Formel 1 - Grosjean: Bahrain-Wutanfall nur ein Witz?

Flucht ist keine Option

Romain Grosjean haute in Bahrain auf den Tisch - und wurde dabei heimlich gefilmt. Der Lotus-Pilot äußert sich nun zu dieser diskutablen Szene.
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Motorsport-Magazin.com - Romain Grosjean wurde zum unfreiwilligen Hauptdarsteller einer Szene, die sich während der letzten Testfahrten in Bahrain ereignete. Der Franzose wurde heimlich dabei gefilmt, wie er sich in der Lotus-Box lauthals beschwerte und mit der Hand auf einen Tisch schlug. Schnell machte das kleine Filmchen die Runde im Internet und viele sahen dies als Beleg dafür, dass es bei Lotus mächtig kriselt. Kein Wunder, verbrachte der E22-Bolide doch mehr Zeit in der Box als auf der Strecke. Grosjean und Teamkollege Pastor Maldonado drehten die wenigsten Runden aller Piloten.

Was war da los beim Franzosen, der eigentlich zu den besonnenen Vertretern im Fahrerlager gehört? "Das war ein Spaß mit dem Mechaniker", wiegelte Grosjean nun in Melbourne ab. "Eine Kamera nahm das auf und dann ging es rum." Nach 'Spaß' sah die Szene allerdings nicht aus und Grosjean räumte ein, dass die Tests ziemlich frustrierend verliefen: "Ich sprang aus dem Auto heraus, und ja, manchmal war es ein Desaster. Du fährst mit neuen Reifen raus und dann bricht alles schon auf der Outlap auseinander. Dann musst du viermal am Tag in die Box zurückfahren..."

Man kann schonmal etwas emotional werden, wenn es nicht so läuft, wie man das gern hätte.
Romain Grosjean

Für Grosjean lief es in Bahrain definitiv alles andere als rund. Kurios: Nach dem Ende der zweiten Tests streikte sogar sein Flugzeug, als er in London auf seinen Anschlussflug nach Moskau wartete. Da kann der Frust schon einmal die Oberhand gewinnen, auch wenn die Probleme mit Lotus weitaus gravierender waren. "Man kann schonmal etwas emotional werden, wenn es nicht so läuft, wie man das gern hätte", sagte Grosjean. "Aber bis jetzt waren es nur Testfahrten und noch nicht einmal das erste Rennen."

Es sei auch nicht der Plan, auf dem eigenen Team oder Motorenlieferant Renault rumzuhacken. Vielmehr sei jetzt intensives Teamwork gefragt. "Es kann nicht von Interesse sein, jemanden anzuschwärzen oder einfach sauer zu werden und wegzulaufen", so der Teamkollege von Pastor Maldonado. "Auf dem Papier ist das Auto gut", fügte er hinzu. "Es gibt vieles, das wir noch lernen müssen. Aber ich werde morgen sicherlich nicht aus dem Auto springen und sagen, 'Es liegt daran, das ist schlecht, das ist beep, beep, beep', oder so etwas in der Art."


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