Formel 1 - Ferrari: Motor entscheidet, nicht die Nase

Alle Freiheiten austesten

Ferrari-Technik-Direktor James Allison findet die Diskussionen um die Formel-1-Nasen amüsant und verrät, dass Ferrari noch weitere Optionen hatte.
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Motorsport-Magazin.com - Ferrari überraschte vor einigen Tagen die Welt mit einer sehr eigenwilligen Lösung der Nase des neuen Ferrari F14 T. Sowohl zuvor bei McLaren als auch danach bei Sauber, Red Bull oder Mercedes waren die unterschiedlichsten Frontelemente zu bestaunen. Für Ferrari-Technik-Direktor James Allison sind all diese Lösungen zwar interessant, letztlich zählen für den Ferrari-Mann aber die inneren Werte der Boliden - die Power Unit. "Der Grund, warum es nicht nur eine Lösung gibt, ist, dass dieser Bereich nicht so empfindlich ist. Daher gibt es unzählige verschiedene Lösungen, die funktionieren."

Ferrari versucht den Formel-1-Staubsauger - Foto: Ferrari

Der Brite entwickelte 2013 noch bei Lotus die geteilte Nasenvariante, bevor er zu Ferrari kam. Bei der Scuderia waren laut Allisons Aussagen ebenfalls Dutzende Möglichkeiten in unterschiedlichen Größen und Formen im Gespräch. Die verschiedensten Varianten sind nun auch im Paddock zu sehen - für Allison wenig verwunderlich. "Der Grund dafür ist, dass die Nasen-Regeln eine Menge geometrischer Freiheiten lassen und du versuchst, diese Freiheiten zu erkunden."

Die Nase sei einfach guter Gesprächsstoff, weil sie so prägnant an der Front des Autos sitzen und damit ins Auge stechen würde. Viel wichtiger ist laut dem Ferrari-Mann aber der Motor, wo Ferrari seiner Meinung nach einen exquisiten Job erledigt hat. "Die Motoren - wenn ihr Leute die mal sehen würdet, wenn sie nicht komplett mit Hitzeschildern bedeckt sind -, würdet ihr sehen, dass sie im Vergleich zu dem, was wir in den letzten Jahren gewohnt waren, unglaublich arbeitsreich sind", untermauerte Allison.

Der Grund, warum es nicht nur eine Lösung gibt, ist, dass dieser Bereich nicht so empfindlich ist.
James Allison

Bei allen Überlegungen stand im Vordergrund, dass alle Autos nun maximal 100 Kilogramm Benzin während des Rennens an Bord haben dürfen. "Wer immer den Motor am effizientesten machen kann, wird die meiste Power haben." Ein unglaublich komplexer und langwieriger Prozess, der den Motorenentwicklern alles abverlangte. In Sachen Aerodynamik hieß es hingegen - Business as usuall. "Auf aerodynamischer Seite tun wir natürlich, was wir immer getan haben. Das bedeutet, wir suchen nach Abtrieb, versuchen den Luftwiderstand zu reduzieren und versuchen, dass der Abtrieb so auf die Strecke gebracht wird, dass das Auto fahrbar ist."


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