (Samy Abdel Aal).


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