Kronos war in der griechischen Mythologie der Göttervater und einer der zwölf Titanen. Wie ein Titan hat heute Kronos-Pilot Sébastien Loeb gekämpft. Der Franzose machte Kilometer für Kilometer an Boden gut und überholte zunächst Manfred Stohl und anschließend nahm er auf der letzten Wertungsprüfung Toni Gardemeister 27 Sekunden ab, um sich den zweiten Platz zu sichern.

"Ich bin enttäuscht für das Team, denn wegen meines Fehlers am Freitag sind wir auf Platz acht zurückgefallen", sagte Loeb. "Das war klar meine Schuld. Andererseits war es eine Rallye wie ich sie liebe - eine wahre Verfolgungsjagd. Unser Xsara braucht sich nicht vor den anderen Fahrzeugen zu verstecken und mein Team hat toll gearbeitet."

Co-Pilot Daniel Elena fasste den letzten Tag wie folgt zusammen: "Wir wussten, dass Manfred Stohl uns mit seinen Slicks einholen könnte und von Toni Gardemeister hatten wir überhaupt keine Info, also hieß es Vollgas zu geben. Auf der Turini-Abfahrt ist mir mehrmals das Herz in die Hose gerutscht."

Teamkollege und Neuling Daniel Sordo fuhr sensationell in die Punkteränge auf Platz acht. "Mein Co-Pilot Marc Marti hat sechs Mal die Monte bestritten, aber nie war sie so kompliziert", berichtete der J-WRC Weltmeister. "Wir haben eine zweitbeste Zeit erzielt, einen Punkt geholt und das Auto ist unbeschadet. Ich habe das Gefühl mich seit Freitag verbessert zu haben und freue mich mehr in Schweden zu lernen."

Das gestrige Geburtstagskind Xavier Pons brachte seinen Xsara auf Platz neun ins Ziel und holte damit drei Punkte für die Markenwertung. "Deshalb bin ich froh ins Ziel gekommen zu sein", machte der Spanier klar. "Ich bin überwältigt von Sebastiens Leistung. Von ihm werde ich viel lernen können. Schließlich gratuliere ich meinem Freund und Ex-Konkurrenten aus Spanien, Daniel Sordo, für sein tolles Debüt im WRC."

Teamchef Marc Van Dalen zeigte sich ebenfalls "glücklich": "Ich hoffe, dass unsere Arbeit den Ansprüchen von Citroen gerecht wird und hoffe, dass wir so fortfahren können."