Mitsubishi-Pilot Luc Alphand ist dem Gesamtsieg bei der Rallye Dakar heute ein Stück näher gekommen. Auf der 13. Etappe von Labe nach Tambacounda in Senegal holte Alphand seinen zweiten Sieg.

"Es war ein riesiger Vorteil als Erster auf der Strecke zu sein", machte Alphand klar. "Wir hatten eine exzellente Pace, aber Giniel setzte uns massiv unter Druck und wir wollten uns nicht verfahren. Morgen können wir die Etappe kontrollieren. Wir können Giniel vorbei lassen und dem Staub folgen."

Giniel de Villiers kam hinter Carlos Sainz als Dritter ins Ziel mit lediglich anderthalb Minuten Rückstand. Im Gesamtklassement liegt der Südafrikaner 22 Minuten hinter Alphand. "Die Prüfung war schwierig, der Untergrund zum Teil sehr rutschig", so de Villiers. "Es war aber auch schön, denn die Bergstrecke führte uns bis auf 1.000 Meter Höhe. Ein Wegpunkt, den wir erreichen mussten, lag mitten im Busch. Hochachtung vor Luc Alphand - er fuhr perfekt."

VW-Pilot Bruno Saby beendete die Etappe als Vierter, gefolgt von Joan Roma, Thierry Magnaldy und Stéphane Peterhansel.

Ein Mensch und keine Maschine

"Luc war der Erste auf der Straße und ich denke, dass er heute perfekt gefahren ist", fasste Mitsubishis Teamdirektor Dominique Serieys zusammen. "Er zeigte, dass er mit dem Druck in Führung zu liegen klar kommt. Ich bin zuversichtlich, dass Luc die anderen Autos hinter sich lassen kann. Stéphane hat heute eine gute Leistung gezeigt. Er ist ein Champion, aber gestern machte er einen Fehler. Er ist nun mal ein Mensch und keine Maschine."

Kris Nissen, Motorsportdirektor von Volkswagen, meinte: "Unsere Fahrer und Beifahrer sowie unsere Race Touareg haben die schwierige Marathon-Etappe sehr gut gemeistert und sich ihre guten Positionen für den Endspurt gesichert. Gleichzeitig haben wir mit drei Platzierungen unter den ersten vier Plätzen der heutigen Etappe wieder einmal unsere gute Performance gezeigt."

Die Etappe wurde derweil vom Tod eines jungen Afrikaners überschattet. Beim Überqueren der Straße wurde der Junge von einem Fahrzeug angefahren und erlag seinen Verletzungen im Rettungshubschrauber.

Morgen steht der letzte richtige Tag auf dem Programm. Die Fahrer müssen von Tambacounda nach Dakar 254 Wertungskilometer bewältigen. Am Sonntag endet der 9000 Kilonmeter-Marathon mit einem 31-Kilometer-Showdown in Dakar.

Das Ergebnis der 13. Etappe

1. Luc Alphand Mitsubishi Pajero Evolution 4:30.15 Std.
2. Carlos Sainz Volkswagen Touareg 4:31.05 Std.
3. Giniel de Villiers Volkswagen Touareg 4:31.57 Std.
4. Bruno Saby Volkswagen Touareg 4:40.34 Std.
5. Joan Roma Mitsubishi Pajero Evolution 4:42.00 Std.
6. Thierry Magnaldi Schlesser Buggy 4:44.43 Std.
7. Stéphane Peterhansel Mitsubishi Pajero Evolution 4:47.05 Std.

Das Gesamtklassement

1. Luc Alphand Mitsubishi Pajero Evolution 50:56.07 Std.
2. Giniel de Villiers Volkswagen Race Touareg 2 + 22.13 Min.
3. Joan Roma Mitsubishi Pajero Evolution + 1:32.31 Std.
4. Stéphane Peterhansel Mitsubishi Pajero Evolution + 3:07.55 Std.
5. Mark Miller Volkswagen Race Touareg 2 + 3:33.10 Std.
6. Jean-Louis Schlesser Schlesser-Ford + 4:14.30 Std.
7. Carlos Sousa Nissan Pick-up + 5:24.01 Std.
8. Bruno Saby Volkswagen Race Touareg 2 + 8:09.47 Std.
9. Thierry Magnaldi Schlesser-Ford + 8:26.53 Std.
10. Guerlain Chicherit BMW X3 + 8:40.05 Std.
11. Carlos Sainz Volkswagen Race Touareg 2 + 9:47.53 Std.