Formel 1 - Ferrari: Probleme über Probleme

Krisensitzung in Maranello

Für Ferrari begann die Saison einmal mehr enttäuschend. In Maranello läuten bereits die Alarmglocken.
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Motorsport-Magazin.com - Die Plätze vier und sieben sind nicht gerade das, was sich Ferrari vor dem Saisonstart ausgemalt hatte. Als Präsident Luca di Montezemolo mit einem Brief an die Fans öffentlich "höchstmöglichen Einsatz" von Teamchef Stefano Domenicali und der gesamten Mannschaft forderte, hatte der Italiener sicherlich nicht Punktplatzierungen im Blick.

Symbolisch für den durchwachsenen Ferrari-Start - Foto: Sutton

Doch zu mehr scheint Ferrari einmal mehr nicht im Stande zu sein. Das weiß auch Domenicali: "Wir sind nicht da, wo wir hingehören. Wir sind hinten dran und müssen nun sicherstellen, dass wir in den Tagen, die wir jetzt zu Hause arbeiten können, Speed finden."

Allerdings versuchte Ferraris Rennleiter den Ball flach zu halten. Schließlich war es erst der Saisonauftakt und 18 Rennen stehen noch bevor. Und auch das Resultat an sich spiegle nicht unbedingt das wahre Kräfteverhältnis wieder: "Realistisch gesehen haben wir heute gesehen, dass Mercedes sehr stark war. Aber die anderen Teams? Ohne die Probleme, die wir hatten, hätten wir noch etwas ausrichten können", glaubt Domenicali. "Am Ende müssen wir das Ergebnis aber so hinnehmen."

Probleme scheint es bei der Mythosmarke dafür im Überschuss zu geben. Kimi Räikkönen beklagte sich über viele verschiedene Baustellen, die es zu Lösen gilt. Sowohl Reifen, als auch Bremsen bereiteten ihm Kopfzerbrechen und nicht nur das. "Wir konnten nicht alle Runden mit voller Power fahren", fügte Domenicali an. "Das sind Zuverlässigkeitsprobleme, die wir in den Griff kriegen müssen. Ich hoffe, dass die Probleme schon in Malaysia gelöst sind und wir auf einem anderen Level fahren."

Power-Unit-Nachteil

In Melbourne hätte der Benzinverbrauch eigentlich eine gravierende Rolle spielen sollen. Jedoch war das Rennen eine Runde kürzer als geplant und das Safety-Car musste für einige Runden ausrücken. Deshalb kam der Faktor Benzin nicht so stark zu tragen. Doch auch in diesem Bereich glaubt Domenicali der silbernen Konkurrenz hinterherzuhinken.

"Ja das ist ein Bereich, in dem wir uns verbessern müssen. Es hört sich unlogisch an, aber es ist so: Je mehr Power man hat, desto weniger Gas muss man geben und desto weniger verbraucht man auch. Da beißt sich die Katze selbst in den Schwanz", sprach der Italiener bildlich.


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