Formel 1 - Button zu Regeln: Spaß bleibt auf der Strecke

Deutlich enger als zuvor

Jenson Button trauert der alten Formel 1 hinterher. Dennoch erwartet der McLaren-Pilot eine spannende Saison mit vielen Verschiebungen des Kräfteverhältnisses.
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Motorsport-Magazin.com - Jenson Button startet am Wochenende in seine 15. Formel-1-Saison und kann es kaum erwarten, zum ersten Mal in Melbourne seine Runden im McLaren MP4-29 zu drehen. Der reine Fahrspaß ist für den Briten durch die zahlreichen Regeländerungen im technischen Bereich aber etwas auf der Strecke geblieben. "Ich lebe meinen Traum, aber für mich waren die Autos 2004 am besten, als wir die V10-Motoren und viel Grip hatten", gibt Button ehrlich zu.

Für mich waren die Autos 2004 am besten, als wir die V10-Motoren und viel Grip hatten.
Jenson Button

Nun hat sich der Sport verändert und der Weltmeister von 2009 ist gewillt, sich anzupassen. "Es ist alles unterschiedlich. Wir haben nun sehr viel Drehmoment, auch das Bremsen ist anders, der Abtrieb ist deutlich weniger. Das Fahren ist anders und macht nicht mehr so viel Spaß, wie ich das vor zehn Jahren gewohnt war." Dennoch weiß Button immer noch genau, warum er in der Formel 1 ist und den ersten Grand Prix kaum erwarten kann. "Ich fahre gegen die besten Fahrer und Teams der Welt und das macht es aufregend."

Williams und Mercedes top

Wer - zumindest für Melbourne - die besten Teams sind, steht für Button fest: "Einige Teams werden hier herausstechen, beispielsweise Williams und Mercedes", prognostizierte der Brite. Wie groß die Abstände der anderen Teams ausfallen werden, stehe auf einem anderen Blatt. Wenn es nach Button geht, erleben wir in Australien aber einen spannenden Saisonauftakt. "Abgesehen von den beiden Teams vorne erwarte ich, dass es deutlich enger zugeht, als es momentan aussieht."

Jenson Button hofft auf Siege - Foto: Sutton

McLaren selbst wird einige neue Teile einsetzen. Ob - und wenn ja wie gut -sie funktionieren, konnte Button aufgrund des schwierigen letzten Testtages noch nicht genau sagen. Sollte alles klappen rechnet der McLaren-Mann aber damit, zumindest in die Nähe der Spitze zu kommen. "Wir haben nicht so viele Fragezeichen bezüglich des Rennens. Wir haben nur einige in Sachen Speed", unterstrich Button. Der Brite fühlt sich nach den Testfahrten gut vorbereitet und erkennt im MP4-29 eine solide Grundbasis.

Melbourne nur der Anfang

Genau diese Basis gilt es in den ersten Rennen zu nutzen, denn hier sieht der McLaren-Pilot die Chance auf viele Punkte. Über Australien und Malaysia hinaus erwartet Button eine regelmäßige Verschiebung der Kräfteverhältnisse, da alle Teams mit neuen Updates aufwarten werden und das Auto immer besser verstehen. "Wenige der Autos, die im letzten Jahr schnell waren, werden jetzt lange hinten sein. Sie werden schnell wieder konkurrenzfähig werden", spielte Button beispielsweise auf Red Bull an. "Hoffentlich sind wir ein Team, das früher oder später an der Spitze mitkämpft."

Wenige der Autos, die im letzten Jahr schnell waren, werden jetzt lange hinten sein.
Jenson Button

Die Vorzeichen stehen zumindest gut, denn sowohl das Gefühl im Auto als auch im gesamten Team ist laut Button deutlich verbessert. "Ich weiß nicht, ob wir schnell genug sind, um zu gewinnen. Aber ich erwarte eine gute Saison und hoffe natürlich auf Siege", machte der Brite kein Geheimnis aus seinen Ambitionen. "Ich freue mich auf die Saison - sie wird sehr durchgemixt sein. Es werden viele Teams vorne kämpfen und das zu unterschiedlichen Zeiten - je nachdem, wann ihre Upgrades kommen."


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