Für Ford war es ein Einstand nach Maß: In Marcus Grönholms erstem Rallye-Einsatz für Ford siegte der Finne bei der Rallye Monte Carlo, die kaum heimtückischer hätte sein können. Die Bedingungen waren an allen drei Tagen extrem schwierig und die Reifenwahl wurde zu einer Lotterie. Zwar schmolz Grönholms Vorsprung am dritten Tag nur so dahin, aber der 37-Jährige brachte seinen Ford Focus sicher ins Ziel.

"Das ist ein tolles Gefühl", jubelte Grönholm. "Ich hatte einen beruhigenden Vorsprung und brauchte mich nicht auf einen Kampf einzulassen. Das ist mein erster Asphalt-Sieg, wenngleich so viel Eis und Schnee lag, dass nicht mehr von einem Asphalt-Lauf die Rede sein kann. Nun freue ich mich in Schweden zu fahren."

Teamkollege Mikko Hirvonen startete als Neunter in den Tag und verbesserte sich auf Position sieben. "Als ich mich auf Platz sieben vorgearbeitet hatte, wusste ich, dass ich diesen Platz halten kann", sagte Hirvonen. "Das war ein hartes Wochenende, aber ein gutes. Ohne Probleme und Fehler hätte ich Fünfter werden können, aber in Anbetracht des Wetters war es ein guter Start in die Saison."

Jost Capito, Direktor des FordRS Teams, freute sich sehr über den Sieg in der erst zweiten Rallye des neuen Fahrzeugs. "Das ist mehr als wir uns erhofft hatten", so Capito. "Wir wussten, dass wir ein gutes Auto haben, aber nicht, dass wir eine der schwierigsten Rallyes mit dem neuen Fahrzeug und einer neuen Fahrerpaarung gewinnen können."

Teamchef Malcolm Wilson sprach von einem seiner "schönsten Siege in seiner Karriere": "Das ist ein unglaubliches Gefühl. Es ist der Charakter von Marcus wie er die Führung verteidigt hat. Es war sehr schwierig für ihn, weil er unglaublich vorsichtig sein musste. Ich hoffe, dass das der erste Sieg von vielen ist."