Mit der Leichtigkeit des Seins hat Jordi Gene den dritten Lauf der WTCC gewonnen. Auf dem engen und winkligen Kurs von Puebla nutzte der Spanier seine Pole-Position, um sich in den folgenden 16 Rennrunden einen zwischenzeitlichen Vorsprung von drei Sekunden zu erfahren. Hinter dem Seat-Pilot sorgte sein Markenkollege Ryckard Rydell, der dank einer tollen Anfangsphase schnell auf den zweiten Platz nach vorne kam, für einen Doppelsieg der spanischen Löwen.

Im Gegensatz zum Rennsieger musste Rydell seinen Rückspiegel weitaus häufiger benutzen: dort machte sich Nicola Larini bemerkbar. Aber der Italiener im Chevrolet konnte das Tempo der Diesel-Fahrzeuge am Ende nicht mehr mitgehen. Im Ziel trennten Larini 2,8 Sekunden von Rydell, was die Freude über den Podestplatz aber nicht schmälerte.

Tom Coronel verlor seinen guten dritten Rang aus dem Qualifying schon auf den ersten Metern, festigte dann jedoch den vierten Platz. Sowohl nach vorne, als auch nach hinten, hatte der Niederländer nach wenigen Runden ein solides Polster. Selbst Gabriele Tarquini im Diesel-Seat konnte nicht zu Coronel aufschließen, nachdem er an Alain Menu vorbeikam. Mit 44 Kilogramm Zusatzgewicht hatte auch der Tabellenführer Yvan Muller keine Chance auf eine weitere Podestplatzierung: der Franzose wurde nach einem Fehler von Menu noch Sechster.

Für BMW begann das erste Rennen des Tages gar nicht nach Plan. Schon in der ersten Kurve ging es im hinteren Feld drunter und drüber - genau dort, wo sich die BMW tummelten. Alex Zanardi kam kurz vom rechten Weg ab, konnte die Fahrt aber ohne Probleme fortsetzen. Einen größeren Rückschlag gab es für Jörg Müller, der in der ersten Ecke umgedreht wurde. Für den Hückelhovener reichte es am Ende zum 14. Rang.

Augusto Farfus hätte es beinahe auf den achten Platz geschafft und damit immerhin einen Punkt sowie die Pole-Position für den zweiten Lauf geholt. Doch der Brasilianer wurde gegen Rennmitte von Tiago Monteiro aufgeschnupft und konnte sich so nur über die goldene Ananas für die neunte Position freuen. Bitter: Alain Menu kam nach seinem Quersteher in Runde 14 knapp vor Farfus zurück auf die Ideallinie. Zum ersten Mal seit Langem schaffte es kein einziger BMW in die Punkte. Auch Weltmeister Andy Priaulx kam nicht unter die ersten Acht.