Verdiente Pole Position für Alain Menu. Wie schon am Vormittag ließ der Schweizer der Konkurrenz auch in der Qualifikation keine Chance. Am morgigen Sonntag wird der Chevrolet-Pilot von der ersten Position aus ins erste der zwei Rennen gehen.

In der 30-minütigen Qualifikationssitzung ging Menu nur drei Mal auf die Strecke. Trotz Temperaturen von nur zwölf Grad konnte der ehemalige DTM-Pilot schon bei seinem ersten Versuch eine Zeit von 1:47.5 Minuten hinlegen. Mit seinem zweiten Satz Reifen konnte sich Menu noch einmal verbessern. Letztlich benötigte er für eine Runde auf dem 4,3 Kilometer langen Kurs von Zandvoort 1:47.044 Minuten. Im dritten Anlauf war Menu erneut schnell unterwegs, brach seine Runde aber nach dem zweiten Sektor ab.

Lange Zeit der Qualifikation lag Menu mit mehr als einer halben Sekunde in Führung. Erst in den letzten Minuten rückte ihm sein Markenkollege Nicola Larini noch einmal bedrohlich nahe. Der Italiener fuhr seine persönlich schnellste Zeit in der letzten Runde und verfehlte die Pole Position nur um 0.157 Sekunden. Mit einer komplett blauen ersten Startreihe wird in Zandvoort Geschichte geschrieben. Noch nie zuvor konnten sich zwei Chevrolet Lacetti für die ersten beiden Plätze qualifizieren.

Die zweite Startreihe ist fest in BMW-Hand. Auf dem dritten Platz landete der Brasilianer Augusto Farfus. Nur 0.160 Sekunden dahinter der zweite BMW mit Luca Rangoni am Steuer. Während man bei BMW und vor allem bei Chevrolet also durchaus zufrieden sein konnte, gab es bei Seat enttäuschte Gesichter. Für die Seat Leon aus dem Werkskader blieben nur die Ränge fünf und sieben, erfahren von Tiago Monteiro und Jordi Gene.

Sichtlich schwer taten sich Andy Priaulx und Jörg Müller mit der großen Menge an Zusatzgewichten. Anders als Farfus wurden die beiden Routinier von den 35 zusätzlichen Kilos stark eingebremst. Für den Briten sprang der achte Rang heraus, Müller wurde sogar nur Elfter. Beide BMW-Fahrer mussten ihren ersten Stint vorzeitig abbrechen. Jörg Müller verbremste sich in der Anbremszone zum Audi-S sogar heftig.

Auch die Lokalmatadoren haderten. Nach guten Leistungen im freien Training kamen weder Tom Coronel noch Olivier Tielemans unter die besten Zehn. Während der Seat-Pilot den 15. Platz belegte, rangierte der Alfa-Mann Tielemans auf dem 19. Rang beinahe am Ende des Feldes.