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WRC

Dritter Einsatz für Natalie Barratt im OMV-Team

Natalie Barratt hat es in der Türkei auf WM-Punkte abgesehen. Die heißen Temperaturen sind ein Vorteil für die Britin.
von Daniel Grosvarlet

Motorsport-Magazin.com - Die "Rally of Turkey" (3. bis 5. Juni) ist die vierte von insgesamt sieben Stationen der FIA Production Car-World Rally Championship. Für Natalie Barratt bedeutet dies den dritten Einsatz im OMV World Rally Team nach den Rallyes in Neuseeland und Zypern – den Auftakt in Schweden hatte sie ausgelassen. Und diesmal sieht die OMV-Pilotin eine realistische Chance auf WM-Punkte – denn in der Türkei wird es heiß hergehen. Und das ist der sympathischen Britin nur recht.

Zypern war bereits eine im wahrsten Sinne des Wortes "heiße" Sache, doch bei der Türkei-Rally wird es noch heißer zugehen. Ein Umstand, der Natalie Barratt durchaus entgegenkommt. Die OMV-Pilotin setzt nicht nur darauf, dass Frauen im Allgemeinen mit Hitze besser umgehen können als Männer, sondern vor allem auch auf ihre sprichwörtliche Fitness: "Diesen Vorteil hätte ich schon auf Zypern ausspielen können, wäre mir nicht eine hartnäckige Grippe dazwischengekommen. Jetzt bin ich aber wieder in Topform und voller Tatendrang." Falls sie auch von technischen Defekten verschont bleibt dann sollte niemand der Britin im Mitsubishi Lancer Evo VIII ihre ersten WM-Punkte für das OMV World Rally Team streitig machen können.

Taktik ist gefragt

Obwohl die Türkei-Rallye Neuland für Natalie Barratt darstellt sind Ähnlichkeiten mit Zypern nicht von der Hand zu weisen. Die Temperaturen werden noch heißer ausfallen und die Schotterpisten verzeihen nicht den geringsten Fehler. Deshalb gilt es vor allem, taktisch klug zu fahren. "Wir werden auf keinen Fall zuviel riskieren. Hier muss man Geduld haben – und hoffen, dass der Defektteufel die anderen trifft", erklärt die OMV-Pilotin und spielt damit auf das Pech an, das sie in Zypern verfolgt hatte (Reifenschäden, defekter Querlenker, Differentialschaden, etc.). Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, sollte ein Platz unter den ersten acht realistisch sein, denn, so Barratt: "Nach all den Problemen in Zypern denke ich, das mein Pech für diese Saison aufgebraucht ist."