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Neuville feiert extrem knappen Argentinien-Sieg

Thierry Neuville sicherte sich bei der Rallye Argentinien einen der knappsten Siege in der Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft.

Motorsport-Magazin.com - In einem Herzschlag-Finale verdrängte Thierry Neuville den lange Zeit führenden Elfyn Evans um gerade einmal 0,7 Sekunden. Der Waliser touchierte eine Brücke, was seine Träume vom ersten Sieg beendete. Gerade einmal zwei Läufe in der 45-jährigen Geschichte der WRC wurden mit einem engeren Abstand beendet.

Der Hyundai-Pilot lag vor der letzten Etappe des viertägigen Schotterevents 11,5 Sekunden hinter Evans. Bremsprobleme an Evans' Auto sowie eine Attacke von Neuville sorgten dafür, dass der Abstand zwischen den beiden vor den finalen 16,32 Kilometern auf der berühmten El Condor auf 0,6 Sekunden zusammenschrumpfte.

Beide Fahrer fuhren auf den Gebirgsstraßen auf Risiko und eine erste Zwischenzeit sah Evans mit mehr als drei Sekunden in Führung. Aber als sein Grip nachließ, touchierte sein Ford Fiesta eine Brücke, was Neuville seinen zweiten Sieg in Folge einbrachte.

"Dabei zuzusehen, war die schlimmste Zeit meines Lebens", gestand Neuville, der Evans' Fahrt im Ziel verfolgte. "Ich habe alles gegeben, aber meine Reifen waren nicht die besten, nachdem ich schon auf den zwei Prüfungen zuvor hart gepusht hatte."

Dabei zuzusehen, war die schlimmste Zeit meines Lebens.
Thierry Neuville

Ein emotionaler Evans, der am Samstag mit über einer Minute Vorsprung geführt hatte, sagte: "Ich bin enttäuscht, mit so einem knappen Abstand nach so vielen Problemen zu verlieren. Ich habe eine Brücke getroffen und das hat vermutlich den Unterschied gemacht. Es ist schwer, das nach so einer Führung jetzt hinzunehmen, aber ich bin zum Teil selbst schuld und ich muss stärker zurückkommen, um in der Zukunft zu gewinnen."

Die mit Steinen übersäten Straßen forderten ihren Tribut. Daher lautete am Freitag für viele das Ziel, durchzukommen. Ott Tänaks geduldige Herangehensweise zahlte sich aus. Er hielt sich von allem Ärger fern und blühte auf den weicheren Straßen am Wochenende auf. Der Lohn war Platz drei, weitere 29,2 Sekunden zurück.

Der amtierende Champion Sebastien Ogier sorgte als Vierter dafür, dass sich unter den Top-4 alle drei Autos des M-Sport World Rally Teams wiederfanden. Der Franzose baute seinen Vorsprung in der Meisterschaft nach fünf von 13 Läufen auf 16 Punkte aus.

Jari-Matti Latvala war zu Beginn der Rallye der direkte Konkurrent von Evans, aber der Finne rutschte in seinem Toyota Yaris auf Position fünf ab. Platz sechs belegte Hayden Paddon, dem nach einem grauenhaften Wochenende auch noch die Servolenkung kaputt ging. Vor zwölf Monaten hatte er in Argentinien seinen ersten Sieg gefeiert. Juho Hänninen, Dani Sordo, Mads Östberg und der Sieger in der WRC2, Pontus Tidemand, komplettierten die Top-10.

Der sechste Lauf der Saison 2017 findet vom 18. bis 21. Mai in Portugal statt.


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