WRC

Ich fuhr so langsam, wie ich konnte - Rallye Sardinien: Die Stimmen zur Taktik

Nach den Taktikspielen auf der finalen Etappe gab es reichlich Erklärungsbedarf.

Motorsport-Magazin.com - Mikko Hirvonen und Matthew Wilson fanden gegenüber der offiziellen WRC Seite ebenso klare Worte, wie Sébastien Loeb und Jari-Matti Latvala.

Jari- Matti Latvala:
"Ich führe zum ersten Mal seit der Rallye Großbritannien im letzten Jahr und darüber freue ich mich. Ich habe wenig Erfahrung damit, als Erster auf die Etappen zu gehen, also wird das morgen eine Herausforderung. Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und einen guten Job machen. Der Druck liegt auf den Jungs hinter uns. Loeb hat die Taktikspiele auf der letzten Etappe begonnen und wir haben gut reagiert, indem wir unsere Geschwindigkeit erhöht und unsere Führung soweit wie möglich ausgebaut haben."

Mikko Hirvonen:
"Wir hatten die Information früh genug, aber ich konnte nicht glauben, wie viel Zeit Sébastien verloren hatte, bevor es dann zu spät war. Ich fuhr so langsam, wie ich konnte, aber es reichte nicht. Ich habe nicht realisiert, dass er angehalten hat, bis ich zwischen den gelb, roten Tafeln angekommen war und ich merkte, dass ich das gleiche hätte tun sollen. Aber wenn ich in dieser Zone noch angehalten hätte, wäre ich ausgeschlossen worden. Es ist noch nicht vorbei, wir haben noch zwei Tage und wir müssen voll attackieren um Sébastien hinter uns zu halten."

Malcolm Wilson
"Um ehrlich zu sein, wollten wir auch Jari- Matti Latvala hinter Loeb zurückfallen lassen. Aber als wir sahen, was passierte, schickten wir ihm die Nachricht, voll zu attackieren. Jari- Matti muss jetzt morgen alles geben. Wir wissen alle, wie schnell er sein kann und er wird sich nicht davon abschrecken lassen, als Erster auf die Strecke zu gehen. Es ist sehr wichtig, beide Fahrer in diesem Kampf zu haben."

Sébastien Loeb:
"Ich realisierte, dass ich Mikko morgen als erster auf der Strecke nicht aufhalten können würde. Egal wie hart ich angegriffen habe, es gelang mir nicht, eine Lücke herauszufahren. Nach vielen harten Überlegungen entschieden wir dann Latvala soviel Vorsprung zu geben, dass er vor uns zu bleiben würde. Gleichzeitig verrechnete sich Mikko, so dass er nun ebenfalls vor uns starten wird. Es ist ein Vabanquespiel, Latvala 43 Sekunden Vorsprung zu überlassen. Wir werden Sonntag sehen, ob wir uns richtig entschieden haben."


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